Rezepte für Rindergulasch

Rindergulasch - herzhaft, einfach, köstlich Jung und alt lieben ihn, er ist unkompliziert und passt nahezu zu jeder Beilage: der Rindergulasch. Er ist der Urvater aller Gulaschinterpretationen weltweit und stammt ursprünglich aus Ungarn. Rindergulasch lässt sich je nach Geschmack ganz einfach mit verschiedenen weiteren Zutaten variieren. Was ein gutes Rindergulasch ausmacht, ist nicht nur qualitativ hochwertiges Fleisch, sondern vor allem viel Zeit und langsames Schmoren.

Unsere Rezepte für Rindergulasch:
  • Rindergulasch mit Rotwein
  • Paprikagulasch
  • Scharfer Rindergulasch
  • Rindergulasch mit Kartoffeln [bald]
  • Die Grundzutaten
    Rindfleisch:
    Möchten Sie ein Rindergulasch zubereiten, benötigen Sie entweder Fleisch aus der Keule (egal ob Ober- oder Unterschale), der Brust oder von der Schulter bzw. dem Bug. Diese Rinderstücke eignen
    Rindergulasch mit Klößen
    Zum Rindergulasch kann man Klöße servieren
    Foto: © Thomas Francois
    sich besonders gut für Gulasch. Wer es gern etwas fettiger und durchzogen mag, kann durchaus auch zu Hals- bzw. Nackenstücken greifen. Planen Sie pro Person ca. 200 g Fleisch ein. Sollten Sie nicht direkt beim Metzger, sondern im Discounter einkaufen, so kalkulieren Sie mit ca. 10 bis 15% Bratverlust durch Wassereinlagerungen. Sie haben die Möglichkeit Ihren Rindergulasch fertig geschnitten zu kaufen, oder meist etwas preiswerter als Stück zu erwerben und es selber auf Wunschgröße in kleine Würfel von ca. 3 cm zuzuschneiden.

    Zwiebeln:
    Die Zwiebeln sind A und O eines guten Rindergulaschs. Legen Sie Zwiebeln und Fleischstücken nebeneinander, sollten sie das gleiche Volumen haben. Die Zwiebel wird für ein Gulasch nicht in winzige Würfel zerkleinert, sondern vielmehr halbiert und in halbe Ringe geschnitten. Werden ausreichend Zwiebeln verwendet, so erübrigt sich das spätere Andicken des Gulaschs, da die Zwiebeln von allein die Soße sämig machen.

    Bratfett:
    Die Fleischstücke werden in Fett angebraten. Dafür eignen sich Butterschmalz, Schmalz oder hoch
    erhitzbare geschmacksneutrale Pflanzenöle, wie etwa Sonnenblumenöl. Butter ist zum Anbraten ungeeignet, da sie zu schnell aufgrund der hohen Temperaturen verbrennt.

    Gewürze:
    Ein Rindergulasch wird zunächst mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß oder rosenscharf gewürzt. Wer es feuriger mag, greift zu Cayennepfeffer oder einer kleinen Chilischote. Auf Wunsch können Knoblauch oder Kümmel und Majoran die eigenen Geschmacksvorlieben erfüllen und ergänzend zu den Grundgewürzen hinzugegeben werden.

    Wunschzutaten:
    Auch ein Rindergulasch lässt sich durch diverse weiter Zutaten verfeinern oder abrunden. Sehr gut passen Pilze, wie Champignons oder Steinpilze, zum Gulasch. Auch klein geschnittene frische Paprika peppt das Rindergulasch auf. Tomatenwürfel oder etwas Tomatenmark geben vor allem Farbe an die Soße.

    Wie Rindergulasch zubereiten?
    Das Fett wird in einem ausreichend großen Schmortopf erhitzt. Das gewürfelte Fleisch wird nun zum zunächst scharfen Anbraten in das heiße Fett gelegt. Geben Sie nicht zu viel Fleisch in einen kleinen Topf. Sie können es sonst nicht gut darin anbraten und der Topf kühlt zu schnell wieder aus. Haben sich braune Röst-Aromen am Boden abgesetzt und ist das Fleisch bräunlich angebraten, kommen die Zwiebeln hinzu und werden noch ein wenig mit gebraten. Danach wird das Fleisch mit Salz und Pfeffer gewürzt. Auf Wunsch können Sie nun noch die weiteren Gewürze und das Gemüse hinzufügen. Wichtig: Das Paprikapulver darf nicht lang mit angebraten werden, es wird sonst bitter. Nach dem Würzen füllen Sie den Topf auf ca. 2 - 3 cm mit Wasser auf. Bei offenem Deckel wird dieses nun eingekocht, Köche sprechen vom Einreduzieren lassen. Wiederholen Sie dies zwei bis drei Mal. Dieses Einkochen intensiviert den Geschmack der Soße. Danach geben Sie so viel Wasser darauf, bis das Fleisch weitestgehend bedeckt ist. Von nun an heißt es Geduld haben, warten, regelmäßig Wasser nachfüllen und umrühren. Nach ca. zwei bis drei Stunden ist das Fleisch weich. Sie erkennen dies daran, dass sie mit einer Gabel ohne großen Widerstand hineinstechen können. Die Soße sollte nun sämig sein und nur die Hälfte des Topfes noch füllen.

    Die passenden Beilagen zum Rindergulasch
    Während der Gulasch schmort, haben Sie reichlich Zeit, die Beilagen zuzubereiten. Zum Gulasch schmeckt sogar simples Brot ausgezeichnet. Doch in der Regel reicht man jedoch eine Sättigungsbeilage und eine Gemüsebeilage zum Gulasch. Neben Nudeln, Salzkartoffeln, Reis und Knödeln, haben sich auch Spätzle oder Nockerln als sehr passend erwiesen. Vitamine stoßen in Form von Rotkohl, Möhren und Erbsen, gelben Rüben, Blumenkohl oder Brokkoli hinzu. Sogar Rohkost, zum Beispiel Weißkrautsalat oder ein gemischter bunter Salat, passen statt einer gegarten Gemüsebeilage zum warmen Gulasch.

    Genießer in aller Welt schätzen einen saftigen Rindergulasch. Er ist von Natur aus kräftiger als Schweinegulasch im Geschmack und verwöhnt die Gaumen von Jung und Alt. Aufgewärmt am nächsten Tag kommt sein Aroma besonders gut zur Geltung.
    Text: C. D.


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    Weiterführende Informationen:
  • Wo sollte man Wurst und Fleisch lagern?
  • Ist der Sonntagsbraten noch modern?
  • Kann man zubereitete Speisen im Kühlschrank aufbewahren?
  • Rezept für Rosenkohleintopf mit Rindfleisch



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