Es gibt ja so wahnsinnig viele Käsesorten, dass man vor dem Käseregal manchmal schon verzweifeln kann.
Hier stellen wir Ihnen einige Käsesorten mal kurz vor:
Vom zarten, milden Frischkäse über penetrante Stinker wie Handkäs oder Esrom, Sorten mit faustgroßen Höhlen wie dem Emmentaler oder einem feinen Muster kleiner Löcher wie beim Tilsiter, rot, weiß oder blau bepelzt von Schimmelhaaren wie beim Brie fermier, beim Camembert oder beim Roquefort, mit Kräutern und Asche gewürzt: die Vielfalt an Käsesorten in Europa ist schier unglaublich.
Und je nachdem, was die edlen, wenn auch unfreiwilligen Spender der Milch gefressen haben, wo und wie die Milch aufbewahrt und wie sie behandelt wurde, sind unzählige Geschmacksnuancen entstanden. Ob Kuh oder Schaf sich von Bergkräutern genährt haben oder saftiges Gras in Milch umgewandelt haben: all das hat Einfluss auf das Aroma des Käses. Auch die Gammeldauer (auch Reife genannt) spielt eine erhebliche Rolle für das Aroma. Je reifer, desto kräftiger der Geschmack.
Es gibt Frischkäse, Weichkäse, halbfeste Schnittkäse und Hartkäse, Schmierkäse, Edelschimmelkäse, Sauermilchkäse, Molkenkäse und Rahmkäse.
Im 20. Jahrhundert wurde - eine Schande für die Zunft der Käser - Plastikkäse erfunden: mit Schmelzsalzen oder sonstwie zutodebehandelt, findet man ihn gern in den Kühlregalen amerikanischer Supermärkte; in Deutschland ist er manchmal unter der Bezeichnung "Pizzakäse" in geriebener Form oder als quadratische, glänzende Scheibe zu finden. Er dient zwar der Sättigung, aber wohl kaum einem Menschen mit funktionierender Nase und Geschmacksknospen als Genussmittel.
Und wo kommen die Löcher im Käse her? Diese Frage muss ein andermal geklärt werden.