Ist unser Trinkwasser gesund?
Das Leitungswasser gehört zu den wichtigsten Lebensmitteln unseres täglichen Bedarfs. Auch wenn wir nur rund 5 Liter täglich zum Trinken und Kochen verwenden, müssen wir uns auf einwandfreie Qualität verlassen können. Die Wasserwerke garantieren uns diese Qualität, dennoch gibt es Sicherheitslücken.
Wenn das Wasser nicht einwandfrei ist
Wir öffnen den Wasserhahn und erwarten einwandfreie Trinkwasserqualität. Das ist ausgesprochen wichtig, denn durchschnittlich verbrauchen wir täglich rund 5 Liter des nassen Guts zum Trinken und Kochen. Die Wasserversorger arbeiten ständig daran, dass dieser hohe Standard gehalten werden kann. Dennoch kann es passieren, dass das Wasser, das wir zapfen, nicht einwandfrei ist. Die Gründe liegen hier allerdings nicht bei den Wasserversorgern, sondern oft im privaten Leitungssystem. Hier lauern Gefahren wie Schwermetallbelastungen.
Kupfer kann sich im Trinkwasser lösen
Eine Gefahr lauert, wenn Wasser zu lange in der Leitung steht. In diesem stehenden Wasser können sich mitunter Schadstoffe ansammeln. Vor allem das in der Hausinstallation zumeist verwendete Kupfer kann zum Problem werden. Zwar ist Kupfer ein lebensnotwendiges Spurenelement, in zu hohen Dosen kann es aber schädlich auf unseren Organismus wirken.
Vor allem bei Säuglingen und kleinen Kindern kann zu viel Kupfer Leberschäden hervorrufen.
Wasser mit einem naturbedingt hohen Säuregehalt löst besonders gut die Kupferelemente. In einigen Gebieten, in denen das Trinkwasser besonders säurehaltig ist, ist daher die Verwendung anderer Metalle zu empfehlen.
Armaturen können Gefahr bergen
Neben den Rohrleitungen können auch die Wasserhähne selbst Gefahr in sich bergen. Vor allem minderwertige verchromte Armaturen können dazu neigen, Nickel in zu lange stehendes Trinkwasser abzugeben. Zudem wird durch das lang stehende Wasser ein Milieu geschaffen, das Keime verschiedener Art zur Vermehrung lieben.
Wasser mit zu hoher Nickelbelastung kann bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. In schwereren Fällen kann Nickel zu ernsthaften Darmbeschwerden oder schlimmstenfalls zu Hirnschäden führen.
Abhilfe lässt sich durch die Installation von Armaturen schaffen, die nur äußerlich verchromt sind, das Wasser selbst also keine Chance hat, Nickel zu lösen.
Bleileitungen im Altbau
Blei zählt zu den giftigsten Metallen überhaupt. Obwohl diese Erkenntnis schon lange besteht, wurde noch bis 1973 vor allem in der ehemaligen DDR dieses Metall als Grundstoff für Trinkwasser-Leitungssysteme verwendet.
Das durch die Leitung strömende Wasser löst ständig Blei aus den Leitungen heraus, das sich dann in unseren Knochen einlagert und langfristig schwere Nervenschäden hervorrufen kann. Kinder sind besonders gefährdet, da sich bei ihnen das Blei zusätzlich im Gehirn ablagern kann. Im Interesse der eigenen Gesundheit sollten also noch vorhandene Bleileitungen umgehend ersetzt werden.
Fazit für das Leitungswasser
Die angesprochenen Gefahren, die durch Kupferrohrleitungen und Armaturen entstehen können, sind grundsätzlich minimal. Durch den täglichen Wasserfluss lösen sich nur minimalste Bestandteile der Metalle im Wasser. Bleirohre bergen hingegen eine wirkliche Gefahr und sollten umgehend ausgetauscht werden. Sollte Trinkwasser, beispielsweise während einer Urlaubsreise, längere Zeit in der Leitung stehen, so sollten vor dem Genuss erst einige Liter das abgestandene Wasser aus der Leitung heraus spülen.
Ernährungsexperten und Sportler wissen es schon lange: Die Leistungsfähigkeit unserer Körpers hängt ganz entscheidend mit unserer Ernährung zusammen. Der richtige Kraftstoff, der uns den ganzen Tag fit und konzentriert arbeiten lässt, fehlt leider oft beim Essen, das man am Arbeitsplatz oder im Büro zu sich nimmt.
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