Käse ist einfach lecker. Für die einen mehr und für die anderen weniger. Man kann ihn auf Brot essen oder zum überbacken nehmen....
Aber wie ist der Käse eigentlich entstanden? Das und mehr erfahren Sie hier:
Vergammelte Milch, sagen die Verächter. Der Himmel auf der Zunge, schwärmen die Liebhaber. Riecht nach ungewaschenen Füßen, schimpfen die einen. Duftet würzig und appetitlich, sagen die, denen bei seinem Geruch das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Rede ist vom Käse.
Käse ist vom Grundsatz her geronnene Milch. Es gibt ihn erst, seit die Menschen gelernt haben, Kühe, Schafe und Ziegen zu betrügen (vielleicht auch Pferde und Kamele oder sonstige Säugetiere) und den Kälbchen, Lämmern und Zicklein etwas von der Muttermilch zu stehlen. Erst als die Menschen den Tierbabies größere Mengen Milch vom Mäulchen weg klauen konnten, ergab sich das Problem, wie sich die leicht verderbliche Flüssigkeit länger aufbewahren ließ.
Nicht nur die Menschen, auch verschiedene Bakterien machten sich begeistert über die weiße, fett-, eiweiß- und vitaminreiche Milch her: die Milch wurde sauer. Der Mensch probierte die fest gewordene Milch und stellte fest: Sauermilch schmeckt auch. Andere Bakterien kreierten den ebenfalls löffelbaren Joghurt - ebenfalls lecker, vor allem, wenn sich der Rahm als goldene Schicht obendrauf absetzt. Aber auch Sauermilch und Joghurt halten nicht ewig.
Auf eine ganz eigene Idee, was sich mit Milch alles anstellen lässt, kam der Mensch vermutlich, als er Kälbchen oder Lämmer schlachtete und bemerkte: die Milch im Kälbermagen ist fest und riecht gar nicht so schlecht. Lässt sich essen und ist bekömmlich. Das Lab aus dem Kälbermagen hatte die Milch vorverdaut, das Eiweiß gerinnen und ausflocken lassen.
Wie die Menschheit darauf kam, die geronnene Milch verschimmeln zu lassen, mit Hilfe von Salz zu steinerner Härte einzutrocknen, darüber kann man nur spekulieren. Tatsache ist: Aus simpler Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch entwickelte die Menschheit mit Hilfe von Bakterien, Schimmelkulturen und sogar Milben hunderte von Käsesorten, die Gourmets wie Gourmands in den siebten Himmel versetzen - und deren Fehlen sie in die Tiefen der Verzweiflung stürzt, wie schon Robert Louis Stevenson in seinem Roman "Die Schatzinsel" feststellt: die erste Frage an die Retter ist die Bitte um ein ordentliches Stück würzigen Käse. Da sprach der Autor wohl aus eigener Erfahrung.
Tipp:
Trockene Käsereste mag meist niemand mehr essen. Wenn man sie reibt und in heißer Milch schmilzt, kann man daraus mit ein paar Gewürzen und Instant-Bouillon eine prima Käsesauce zaubern.
Damit der Käse nicht anfängt zu schimmeln, legen Sie ein Stück Zucker mit unter die Käseglocke.
Käse bleibt am längsten frisch wenn er dunkel, luftig und kühl lagert.
Im Kühlschrank möglichst unter einer Käseglocke lagern. Umso härter der Käse ist, je länger hält er sich. Frischkäse und Weichläse halten sich in der Originalverpackung nach Anbruch nur wenige Tage.