Interessantes über Salz

Salz - ein wichtiges Lebensmittel?
Ob zum Kochen, Backen, marinieren - Salz braucht man für fast jede Speise. Es ist ein
Ein Töpfchen mit Salz
Salz gehört zu den Grundnahrungsmitteln
Foto: © Dóri O'Connell
lebenswichtiges Grundnahrungsmittel.
Mehr darüber erfahren Sie in diesem Artikel:

Salz gibt es heute massenhaft und spottbillig im Supermarkt. Doch ein kurzer Blick in die Geschichte des Salzes zeigt uns, welch immensen Reichtum es eigentlich birgt. Deshalb ranken sich auch zahlreiche Sagen und Märchen um das Salz. So soll Neres, die griechische Göttin des Meeres, ihrem Peleos Salz als Hochzeitsgeschenk gereicht haben. Auch erzählen Legenden, dass Salz und Brot eine wirksame Waffe im Kampf gegen Drachen gewesen seien. Wenn uns heute etwas langweilig und fade vorkommt, sagen wir gerne: "Da fehlt das Salz in der Suppe."

Unsere Tränen sind salzig und unser Schweiß ist es auch. Salz ist für den menschlichen Körper überlebenswichtig. Fehlt es uns an Salz, können wir sterben. Nehmen wir aber zu viel Salz zu uns und gleichen es nicht aus, sterben wir ebenfalls. Darin lag die Tragik vieler Schiffbrüchiger: Sie sind verdurstet, weil sie Salzwasser tranken, um ihre brennende Kehle zu benetzen.

Zuviel Salz ist ungesund!
In der Zivilisationsgesellschaft der modernen Welt löst ein Übermaß an Salz im Essen vor allem gefährlichen Bluthochdruck aus - die Volkskrankheit Nummer eins. Beim Salz kommt es also ganz besonders auf das richtige Maß an. Wer völlig auf Salz als Gewürz verzichtet, schadet sich also ebenso wie jemand, der jedes Essen unnötig nachsalzt.

In der Antike und im Mittelalter war Salz so wertvoll, dass es automatisch nur sehr sparsam verwendet wurde. Salz wurde gehütet wie ein Schatz. Genauso stand Salz für Reichtum und Segen.
In Hungerszeiten konnte das Salz zudem überlebenswichtig werden, weil sich durch das Einlegen in Salz Lebensmittel haltbar machen ließen.

Welche Speisen kann man mit Salz würzen?
Heute gilt gepökelter Fisch oder fettes gepökeltes Fleisch nicht mehr als Delikatesse, Schinken jedoch kommt bei vielen Menschen täglich auf den Tisch. Und nach wie vor ist Salz das wichtigste und am häufigsten verwendete Gewürz.

Eine Suppe bekommt erst durch die Zugabe von Salz ihren erwünschten Geschmack, Gemüse bleibt ohne Salz fast immer zu neutral, um den Gaumen schmeicheln zu können. Nudeln, die ohne eine ordentliche Prise Salz gekocht werden, erscheinen einem richtig fad. Eine frische Scheibe Schwarzbrot mit guter Butter und einer Prise Salz steht in keinem Vergleich zu einem Butterbrot ohne Salz.

Trotzdem ist es ratsam, den eigenen Salzverbrauch kritisch unter die Lupe zu nehmen. Wer sich zu sehr daran gewöhnt, alles nachzusalzen, wird seine Zunge übermäßig auf das salzige Aroma konditionieren und irgendwann Schwierigkeiten haben, den ureigenen Geschmack der gewürzten Lebensmittel zu erspüren.

Vorsicht ist auch bei Fertiggerichten geboten. Sie enthalten nicht selten unnötig viel Salz und Geschmacksverstärker. Dennoch sollte jeder Mensch täglich zwischen fünf und zehn Gramm Salz zu sich nehmen. Eine Unterversorgung mit Salz kann dramatische Folgen haben: Die Konzentration ist herabgesetzt, und die Fähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses lässt nach.

Wenn wir stark geschwitzt haben - etwa nach einem Saunagang oder nach dem Sport - tut es ebenfalls Not, das Salzdepot in unserem Körper wieder aufzufrischen. Dies geschieht am besten in Kombination mit viel Flüssigkeit, zum Beispiel in Form einer Apfelsaftschorle oder eines leicht gesalzenen Tomatensafts.

Nicht jeder Mensch reagiert übrigens mit einem zu hohen Blutdruck auf ständigen Salzkonsum. Salzempfindliche Hypertoniker aber können ihre Beschwerden lindern, indem sie ihre Ernährung umstellen und ihr Essen statt mit zu viel Salz mit Kräutern würzen.


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  • Weiterführende Informationen:
    Wie sollte man Gewürze lagern?

    Wie sollte man Salz lagern? Wir haben einige Tipps!