Auch wenn Sie eigentlich ohne alle fertigproduzierten Lebensmittel auskommen möchten. An den bekanntesten Würzsaucen kommt man eigentlich nicht vorbei.
Rezepte-und-Tipps.de stellt Ihnen einige davon hier mal kurz vor:
Frische Gewürze und Kräuter, richtig aufeinander abgestimmt, geben jedem Gericht erst den letzten Schliff und machen aus einem guten Essen ein ausgezeichnetes. Doch nicht jeder hat einen Kräutergarten neben dem Elektroherd. Und manchmal fehlt einfach die Zeit, alles frisch zu pflücken und zu hacken. So hat die Idee, mit einigen Spritzern Würzsaucen Gerichte zu veredeln und ihnen Geschmack zu verleihen, in vielen normalen Haushalten Einzug gefunden. In Gestalt einiger Marken, die jeder kennt.
Maggi Würze
1886 erfand Julius Maggi die Würze, die schon fast zum Gattungsbegriff geworden ist. Von einem Japanaufenthalt her war ihm Sojasauce bekannt, die ihm als Vorbild diente. Maggi-Würze sollte einen preiswerten Ersatz des beliebten Fleischextrakts darstellen. Der Geschmack der Würze erinnert an Liebstöckel, und im Laufe der Zeit und mit wachsender Berühmtheit von Maggi erhielt Liebstöckel den Zweitnamen Maggi-Kraut. Die salzige Essenz gehört in vielen deutschen Haushalten zur Grundausstattung neben Pfeffer, Salz und Ketchup.
Tabasco
Seit 1868 gibt es die scharfe Sauce, die ihren Namen einem mexikanischen Bundesstaat verdankt. Tabasco Pepper Sauce wird ausschließlich aus Chilis, Essig und Salz nach dem Originalrezept von damals hergestellt und ist mittlerweile rund um den Globus zum Synonym für Schärfe geworden. Schon wenige Tropfen genügen. Um die genaue Dosierung zu ermöglichen, wurde die erste Tabascolieferung in Parfümflaschen abgefüllt. Tabasco ist in über 160 Ländern erhältlich und darf auch in der koscheren Küche verwendet werden.
Würzsaucen: Sojasauce
Die traditionelle Sauce entstand bereits vor 2 500 Jahren in China und fand, wie so viele Dinge und Philosophien, ihren Weg nach Japan. Dort wurde sie nach einiger Zeit nicht mehr nur aus Sojabohnen, sondern auch aus einem Teil Weizen gebraut. Im 17. Jahrhundert importierten dann Holländer die Sauce nach Europa. Zwischen den unterschiedlichen Arten von Sojasauce existieren deutliche Unterschiede.
Die traditionelle japanische Sauce entsteht durch Fermentation von Soja- und Reis- oder Weizenschrot. Ihre Produktion dauert mit Reifung rund sechs Monate. Sie ist dünnflüssig und verstärkt den Geschmack von Speisen. Helle chinesische Sojasauce kann Geschmacksvertärker und Säuerungsmittel enthalten. Sie schmeckt deutlich salziger als japanische Sauce und wird in rund einem Monat produziert. Dunkle chinesische Sojasauce ist durch den Zusaz von Zuckerkulör dickflüssig, schmeckt aber trotzdem salziger als japanische Sauce.
Worcestershiresauce
Man kennt sie als Zutat zur Bloody Mary (auch wenn sie neben Tabasco nur die zweite Geige spielt) und als unverzichtbaren Bestandteil eines Ragout Fin. Das Original wurde 1837 von den Apothekern Lea & Perrins hergestellt und sollte die Verdauung fördern. Es enthält unter anderem Essig, Melasse, Salz, Sardellen, Zucker, Tamarinden-Estrakt, Zwiebeln, Knoblauch und natürliche Aromen. Die genaue Zusammensetzung ist immer noch ein Geheimnis der Firma Lea & Perrins. Das Problem der "Wuusterscher"-Sauce liegt darin, dass sie meistens mit einer ihrer vielfältigen Nachahmerinnen verwechselt wird, die unter dem Namen Worcester auf dem Markt sind. Diese Saucen haben nicht nur einen anderen Geschmack und eine andere Zusammensetzung, sie werden meist auch noch "Worschester" statt wenigstens "Wuuster" ausgesprochen.
In den neuen Bundesländern ist die Worcestersauce der Marke Exzellent aus Dresden sehr beliebt.
Neben diesen Klassikern gibt es noch eine Menge anderer Würzsaucen. Zwar geht nichts über frische Zutaten, Kräuter und Gewürze, doch können die kleinen Küchenhelfer so manchem ansonsten faden Gericht zu dem gewissen Etwas verhelfen. Voraussetzung ist allerdings ein sparsamer Einsatz.
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Die Genuss-Bewegung Slow Food hat sich neben einer Schulung des Geschmackssinns und einer Entschleunigung des Essens vom Anbau bis zur Nahrungsaufnahme auch die Rettung aussterbender Nahrungsmittel oder ihrer Verarbeitungsmethoden auf die Fahne geschrieben - das umfasst auch den Artenschutz im Pflanzen- und Tierreich. Was in die "Arche des Geschmacks" aufgenommen wird, kann auf jeden Fall mit Publicity rechnen.
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