Sieht lecker aus - Aber wer einen Reizmagen hat,
sollte von so etwas die Finger lassen
Foto: © Carmen Steiner
Oftmals klagt man nach einer großzügigen Mahlzeit über Völlegefühl, Magenkrämpfe oder Bauchschmerzen. Hier liegen in der Regel keine organischen Erkrankungen vor, sondern lediglich eine funktionelle Störung, die durch das Essen hervorgerufen wird. Durch eine gesunde Ernährung und natürliche Hilfsmittel kann Abhilfe geschaffen werden.
Schwer verdauliches Fett
Unser Verdauungsapparat ist rund um die Uhr im Dienst. Im Regelfall dauert es 24 Stunden, bis eine komplette Mahlzeit Magen und Darm komplett passiert hat. Bei vielen Menschen gerät dieser natürliche Zyklus aber immer wieder ins Stocken. Das Essen fühlt sich wie ein Stein im Magen an und Unwohlbefinden ist an der Tagesordnung.
Als Hauptursache für diese dyspeptischen Beschwerden gilt ein häufiger Verzehr von sehr deftigen Speisen mit hohem Fettgehalt. Zu den besonders schwer verdaulichen Lebensmitteln gehören unter anderem:
- sehr fettes und geräuchertes Fleisch
- scharf angebratene Fleischstücke
- die Haut von Geflügel
- fette und geräucherte Wurst
- würzige und sehr fetthaltige Käsesorten sowie Butter und Sahne
- hart gekochte Eier, Eierspeisen und Mayonnaise
- Sahne- und Cremetorten, frisches Hefegebäck und Blätterteig
- Pommes Frites, Kroketten und Bratkartoffeln
- Schokolade, Pralinen, Nougat und Marzipan
- fette Suppen und Saucen
- frisches Brot und grobe Vollkornprodukte
Mit steigendem Lebensalter wird es für den Körper immer schwerer, derartige Lebensmittel zügig zu verdauen. Schon ab dem 30. Lebensjahr können in diesem Zusammenhang regelmäßig Verdauungsprobleme auftauchen.
Auf dem Weg zur geregelten Verdauung
Leidet man unter dyspeptischen Beschwerden, ist man dazu geneigt ein Glas Magenbitter nach
dem Essen zu nehmen. Im ersten Moment scheint dieser auch durchaus gut zu tun, tatsächlich aber verhindert der Alkohol die Fettspaltung und verzögert dadurch die Verdauung zusätzlich. Auch Kaffee und Zigaretten sind nicht sonderlich empfehlenswert, da diese die Magenschleimhaut empfindlich angreifen können.
Prinzipiell ist eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten die beste Medizin. Allein das bewusste und langsame Essen der Speisen kann die verschiedenen Verdauungsbeschwerden schon lindern. Besonders gründliches Kauen hilft zusammen mit leichter und fettarmer Ernährung, die Verdauung wieder in geregelte Bahnen zu lenken.
Natürliche Hilfe zur Verdauung
In einigen Fällen kann die Einnahme verschiedener Arzneipflanzen-Präparate die dyspeptischen Beschwerden lindern. In diesem Zusammenhang hat sich vor allem die indische Gelbwurz bewährt. Die gelbe Farbe ist im Übrigen auch der Farbgeber für verschiedene Curry-Mischungen. Die Wirkstoffe der Gelbwurz helfen bei der Verdauung gleich doppelt: Zum einen wird der Körper angeregt, deutlich mehr Gallensaft für die Verdauung zu produzieren, zum zweiten wirken die wertvollen ätherischen Öle sehr beruhigend und entblähend auf den gereizten Darm.
Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht schon einmal diese dyspeptischen Beschwerden gehabt? Wenn man vereinzelt nach größeren Mahlzeiten darunter leidet, lässt sich relativ gut damit umgehen. Bestehen allerdings ständige Beschwerden, sollte man sich doch einmal über mögliche Auswege Gedanken machen. Angefangen beim bewussteren Essen bis hin zur Nahrungsumstellung können einige Möglichkeiten probiert werden. Helfen auch derartige Ratschläge nicht weiter, sollte in jedem Fall der Arzt eingeschaltet werden.
[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens. Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]
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