In welchen Lebensmitteln findet man Mineralstoffe?

Die Mineralstoffe gehören zu einer gesunden Ernährung
Mineralstoffe sind für den menschlichen Organismus essentiell, d.h. lebensnotwendig. Sie
Verschiedene Lebensmittel
In diesen Lebensmitteln sind Mineralstoffe enthalten
Foto: © enens

unterscheiden sich von den Spurenelementen nur durch den prozentual höheren Anteil am Körpergewicht. Definitionsgemäß sind Stoffe, die im Körper mit mehr als 50 mg/kg Körpergewicht zu finden sind, Mineralstoffe. Im Folgenden sind die häufigsten Mineralstoffe, ihre Wirkung und ihr Vorkommen in der Nahrung aufgelistet.

Schwefel
Schwefel befindet sich in jeder einzelnen Zelle unseres Körpers, besonders gehäuft findet man es jedoch in der Haut, den Haaren und den Nägeln. Des Weiteren tritt es in Form von Disulfidbrücken auf, die Bestandteil von Bindungen einiger Eiweiße sind. Außerdem ist Schwefel Teil einiger Aminosäuren, Vitamine und des Biotins.

Potentielle Quellen für Schwefel sind tierische und pflanzliche Eiweiße.

Magnesium
Magnesium ist hauptsächlich Bestandteil von Enzymreaktionen in unserem Körper. Es beeinflusst das Elektropotential an Nerven- und Muskelzellen, welches entscheidend für die Erregbarkeit dieser ist. Doch es wird dem Magnesium nicht nur physiologische Wirkung zugeschrieben - so treten z.B. Muskelkrämpfe bei Mangelerscheinungen auf - sondern auch Auswirkungen auf die Psyche des Menschen. Fehlt es dem Körper an diesem Mineralstoff, so sind wir unausgeglichen, nervös, können uns schlecht konzentrieren und neigen sogar zu Depressionen.

Es ist in so gut wie allen Lebensmitteln und auch im Leitungswasser enthalten. Besonders reich
an Magnesium sind Vollkornprodukte, Sesam und die meisten Kräuter. Jedoch hemmt eine fett- und calciumreiche Ernährung die Aufnahme von Magnesium.

Chlor
Hauptsächlich ist Chlor an der Bildung der Magensäure (HCl) beteiligt, es ist aber auch Teil der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit und trägt entscheidend zum Erhalt eines stabilen Säure-Basen-Haushalts sowie des Elektrolythaushaltes bei.
An der Weiterleitung von Impulsen an den Nervenzellen hat es ebenfalls Anteil. Ausgeschieden wird es über die Niere und in Form von Schweiß über die Haut.

Chlor nehmen wir vorwiegend über die Nahrung durch Kochsalz (NaCl) auf.

Natrium
Natrium hat ähnliche Aufgaben wie Chlor im Körper. Es ist beteiligt am Elektrolyt- und Wasserhaushalt, an der Weiterleitung von Impulsen an den Nervenzellen und reguliert u.a. den osmotischen Druck der Zellen. Ein Teil kann als "Reserve" in den Knochen gespeichert und bei Bedarf wieder an das Blut abgegeben werden.

Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich in Form von Speisesalz und fertigen Speisen wie Wurst, Käse und besonders Fast - Food und Fertigprodukten.

Phosphor
Phosphor übernimmt vielfältige Aufgaben im Körper. So funktioniert es im Blut als Puffer und trägt somit zu einem stabilen Säure- und Basenhaushalt bei, gleichzeitig ist es Bestandteil der DNA-Moleküle und somit Teil der Erbinformation. Des Weiteren ist es an Vorgängen im Körper beteiligt, die für die Herstellung und Speicherung von Energie verantwortlich sind.
Es reguliert ebenso in Zusammenarbeit mit anderen Stoffen die Nierenfunktion.

Phosphor ist in so gut wie allen Lebensmitteln vorhanden. Fleisch, Fisch, Brot und Käse enthalten besonders viel Phosphor.

Calcium
Calcium ist der wichtigste Mineralstoff für die Knochen überhaupt. Es ist Bestandteil des so genannten Hydroxylapatits und verleiht den Knochen und Zähnen ihre Festigkeit.
Gleichzeitig sind die Knochen Speicher für Calcium und können dieses im Falle von Mangelerscheinungen ins Blut abgeben. Ebenfalls ist es an Prozessen wie der Blutgerinnung, der Erregung der Muskelzellen des Herzens und der Aktivierung diverser Hormone und Enzyme beteiligt.

Milch und Milchprodukte sind optimale Quellen für Calcium. Einige Hersteller reichern ihr Mineralwasser ebenfalls mit Calcium an.

Kalium
Kalium spielt eine entscheidende Rolle wenn es um die exakte Einstellung des Membranpotenzials der Muskelzelle geht. Ein Überschuss an Kalium kann zu Herzstillstand führen, Mangel an Kalium wiederum führt zu einer geringeren Kontraktionsfähigkeit der Muskeln, wodurch die Zellen für Kalium sensibilisiert werden und es zu "Extra-Herzschlägen" kommen kann. Dies passiert aber nur bei extremen und/oder dauerhaften Verschiebungen der Kaliumkonzentration im Blut, was mit der Nahrung oder Ergänzungsmitteln aus der Apotheke definitiv ausgeschlossen ist.
Außerdem reguliert Kalium u.a. den Blutdruck und ist mit verantwortlich für die Erregungsleitung an Nerven. Wie Chlor und Natrium steuert es den Wasser- und Elektrolythaushalt.

Kalium ist in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Enorm viel Kalium enthalten Vollkornprodukte, Kartoffeln, Gemüse wie Bohnen und Spinat, Nüsse, Pilze, Trockenobst, Fisch, Käse und Bananen.
Text: K.B.

Alle Angaben und Tipps sind ohne Gewähr! Bei Fragen zu Mineralstoffen und deren Wirkung wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.


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