Was ist Soulfood?
Sicher fragen Sie sich jetzt was das wieder ist. Seele und Essen - Wie soll das zusammen passen? Aber wer schon mal so richtig traurig war, wird es verstehen. Dann hilft einem ein gut gemachtes Essen sich ablenken und ein wenig zu entspannen.
Aber lesen Sie selbst:
Dass Essen nicht nur etwas mit Nahrungsaufnahme zu tun hat, um den Körper mit Brennstoff zu versorgen, ist keine Neuigkeit. Doch warum betrachten wir die Nahrungsaufnahme eigentlich nicht so nüchtern? Was verbinden wir alles mit Essen? Was ist "Soul Food"? Begeben wir uns doch mal auf Spurensuche in Töpfen und Pfannen...
Essen ist von Anbeginn eine soziale Angelegenheit - hier erlebt jeder Säugling den engen Kontakt mit der Mutter und das Wohlgefühl, wenn der nagende, peinigende, unaussprechliche Hunger gestillt wird. Essen teilen bedeutet, einander gewogen sein, das Leben teilen. Gemeinsam essen und die damit verbundene Erzählkultur verbinden - kein Wunder, dass Ethnologen überall auf der Welt Rituale rund ums gemeinsame Mahl finden.
Essen nährt nicht nur den Körper. Viele Menschen, die seelische Probleme haben, trösten sich mit Nahrung. "Hungert die Seele, dann frisst der Leib" fasst der Volksmund das Phänomen drastisch und treffend zusammen. Seelennahrung. "Soul Food" nennen Afroamerikaner das Essen, mit dem man glückliche Zeiten in Mamas Küche und am Familienesstisch assoziiert.
Soulfood entwickelte sich aus der Kochkunst der afrikanischen Sklaven in den Südstaaten der USA. Was aus der Not geboren war - eine Küche, die auf Bohnen, Mais, Reis, Erdnüssen, Okras, Bananen und Süßkartoffen basiert sowie den von den Weißen Sklavenhaltern verschmähten Fleischteilen wie Innereien - wandelte sich in den 1960er Jahren zu einem positiv besetzten Teil der schwarzafrikanischen Identität.
Mit der Globalisierung hat Soulfood auch den Weg über den großen Teich nach Europa angetreten - Reis- und Bohneneintöpfe, Chicken wings (gebratene Hühnerflügel) oder auch Spareribs (Schälrippchen).
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