So macht man Sushi selber

Sushi - selbst gemacht, leicht gemacht
Wenn man heute Sushi essen möchte, muss man nicht zwangsläufig ins Restaurant gehen und teils horrende Preise zahlen. Sushi ist ein Essen, das je nach Anspruch und Fingerfertigkeit gar
Sushi selbst gemacht
So lecker kann Sushi aussehen
Foto: © Harris Shiffman
nicht so schwierig zuzubereiten ist. Die einfachste Art und Weise, Sushi zuzubereiten, ist die von Alters her überlieferte. Einfach mit der Hand. Aber beginnen wir beim Anfang. Dem Reis.

Der Reis, eine möglichst klebrige Sorte, wird gekocht und danach mit einer Mischung aus Reisessig, Zucker, Salz und Reiswein versetzt. Dabei wird der Reis gekühlt. Das gibt dem Sushi-Reis seinen unverkennbaren Geschmack. Bei der Zusammensetzung gibt es unterschiedliche Meinungen und Geschmäcker, aber im Endeffekt ist die Zubereitung des Reises das Wichtigste an der ganzen Mahlzeit.

Der Fisch sollte möglichst frisch sein, nicht älter als einen Tag, und bloß nicht gefroren. Viele Fischtheken in Supermärkten haben frischen Fisch und können heutzutage auch eine gute Beratung geben, wenn man Sushi zubereiten möchte.

Ebenfalls benötigt man Wasabi, das ist Meerrettichsenf, und Soja-Soße. Bei der Soße sollte man darauf achten, dass sie speziell für Sushi geeignet ist. Normale Soja-Soße ist meist extrem salzig und würde den Fischgeschmack völlig übertönen. Vorsicht bei dem Genuss des Wasabi, er ist höllisch scharf!

Wie bereitet man Sushi zu?
Bei der einfachsten Zubereitung kann man auf Nori (Algenblätter) verzichten. Man nimmt einfach
etwas Reis und formt diesen in der Handfläche zu einem ovalen Klumpen. Dann nimmt man einen Streifen Fisch, bestreicht ihn mit etwas Wasabi und legt ihn auf den Reis.

Zum Essen tunkt man das ganze in die Sojasoße und neutralisiert hinterher den Geschmack mit etwas eingelegtem Ingwer. Dies dient dazu die feinen Nuancen des Fischgeschmackes besser wahrnehmen zu können. Könner machen das mit Stäbchen, aber saubere Finger tun es auch. Das Ganze nennt man dann Nigiri-Sushi.

Was ist Maki?
Die etwas ausgefalleneren Varianten nennen sich Maki. Dabei wird ein Nori-Algenblatt mit der Essiglösung angefeuchtet und weich gemacht. Das Nori wird auf eine Bambusmatte gelegt. Darauf kommen Reis und ein Streifen der unterschiedlichsten Zutaten. Diese können einzeln oder in Kombination genommen werden, vegetarisch, Fleisch oder Fisch.

Man lässt einen Streifen des Blattes unbedeckt und rollt das Ganze dann vorsichtig zusammen. Das ist nicht ganz einfach - am besten lassen Sie es sich von einem Raucher zeigen, der seine Zigaretten selbst macht, der hat den Dreh raus. Oder Sie suchen sich gleich jemanden, der das für sie erledigt. Die Röllchen sollten nicht zu locker sein, denn man schneidet sie hinterher in mundgerechte Stücke. Am besten mit einem scharfen Messer, das man vorher anfeuchtet.

Wenn Sie Sushi in geselliger Runde essen wollen, stellen Sie einfach die Zutaten und Hilfsmittel bereit und lassen die Gäste selbst rollen. Das sorgt garantiert für Gelächter. Sollte jedoch alles rollen, drehen und falten nichts bringen, machen Sie es einfach wieder wie die alten Asiaten.

Nehmen Sie einfach einen Teller, packen sie alles drauf, was Sie gerne essen möchten und vergessen Sie die Geschichte mit dem Drehen und Rollen einfach wieder. Das so genannte "verstreute Sushi" schmeckt auch so, und im Zweifelsfall machen Sie einfach eine Fischsuppe draus.

Gastautor: © R. Höpfner

Probieren Sie doch auch mal das Sushi mit Forellenfilet




Weiterführende Informationen:
Wie bereitet man eine Forelle Müllerinnenart zu? Welche Zutaten werden benötigt?

Was ist eigentlich Fugu? Eine japanische Spezialität.

Miesmuscheln - Wann gibt es sie und wie werden sie zubereitet?

Surströmming - Schwedische Delikatesse

Wo kommen die Austern her und wie ißt man sie?

Was ist eine Schwarzwaldforelle?

Tipps für die Zubereitung von Shrimps

Wie bereitet man Tintenfische zu?

Jakobsmuscheln - Winterliche Delikatesse

Wie sollte man Fisch und Meeresfrüchte lagern? Wie lange halten sie im Kühlschrank?