Frische beim Spargel wichtig

Warum beim Spargel die Frische so ausschlaggebend ist
Die Frische macht’s!
Weshalb beim Spargel die Frische das ausschlaggebende Qualitätsmerkmal ist

Kein anderes Gemüse »atmet« nach dem Ernten noch so intensiv weiter wie die langen, edlen Stangen. Das Verhalten des Spargels – auch nach der Ernte – ist in Forschungsinstituten genauestens untersucht worden. In vielen Tests wurde eindeutig bestätigt, was Spargeliebhaber, erfahrene Hausfrauen und Köche längst wissen: die einwandfreie Qualität ist – gerade beim Spargel – von der Frische abhängig.
Mit zunehmender Lagerdauer wird nicht nur der Zersetzungsprozess in Gang gesetzt, es werden außerdem Säuren und Zucker abgebaut die wesentlich den guten Geschmack des Spargels mitbestimmen.
Wird Spargel geschnitten, ist das edle Gemüse bemüht, die Schnittstelle »abzudichten«. Mit der Lagerdauer nimmt diese bisher in keiner Züchtung zu vemeidende Eigenschaft des Spargels zu. Er trocknet von der Schnittstelle her aus, wird unten faserig, oder wie man sagt, »holzig«.
Spargel verträgt deshalb schlecht lange Transportwege. Dies ist ein besonderes Hindernis für die Spargelanbauer aus dem Ausland (z.B. Spanien, Frankreich, Griechenland), die lange Transportzeiten einkalkulieren müssen.


Fazit: Das edle Gemüse sollte unbedingt ganz frisch genossen werden. Viele Liebhaber warten das ganze Jahr auf die Saison für erntefrischen Spargel, bei uns von Mitte April bis zum 24. Juni. Während dieser Zeit kann der Spargelfreund sicher gehen, dass er »sein« Gemüse auch in der von ihm gewünschten optimalen Qualität erhält.
Die sicheren Kennzeichen für frischen Spargel sind: frische und saftige Schnittflächen sowie feste und knackige Stangen, die beim Aneinanderreiben »quietschen«.
Logische Schlußfolgerung daraus: Am besten den Spargel direkt vom Erzeuger kaufen. Dies hat in Niedersachsen schon eine lange Tradition. Hier wird seit langem Spargel angebaut und auch gerne gegessen, nämlich im Durchschnitt 3 kg (1998) pro Haushalt und Jahr. Das ist rekordverdächtig, denn im Bundesdurchschnitt werden 2 kg (1998) pro Haushalt verzehrt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Niedersachsen das größte Spargelanbaugebiet in Deutschland ist. Schwerpunkte des niedersächsischen Spargelanbaus sind: Die Landkreise Burgdorf, Celle, Cloppenburg, Diepholz, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Nienburg, Osnabrück, Rotenburg, Soltau-Fallingbostel, Uelzen, Vechta und Verden und der Braunschweiger Raum. Echte Spargelliebhaber, ob aus Hamburg und Bremen, aus Hannover oder Osnabrück scheuen sich nicht, auch Strecken von 50 Kilometern oder mehr zurückzulegen, um direkt bei »ihrem« Spargelanbauer zu kaufen, dem sie oft jahrelang die Treue halten. Bei ihm bekommen sie ihr Lieblingsgemüse ganz frisch und können sicher sein, dass sie es mit einem qualifizierten Erzeuger zu tun haben.

Ein Pressetext der "Vereinigung der Spargelbauern in Niedersachsen e.V.

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