Kartoffeln (Solanum tuberosum) ein Nachtschattengewächs
Die Ureinwohner Südamerikas haben schon vor tausenden von Jahren die ersten Speisekartoffeln gezüchtet.
Im 16. Jahrhundert kam die Kartoffel als Zierpflanze nach Europa.
Man wusste zwar, dass man die Knollen auch essen konnte, aber man tat es vorerst nicht.
Um sein Volk vor einer Hungersnot zu bewahren, ließ der Preußenkönig Friedrich der Große Mitte des 18. Jahrhunderts Kartoffeln aussäen.
Und um seinen Untertanen die Kartoffel schmackhaft zu machen, griff er zu einer List! Er ließ die neuen Kartoffelfelder streng bewachen. (Was bewacht wird, muss wertvoll und gut sein.)
Seither hat die Kartoffel einen unglaublichen Erfolg in den Deutschen Küchen.
Kohlenhydrate: 20%
Eiweiß: 2% Ballaststoffe: zwischen 0,7 und 1,7 %
Ausserdem Mineralstoffe und Spurenelemente (wie Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen) und Vitamine. Hauptsächlich Vitamin C und A, aber auch Vitamine aus der B Gruppe.
Ausserdem enthält die Kartoffel viel Wasser. Aus diesem Grund machen Kartoffeln auch nicht dick, so wie oft fälschlich angenommen wird.
Heute zählen Kartoffeln zu den Grundnahrungsmitteln. Kartoffeln sind aber auch als Tierfuttermittel sehr beliebt.
Aber auch in der Industrie werden die Kartoffeln benötigt. Zum Beispiel wird die Kartoffelstärke in der Medikamentenherstellung verwendet. Auch kann man aus Kartoffeln Alkohol herstellen.
Die Süßkartoffel ist eigentlich keine Kartoffel, heißt aber so.
Einige Kartoffelsorten:
Festkochend: Charlotte, Marfona, Nicola, Primura, Cilena, Ditta, Linda, Marfona, Nicola, Primura (Diese Sorten nimmt man für Salzkartoffeln, Kartoffelsalat und Eintöpfe.)
Vorwiegend festkochend: Satina, Felicina, Agria, Berber (Für Salzkartoffeln, Folienkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer, Pellkartoffeln und Kartoffelknödel nimmt man diese Sorten.)
Mehlig kochend: Likaria, Afra, Aula (Aus den Sorten kann man ebenfalls Salzkartoffeln aber auch Kartoffelbrei, Klöße und Kartoffelsuppe machen.)
Tipps zur Lagerung von Kartoffeln:
Kartoffeln sollten dunkel, trocken und kühl gelagert werden. (Nicht unter 0 Grad, weil sich dann die Stärke in eine Zuckerart umwandelt und die Kartoffeln dann süß schmecken.)
Wie ißt man eigentlich Kartoffeln im Restaurant?
Die Kartoffel wird entweder mit dem Messer oder der Gabel geteilt. Niemals wird sie auf dem Teller "gequetscht"! Früher wurde sie im Ganzen gegessen, weil die Messer sich schnell verfärbt haben.