Eintöpfe für Sommer und Winter

Wie bereitet man einen Eintopf zu?
Draussen ist es kalt. Der Wind pfeift um alle Ecken. Sie sitzen in einer warmen Wohnung und
Ein Bohneneintopf mit Fleisch
Der Bohneneintopf gehört zu den beliebtesten Eintöpfen
Foto: © Corinna Gissemann
haben Hunger. Da passt doch prima ein Eintopf. Das Zubereiten geht ziemlich schnell. Dann sollte man ihn allerdings noch ein paar Stunden ziehen lassen. Damit er sein volles Aroma entwickeln kann.
Ist er aber einmal gemacht, kann man den Rest auch portionsweise einfrieren und hat so beim nächsten Mal nicht ganz so viel Arbeit. Denn das Aufwärmen dauert ja nicht lange. Besonders in Zeiten der Mikrowelle.

Als Eintopf bezeichnet man sättigende Suppen. Meist sind sie bäuerlichen Ursprungs, da sie als vollwertige Mahlzeit dienen. Typische Zutaten für einen Eintopf sind Hülsenfrüchte, Gemüse, Kartoffeln, Getreideprodukte und Nudeln. Die Grundlage ist meist eine Brühe, in der die Zutaten dann gekocht werden. Oft wird auch noch Fleisch, Wurst oder Speck dazu gegeben.
Beliebte deutsche Eintöpfe sind die Erbsensuppe, der Linseneintopf, die Bohnensuppe, der Pichelsteiner Eintopf und der Kesselgulasch.


Einfache Eintopfrezepte:
  • Aalsuppe
  • Bohneneintopf
  • Gemüseeintopf
  • Gulaschsuppe
  • Italienischer Suppeneintopf
  • Kartoffelsuppe
  • Linseneintopf
  • Pichelsteiner Eintopf
  • Pilzeintopf
  • Rosenkohleintopf
  • Soljanka
  • Steckrübeneintopf
  • Weisskohleintopf
  • Wirsingeintopf


  • Weiterführende Informationen:
    Nichts wirkt heimeliger als ein dampfender Kupferkessel, der über einem offenen Feuer sanft hin und her schaukelt und dabei einen köstlichen Duft nach Fleisch und Gemüse verströmt. Trotzdem
    ist der Eintopf in den vergangenen Jahrzehnten aus der Mode gekommen - zu Unrecht.

    Eintöpfe sind einfach zuzubereiten, preiswert, sättigen, wärmen von innen und können portionsweise eingefroren und wieder aufgekocht werden. Es ist also kein Zufall, dass sich in fast jedem Land ein Eintopf unter den Nationalgerichten befindet.

    Was der Borschtsch in Russland und der Pichelsteiner in Bayern, ist die Minestrone in Italien und das Ratatouille in Frankreich: eine traditionelle Mahlzeit, für die es nicht viel Koch-Utensilien, Geld und Aufhebens braucht und die trotzdem ihre eigene, charakteristische Note hat.

    Eintöpfe sind unkompliziert, aber deshalb nicht automatisch banal und derb im Geschmack. Eine gute Minestrone oder ein aromatisches Ratatouille können auch Gourmets entzücken; ein feuriges Chili ist auf Partys ein unangefochtener Dauerbrenner. Eintöpfe überzeugen durch ihre Bodenständigkeit: Alle Zutaten werden in einem einzigen großen Kessel gegart, können ohne Verluste lange warm gehalten werden und lassen sich problemlos einfrieren.

    Kenner behaupten sogar, dass Eintöpfe nach dem Aufwärmen noch einen Tick besser schmecken als frisch zubereitet. Und nach ausgedehnten Winterspaziergängen heizt kaum ein Essen besser ein als ein Teller Gemüseeintopf oder Kartoffelsuppe mit Würstchen oder Speck. Deshalb hat die Lebensmittelindustrie ein beeindruckendes Sammelsurium an nationalen und internationalen Eintopfgerichten in praktischen Konservendosen auf den Markt gebracht. Die fertigen Suppen müssen nur kurz in der Mikrowelle oder auf dem Elektroherd erhitzt werden.

    Geschmacklich geht aber nichts über einen selbst gemachten Eintopf mit frischen Zutaten. Die Basis eines Eintopfs besteht meistens aus Gemüse- oder Fleischbrühe, Suppengrün, Kartoffeln, Kohl oder Hülsenfrüchten. Weil ein Eintopf durch das lange Köcheln nicht immer ganz so köstlich aussieht, wie er mundet, betrachten viele Kinder das Suppengericht eher kritisch bis ablehnend - die mahnende Fabel vom Suppenkasper ist also nicht ohne Grund entstanden.

    Früher bestand der Eintopf aus den Gaben, die Feld, Stall und Wald saisonal boten. Dank des weltweiten Handels kann heute das ganze Jahr über sowohl Heimatliches als auch Exotisches den Eintopf bereichern. Fertiggewürzmischungen erleichtern das Eintopfkochen zusätzlich. Dennoch lohnt es sich, für eine Minestrone oder einen Fischeintopf die Brühe selbst herzustellen.


    Aber Eintöpfe kann man nicht nur im Winter essen! Probieren Sie auch mal die Sommereintöpfe!

    Kann man zubereitete Speisen im Kühlschrank aufbewahren?

    Suchen Sie ein ganz bestimmtes Rezept oder brauchen einen Rat? Dann schauen Sie mal in unserem Forum in die Rubrik Suppen und Eintöpfe. (Eine kleine Übersicht.)