Man kann ihn als Salat essen oder als Dekoration mit auf den Teller legen. Gemeint ist der Rucola. Er schmeckt gut und ist dekorativ. Was man noch über ihn wissen sollte, erfahren Sie im folgenden Beitrag:
Obwohl die Verwendung von Rauke in Eintöpfen und Salaten bereits im Mittelalter äußerst beliebt war, hat der italienische Rucola in den vergangenen Jahren eine wahre Renaissance erlebt.
Zum einen mag das an seinem ungewöhnlichen, intensiven Geschmack liegen; zum anderen daran, dass seine Blätter besonders edel aussehen und der Trend zur Rohkost und dem Genuss von frischem Grün immer stärker wird. In etlichen italienischen Restaurants stehen heute Rucola-Gerichte auf der Karte. Doch der Rucola hat Charakter: Die Blätter fühlen sich zwischen den Zähnen ungewöhnlich kräftig an und haben ein scharfes Aroma.
Irgendwo zwischen Kresse, Fleischbrühe und Walnüssen - so versuchen Feinschmecker das Gaumenerlebnis des Rucola zu definieren. Doch diese Umschreibungen hinken dem wahren Aroma weit hinterher. Wer einmal vom Rucola gekostet hat, wird ihn nie wieder vergessen oder verwechseln können - und ihn entweder lieben oder angewidert vom Teller schieben.
Die meisten Freunde der mediterranen Küche aber lieben ihn, weshalb er immer öfter in Supermärkten frisch angeboten wird und zu allerlei Küchenexperimenten verführt. Denn Rucola kann sowohl roh als Salat wie auch gedünstet oder als Würze verwendet werden. Die Garzeit sollte jedoch nicht zu lange ausfallen, da der Rucola mit zunehmender Hitze an Geschmack verliert. Nicht zuletzt lässt er sich zusammen mit Olivenöl, Parmesan und Pinienkernen zu einer appetitlich grünen, vollmundigen Pestosoße verarbeiten.
Beim Einkauf sollte der Rucola immer ganz frisch sein; die Blätter müssen sich fest anfühlen und dürfen keine welken, weichen oder gar bräunlich verfärbte Stellen aufweisen. Rucola ist wie alle Salate grundsätzlich eine gesunde Ergänzung des Speiseplans, sollte aber wegen seines relativ hohen Nitratgehaltes nicht täglich auf den Tisch kommen. Vor dem Gebrauch wird der Rucola kalt angespült und dann entweder vorsichtig mit einem Küchenkrepp abgetupft oder mit sanften Schwung trocken geschüttelt.
Rucola kann aber auch ganz simpel einen Beilagensalat bereichern, klein geschnitten kurz vor dem Servieren unter ein Weißwein-Parmesanrisotto gerührt oder als vitaminreiches Finish auf eine Salami-Pizza gegeben werden.
Auch weißer Spargel und Rucola-Blätter harmonieren gut miteinander - dann sollte der gekochte Schinken als Beilage jedoch durch Serranoschinken oder Parmaschinken ausgetauscht werden.
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