Der Lorbeer ist ein immergrünes Strauchgewächs mit glänzenden aromatisch duftenden Blättern. Zuerst gab es den Lorbeerstrauch nur in Vorderasien. Er verbreitete sich aber schnell im Mittelmeerraum. Es gibt mehrere Lorbeerarten (indisch, westindisch, indonesisch, kalifornisch und mexikanisch). Diese werden in ihren Anbauländern verwendet, aber nur der echte Lorbeer findet auf der ganzen Welt Verwendung. Unter anderem gewinnt die Parfüm-Industrie aus dem Öl eine Duftkomponente für viele Parfums.
Lorbeer wird vorwiegend als Gewürzpflanze angebaut. Man kann mit den Lorbeerblättern Suppen, Eintöpfe (wie Soljanka), Fisch und Eingelegtes würzen. Presst man die Lorbeeren aus, erhält man ebenfalls ein Öl. Dieses wird in der Medizin oft zum Einreiben verwendet (Prellungen, Verstauchungen, Rheuma). Im Mittelalter half Lorbeer auch gegen die Pest. Außerdem sagte man, dass es vor Zauber und Feuer schützte.
Vorsicht!
Wer zuviel Lorbeer zu sich nimmt, kann in Trance fallen oder Bewusstseinstörungen bekommen!
Schon gewusst?
Der römische Kaiser trug einen Lorbeerkranz als Zeichen seiner Wichtigkeit. Später erhielten auch die Sieger bei den römischen Spielen einen solchen Kranz.
1950 stiftete Theodor Heuss das silberne Lorbeerblatt. Dieses ist seitdem die höchste deutsche Sportauszeichnung.
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