Tipps für den Rumtopf

Wie bereitet man einen Rumtopf zu?
Haben Sie einen Garten und bauen auch Obst an? Dann kennen Sie sicher das Problem: Wohin
Rumtopf für den Winter
Einen Rumtopf kann man mit verschiedenen Früchten ansetzen
Foto: © Pjorg
mit den vielen Früchten? Oft kann man gar nicht so viel essen wie im Garten wächst. Hier ein leckerer Tipp:

Beim Rumtopf ernten wir im Winter die Früchte unserer Sommerarbeit. Der hochprozentige Haushaltsklassiker wurde früher vom Vater am ersten Advent oder am Weihnachtsabend geöffnet. Wer im Winter seinen Rumtopf genießen will, muss im Sommer aktiv werden. Ab Juni kommen nach und nach die frisch geernteten Früchte gemeinsam mit Zucker und Rum in einen mindestens drei Liter fassenden Steingut- oder Keramiktopf. Dann heißt es abwarten und freuen. Denn ein Rumtopf ist mehr als die Summe seines Ganzen. Die vielen verschiedenen Früchte ergeben gemeinsam ein einmaliges und unverwechselbares Erlebnis für Gaumen und Nase.

So bereiten Sie den Rumtopf zu
Damit die Konservierung gelingt, muss das Obst immer reif und makellos sein. Nur so ist es aromatisch. Faule Früchtchen verderben den Rumtopf. Alle Früchte werden gewaschen, geputzt und trockengetupft. Den Reigen eröffnen im Juni die Erdbeeren. Dazu ein halbes Kilo Erdbeeren mit einem halben Kilo Zucker vermischen und eine Stunde ruhen lassen. Danach die Erdbeeren in den Topf geben und mit 0,7 Liter Rum (mindestens 54 prozentig) übergießen. Die Früchte sollen immer gut fingerbreit mit Rum bedeckt sein. Dies gelingt am besten, indem man ein Teller auf die Oberfläche legt, der das Obst unten hält. Anschließend den Topf verschließen und an einem kühlen Ort aufbewahren.

Für jede weitere Fruchtart genügt es, pro 0,5 kg geputzte Früchte nur noch 250 Gramm Zucker und
jeweils so viel Rum zu nehmen, dass er immer gut zwei Zentimeter über den Früchten steht.

Den Erdbeeren folgen im Juli Stachelbeeren (rundherum einstechen), Himbeeren (möglichst nicht waschen, sonst werden sie zu matschig), Kirschen (mit Stein) und Aprikosen (blanchieren, häuten und entkernen). Weiter geht es im August mit Brombeeren (wenig waschen), Pfirsichen (blanchieren, häuten und entkernen) und Pflaumen (entsteinen und halbieren). Im Herbst können Sie noch in Spalten geschnittene Birnen hinzufügen. Wer es exotisch mag, kann im Oktober auch noch frische Ananas- und Mangostückchen hinzufügen.

Nachdem Sie die letzten Früchte zugegeben haben, braucht Ihr Rumtopf noch etwa vier Wochen Ruhe. Danach nochmal 250 ml Rum aufgießen und umrühren. Grundsätzlich sollten wir den Rumtopf nicht zu lange allein lassen, sondern etwa alle zehn Tage umrühren und nachschauen, ob noch alle Früchte mit Rum bedeckt sind. Falls nicht, nachfüllen. Sind kleine Bläschen sichtbar, gärt der Rumtopf. Dagegen hilft die Zugabe von etwa 100 g reinem Alkohol für etwa 3 Liter Rumtopf. Falls Schaum auf der Oberfläche schwimmt oder gar Gär-Geruch feststellbar ist, ist der Rumtopf verdorben. Das passiert jedoch zum Glück nur selten.

Im Dezember können Sie dann endlich aus dem Vollen schöpfen. Rumtopf passt prima zu Eis-Dessert, Fruchtsalat und Pudding. Mit Sekt aufgegossen schmeckt er auch als Longdrink. Sogar ein Rum-Gelee lässt sich machen. Dazu Gelatine auflösen, unter den Rumtopf ziehen und über Nacht kalt stellen. Aber Achtung: nicht zuviel auf einmal genießen. So ein Rumtopf hat ganz schön viel Alkohol in sich.
Gastautor: © J. S.-R.


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