Foto: © Stefan Thiermayer
Gesunde Ernährung ist ja heutzutage in aller Munde. In den Naturkostregalen der Supermärkte findet man immer mehr "gesunde" Produkte. So auch Grünkern. Aber was ist das eigentlich und wofür kann man ihn verwenden? Dies und mehr erfahren Sie im folgenden Artikel:
So manch köstliches Gericht ist im Laufe der Jahrhunderte aus der puren Not heraus entstanden - so auch das Backen und Kochen mit Grünkern.
Nachdem die Dinkel-Variante lange Zeit ein Schattendasein führte, wurde der Grünkern im Zuge der Besinnung auf Vollwert-Ernährung und gesundes Getreide wieder entdeckt. Denn die gerösteten Dinkelkörner machen fast jede Zubereitungsvariante mit und lassen sich sowohl in deftige als auch in süße Speisen integrieren.
Angebaut wird Grünkern heute vor allem zwischen Heilbronn und Würzburg - denn dort bieten die kargen Muschelkalkböden ideale Voraussetzungen für den milden Dinkel.
Schon Hildegard von Bingen fand vor gut 800 Jahren nur lobende Worte für den Dinkel: "Er ist fett, kräftig und milder als alle anderen Arten. Dem, der ihn isst, bereitet er ein rechtes Fleisch und rechts Blut, und er macht die Sonne der Menschen heiter und froh."
Weniger glückselig ist der Hintergrund der Grünkern-Historie - denn bei Grünkern handelt es sich um unreifen, also grünlichen Dinkel, dessen Körner geröstet werden und erst dabei ihren besonderen Geschmack entfalten.
Nicht aus Experimentierfreude, sondern aus Not heraus hatten die Menschen bei Wetterkatastrophen und drohenden Hungerepidemien das halbreife Dinkelgetreide vorzeitig geerntet und über dem Feuer zu trocknen versucht.
Gutes Brot ließ sich damit nicht backen - doch so schnell gaben die Bauern nicht auf und versuchten, den getrockneten Dinkel in Wasser zu kochen. Das Ergebnis war überraschend: eine wohlschmeckende, nährreiche Suppe. Das intensive Aroma der Suppe war durch das Rösten der Körner entstanden.
Auch heute noch wird der unreife Dinkel geröstet und ist vor allem in der vegetarischen Küche beliebt, da er sich zu kleinen Pflanzerln formen lässt oder als Basis für eine fleischlose Bolognesesoße verwendet werden kann. Im Handel wird Grünkern auch als Grieß oder Schrot angeboten - beides eignet sich ideal zum Backen von Plätzchen, Aufstrichen und Brot.
Lesen Sie auch:
Der menschliche Körper ist ein extrem empfindlicher Organismus. Er kann schon auf minimale Schwankungen und Stressfaktoren reagieren. Doch nicht nur das allein.
Krankheiten wie ungesunde Ernährung können sich auf das äußerst empfindliche Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper auswirken. Wenn das gestört ist, kann das allerhand Folgeschäden nach sich ziehen.
mehr Infos über das Säure Basen Gleichgewicht