Gerade im Sommer ist sie als Zwischenmahlzeit sehr erfrischend - die Rote Grütze. Nicht nur Kinder essen sie gern, auch Erwachsene lieben dieses fruchtige Dessert. Wir möchten Ihnen hier mal ein paar Infos über die Rote Grütze geben. Außerdem finden Sie hier auch ein leckeres Rezept.
Rote Grütze ist eine typische Spezialität aus Norddeutschland. Von Ostfriesland über Bremen und Hamburg bis nach Mecklenburg-Vorpommern - das Dessert "Rote Grütze" hat überall Tradition. Wo die Wiege des beerigen Nachtisches liegt, ist nicht ganz klar: Denn auch die Dänen erheben Urheberrechte auf die - Rød grød med fløde - (Rote Grütze mit flüssiger Sahne).
Entsprechend groß ist auch die Vielfalt der Rezepte. Je nach persönlichem Geschmack oder je nach dem was Markt, Kühlschrank und eigene Beerensträucher hergeben, entsteht sie aus unterschiedlichen Früchten. Ein Muss für Rote Grütze sind Schattenmorellen (Sauerkirschen), rote und schwarze Johannisbeeren sowie Himbeeren. Aber auch Erdbeeren und andere rote und andersfarbige Früchte landen oft in einer Roten Grütze. Erdbeeren entsprechen zwar nicht der Tradition, machen die Grütze aber milder und damit häufig auch kinderfreundlicher.
Es gilt das Motto: "Erlaubt ist, was schmeckt". Das treibt manchmal seltsame Blüten. So mixen Abweichler aus grünen Stachelbeeren, Kiwis und Ananas eine grüne Grütze. Andere schrecken selbst vor einen Gelben Grütze nicht zurück, die sich aus Pfirsich, Ananas und Bananen zaubern lässt. Wer alle drei Varianten kocht, bekommt eine bunte Mischung. Das ist auf der Kinderparty eine gesündere Alternative zur zuckrigen Götterspeise.
Da die meisten roten Beeren zwischen Juni und August reif sind, hat auch die Rote Grütze im Sommer Hauptsaison. Damit die Früchte fest werden, brauchen sie ein Verdickungsmittel. Früher nahmen die Köchinnen zum Verdicken grob geschnittene Getreidekörner aus Hafer, Gerste, Hirse, Buchweizen, Mais, Roggen oder Weizen oder eben Grütze, was ihren Namen erklärt. Heute nehmen die Köche meist Speisestärke aus Kartoffel- oder Maismehl, Gelatine oder Sago, das stärkereiche Mark der Sagopalme. Einfach geht es mit Rote Grütze-Puddingpulver. Hauptsache, die Früchte sind gesund.
Zum fruchtig sauren Geschmack der Roten Grütze passt am besten etwas Süßes. Zur dunklen Farbe etwas Helles. Früher wurde sie häufig einfach mit kalter Kuhmilch übergossen, die ohnehin auf jedem Hof vorhanden war. Typische Begleiter der Roten Grütze sind außerdem süße Sahne, Vanilleeis oder Vanille-Sauce. Letztere lässt sich leicht herstellen: einfach Vanille-Puddingpulver mit doppelter Menge Milch kochen. Süß und Sauer ergeben dann zusammen einen beerenstarken Nachtisch. Der Duft und das Aroma dieses Dessert hat mittlerweile auch die Lebensmittel-Designer zu neuen Kreationen inspiriert. So gibt es Rote Grütze flüssig als Tee oder verführerisch als Gummibärchen.
Ein Rote Grütze Rezept:
Zutaten für zwei Personen:
150 g rote Johannisbeeren
100 g Himbeeren (oder andere rote Beeren)
100 g Sauerkirschen
50 g Zucker
30 Gramm Speisestärke
Johannisbeeren waschen und entstielen, Himbeeren waschen, Kirschen entsteinen und waschen.
Früchte mit dem Zucker und ein wenig Wasser aufkochen und etwa zehn Minuten köcheln.
Speisestärke in wenig kaltem Wasser oder Fruchtsaft anrühren und damit die Beeren noch mal zwei Minuten dick kochen.
Abkühlen lassen und in mit kaltem Wasser ausgeschwenkte Suppenteller oder Nachtischgläser füllen. Dann in den Kühlschrank oder an einen anderen kühlen Ort stellen. Dort hält sie sich ein paar Tage.
Mit der Spargelzeit beginnt auch die Saison der Erdbeeren, jener roten Früchtchen, die uns das Frühjahr versüßen. Dass die wohl duftenden Beeren Scheinfrüchte sind (die eigentliche Frucht sind die kleinen "Nüsschen" auf der Haut), tut der Liebe des Menschen zur Erdbeere keinen Abbruch.
Ob während der Fußballhauptsaison, abends vor dem Fernseher oder als beliebter Knabberspaß: Kartoffelchips sind in aller Munde und ein beliebter Knabberspaß. Mittlerweile gibt es eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen und sogar Light-Varianten, die mit bis zu 30 Prozent weniger Fett aufwarten.
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