Herstellung und Geschichte von alkoholfreiem Wein bei Rezepte-und-Tipps.de

Infos über alkoholfreien Wein
Herstellung von alkoholfreiem Wein und mehr Infos
Ein Glas Wein zum guten Essen ist was Feines. Aber wer Auto fährt oder Medikamente nehmen muss, muss oft darauf verzichten. Aber nun gibt es auch alkoholfreien Wein! Wie dieser hergestellt wird, erfahren Sie hier.

Alkoholfreies Bier kennt jeder, und im Zuge der höchst wahrscheinlichen Entwicklung der Promille-Regelung werden alkoholfreie Biere und Weine wohl an Beliebtheit in der nächsten Zeit steigen. Immerhin strebt die Bundesregierung in ihren Diskussionen eine Null-Promille-Regelung für alle an, und in einigen Ländern der EU gilt diese Regelung ja bereits.

Doch während alkoholfreies Bier wohlbekannt ist, trinken die Weinliebhaber lieber weiter ihr gutes Tröpfchen mit Alkohol, ohne zu wissen, dass es auch anders ginge. Ist alkoholfreier Wein denn so etwas Neues?
Nein, ganz und gar nicht. Selbst Ägypter und Römer kannten schon ein Verfahren, um dem Wein den Alkohol zu entziehen. Denn damals wie heute war man sich einer Sache wohl bewusst: Alkohol ist ein Gift, das je nach Dosis verheerende Wirkung haben kann. Doch alkoholfreier Wein ist nicht einfach nur Traubensaft. Der Wein wird in jedem Fall aus vorher fertig vergorenem Wein hergestellt.
Damals entzog man durch die einfache Methode des Erhitzens dem Wein seinen Alkohol. Denn Alkohol verdampft bereits bei 78°C. Jedoch gehen bei dieser Methode auch Aromastoffe verloren, da Alkohol als Aromaträger dient. Das führt natürlich dazu, dass der Wein anders schmeckt, nicht zuletzt wie ein Konzentrat, wenn ihm zu viel Flüssigkeit verloren geht.

Seinen ersten Boom hatte der alkoholfreie Wein während der alkoholfreien Prohibitionszeit der USA in den 1920-er und 30-er Jahren.

Es gibt verschiedene Methoden, dem Wein Alkohol zu entziehen: Bei der Umkehrosmose werden Flüssigkeiten an einer extrem feinporigen Membran voneinander getrennt, dabei auch die Alkoholmoleküle. Dieses Verfahren dauert mehrere Stunden. Außerdem muss ein ständig destillierter Hilfswein mit eingesetzt werden, der eventuell den Geschmack beeinträchtigt.
Ein zweites Verfahren ist die Dünnschichtverdampfung. Eigentlich eingesetzt zur Konzentration von Fruchtsäften, wird bei dieser Technik mit hohen Temperaturen gearbeitet. Doch bei bis zu 80°C gehen nicht nur Aromastoffe verloren. Bis zu 70 Prozent des Weines verdampfen dabei gleich mit. Das wird durch Zugabe von Traubensaft und Kohlensäure aufgefangen - was den ursprünglichen Weingeschmack natürlich immens verfälscht.
Die beste Methode ist nicht einmal die neueste. Schon 1908 erhielt Dr. Carl Jung das erste Patent zur Entalkoholisierung mittels Vakuum. Im Vakuum verdampft Alkohol nämlich bereits bei 27°C, das liegt sogar noch unter der Gärtemperatur eines Weines.
Diese Methode ist zudem sehr schnell, da der Wein ja nicht so hoch erhitzt werden muss. Das Verfahren dauert nur einige Minuten. Mit der Vakuum-Methode wird der Wein außerdem viel schonender entalkoholisiert. Ein Großteil der Aromen bleibt erhalten. Nur einige leicht flüchtige Aromastoffe verschwinden zugleich mit dem Alkohol. Doch sie kann man in einem speziellen Verfahren zurückgewinnen und dem Wein wieder zufügen.
Eigentlich ist mit der Vakuum-Methode eine vollständige Entalkoholisierung auf 0,0 Promille möglich. Da aber aus geschmacklichen Gründen immer etwas Weingeist benötigt wird, gibt man in der Regel nachträglich immer noch etwas Trockenbeerauslese hinzu. Die Regelung des Alkoholgehalts für alkoholfreie Getränke hat der Gesetzgeber festgelegt: Das Maximum beträgt 0,5%vol, das sind 4 g Alkohol pro Liter. Ein solcher Wein hat in der Regel 0,2%vol. Zum Vergleich: Roggenbrot hat einen höheren Alkoholanteil.
Wird der Wein obendrein noch kaltsteril abgefüllt, ist jedes Risiko einer Wärmeschädigung ausgeschlossen, und der Wein schmeckt, wie ein Wein schmecken soll. Außerdem ist er nach diesem Verfahren sogar um zwei Drittel kalorienärmer als ein herkömmlicher Wein oder Traubensaft - also kann man sich sogar im Rahmen einer Diät mal ein Gläschen zum Sonntagsmenü gönnen.


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Weinkenner schwören auf die Wahl des passenden Glases zum edlen Tropfen - und das hat seinen Grund. Erst im richtigen Glas kann der Wein das volle Aroma entfalten. Sauber und geruchsfrei sollte es ohnehin sein: Fettreste oder Spülmitteldüfte können den Geschmack des Weines beeinträchtigen. Die Wahl des idealen Glases ist allerdings kein Buch mit sieben Siegeln. Bei Beachtung einiger Regeln können auch unerfahrene Weinliebhaber nichts falsch machen.


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