Weihnachten

Weihnachten  – Überall und hier

Wer kennt es nicht? Schon im November öffnen die „Weihnachtsbäckereien“ ihre Pforten. Vor allem Familien mit Kindern backen viel und gerne in der Weihnachtszeit. Viele Bäckereien haben spezielle Pläne und Verkaufsstrategien für Weihnachten. Doch jedes Jahr wieder ist das Plätzchen backen ein wahres Erlebnis. Meistens kommt die ganze Familie zusammen und man backt traditionell gemeinsam, sticht Plätzchen aus, knetet Teig, aber macht hin und wieder auch eine kleine Mehlschlacht zur Belustigung der Kinder. Zu den beliebtesten Weihnachtsrezepten gehören Spekulatius, Butterplätzchen, Kokosmakronen und Butter Spritzgebäck.

Lebkuchenhäuser, Dresdner Christstollen & Co.

Viele Kinderhaushalte backen und basteln allerdings auch gerne Lebkuchenhäuser. Doch das wohl weltweit bekannteste Weihnachtsgebäck ist der altbekannte Dresdner Christstollen, der einzige der aus einem genau vorgegebenen Rezept zubereitet wird. Er soll das eingewickelte Jesuskind symbolisieren. Doch inzwischen wird der Christstollen auch in vielen anderen Varianten angeboten wie zum Beispiel als Mandel-, Butter-, Marzipan-, Nuss- oder Quarkstollen.

Amerikanische Weihnachten

Es gibt sicher einige Menschen, die sich fragen, wie in Amerika Weihnachten gefeiert wird. Zunächst ist es anders als in Deutschland: Die Amerikaner schmücken zwar auch traditionell ihre Wohnungen, doch viele stellen keinen Christbaum auf. Sie hängen Strümpfe an den Kamin oder das Treppengeländer und die Kinder hoffen, dass dieser am nächsten Morgen mit Geschenken von Santa Claus gefüllt ist. Wenn diese Familien keinen Christbaum aufstellen, dann dekorieren sie ihren Kamin und stellen dort den Weihnachtsstern auf. Doch die Tradition ist den USA ist, dass der Heiligabend (Christmas Eve) wie wir ihn kennen, nicht die größte Rolle spielt. Vielmehr ist es die Mitternachtsmesse zum ersten Weihnachtstag (Christmas Day), die die ganze Familie traditionell besucht. Das Essen zu Weihnachten, zum Christmas Day ist meistens dasselbe Festtagsessen, wie an Thanksgiving: Truthahn. Der Auftakt der Weihnachtszeit fängt in den USA schon früh an: Meistens erstrahlen schon ab Oktober die ersten Häuser im Glanz von zahlreichen Lichterketten.

Amerikanische Traditionen zu Weihnachten

In den USA gibt es mindestens genauso viele verschiedene Traditionen zu Weihnachten, wie es dort Einwanderer gibt. Bei den Amerikanern beginnen die Weihnachtsfeiertage nicht wie in Deutschland mit dem Heiligen Abend, sondern mit der Mitternachtsmesse zum ersten Weihnachtstag, den 25. Dezember, den Christmas Day. Die Weihnachtsgeschenke bringt traditionell auch der Weihnachtsmann, dort Santa Claus genannt, in der Nacht vor diesem Christmas Day. Die Kinder oder auch Erwachsenen hängen ihre Strümpfe an den Kamin oder an das Treppengeländer, welche Santa Claus dann füllt. Der feste Brauch zu Weihnachten ist allerdings das Christmas Dinner am Christmas Day. Ganz traditionell gibt es dort jedes Jahr, wie auch zu Thanksgiving, Truthahn. Was die Dekoration der Häuser betrifft, sind die Amerikaner wahre Künstler, sie schraffieren ihre Häuser mit allerlei Lichtern und Figuren. In der Weihnachtszeit ziehen außerdem Kinder von Haus zu Haus und singen Weihnachtslieder, wofür sie meistens kleine Anerkennungen wie zum Beispiel Süßigkeiten bekommen.

Amerikanische Leckereien

Zwar wird in den USA Weihnachten nicht so intensiv gefeiert wie in Deutschland, doch auch dort backen Großmütter mit ihren Enkelkindern in der Adventszeit die leckersten Plätzchen und Gebäcke. Wie bereits erwähnt, kommen in den USA mindestens genauso viele verschiedene Traditionen zusammen, wie es dort Einwanderer gibt. Sie interessieren sich zwar nicht so sehr für die Hintergründe des Weihnachtsfestes, doch die kulinarischen Leckereien und feinen Weihnachtsplätzchen sind dort ebenso in den Familien beliebt, wie in Europa. Viele Großmütter und Mütter backen mit den Kindern mit großer Liebe, die kleinen und großen Leckereien in der Vorweihnachtszeit. ( Tipp: Zu Weihnachten kann man auch einen Kochkurs verschenken! – Eine tolle Geschenkidee wie wir finden! ) Doch nicht nur essbare Plätzchen backen sie, ebenso auch duftende Weihnachtsdekorationen für den Christbaum. So zum Beispiel die Zimtteigornamente, meistens in Sternchenform. Zu den beliebtesten Plätzchen und Gebäcke gehören unter anderem: Gingerbread Cookies, Lebkuchen die gerne bunt gestaltet werden, Chocolate Glob Brownies und White Christmas Plätzchen.

Weihnachten in Japan

In Japan ist Weihnachten kein offizieller Feiertag, wie etwa der Neujahrstag. Dafür ist Weihnachten in Japan eine Gelegenheit für verliebte Paare sich kennenzulernen und für andere Gruppen, wie Familien oder Freunde, Partys zu feiern. Am Heiligen Abend haben Paare ein traditionelles Date, tauschen Geschenke aus und spazieren draußen, meistens im Schnee, an den Weihnachtsbeleuchtungen vorbei, die von speziellen Firmen alljährlich organisiert werden, um das romantische Gefühl zu unterstreichen. Hin und wieder enden diese Dates in den so genannten „Liebeshotels“, in denen die jüngeren und ungebundenen Japaner als natürlichen Abschluss dieses Abends einchecken. Doch auch wenn Weihnachten keinen so hohen Stellenwert hat wie beispielsweise in den USA oder in Deutschland, tauschen Familien untereinander kleine Geschenke oder Geld aus. Eine spezielle Tradition in Japan zur  Weihnachtszeit ist allerdings die Weihnachtstorte, meistens in Weiß aus Sahne oder Buttercreme, mit Erdbeeren verziert. Sie soll die Geburtstagstorte für das Christkind darstellen.
Fazit

Zur Weihnachtszeit nur das Leckerste. So wird es überall gehalten. Es macht auch riesigen Spaß zur Weihnachts- und Adventszeit mit den Kindern und dem Rest der Familie zu backen. Auch wenn alles sehr kalorienreich ist, auf alles sollte man zur Weihnachtszeit nicht verzichten, sonst ist das Fest einfach nichts Besonderes!
( Text: Jasmin Hübsch, Bild: © Thaut Images )