Wozu sind Spurenelemente gut?

Die Spurenelemente
Spurenelemente sind essentielle Stoffe, die im Körper nur in sehr geringen Mengen benötigt
Verschiedene Gemüsesorten
Spurenelemente sind in Gemüse enthalten - © qaisar saeed

werden - definitionsgemäß unter 100 mg am Tag.
Bei manchen Elementen (Vanadium, Nickel, Aluminium, Silicium, Zinn und Arsen) ist man sich nicht sicher, ob sie für den Menschen wirklich so lebensnotwendig sind.

Die folgenden Bioelemente sind allerdings ganz sicher für den Menschen unersetzlich:

Eisen
Eisen spielt im menschlichen Körper eine wichtige Rolle.
Zum einen ist es Bestandteil der roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport verantwortlich sind, zum anderen wird es für den Aufbau von Myoglobin benötigt, einem Farbstoff der Muskeln, der für die Speicherung von Sauerstoff im Muskel verantwortlich ist. Unser Organismus enthält ca. 4 bis 5 g Eisen.
Dieses liegt in der Nahrung vor allem in seiner dreiwertigen Form vor, in der es jedoch schlecht vom Körper verarbeitet werden kann.
Vitamin C hilft dem Körper das Eisen in eine günstigere Form umzuwandeln.

Eisenquellen sind rotes Fleisch, Leber, Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.

Zink
Zink ist Bestandteil vieler Enzyme.
Es ist wichtig für die Speicherung von Insulin in den Zellen der Bauchspeicheldrüse, sowie für
einige Hormone an der DNA.
Außerdem hat es Einfluss auf das Wachstum, die männliche Fruchtbarkeit und stärkt das Immunsystem.

Zinkquellen sind Innereien, Muskelfleisch, Milchprodukte und Meerestiere.

Kupfer
Als Spurenelement ist Kupfer im menschlichen Körper nur mit 100 bis 150 mg vertreten, dabei ist es hauptsächlich an Proteine gebunden.
Es trägt entscheidend zum Eisentransport im Blut, dem Aufbau der roten Blutkörperchen sowie von Bindegewebe und Knochen bei.
Kupfer ist auch an der Pigmentierung von Haut und Haaren beteiligt.

Kupferquellen sind Leber, Fische, Schalentiere, Nüsse, Kakao und einige grüne Gemüsesorten.

Mangan
Mangan ist Bestandteil vieler Enzyme, die u.a. am Stoffwechsel von Eiweiß und Fett beteiligt sind.
Es ist an der Bildung von Hormonen der Schilddrüse beteiligt und wirkt bei der Verarbeitung von Cholesterin, der Insulinproduktion und dem Knochenwachstum mit.

Manganquellen sind Tee, Vollkornmehl, Getreide, Hülsenfrüchte, Keimlinge, Wal- und Haselnüsse.

Molybdän
Molybdän ist Bestandteil einiger Enzyme, die an der Herstellung der DNA (Erbsubstanz) beteiligt sind. Enzyme, die dem Körper helfen aus Fett Energie zu gewinnen, enthalten ebenfalls Molybdän. Im Stoffwechsel wird es zur Harnsäureproduktion benötigt.

Molybdänquellen sind Innereien, Milchprodukte und Getreide.

Selen
Selen wirkt als Oxidationsschutz vor freien Radikalen in den Zellen, ebenfalls ist es Bestandteil einiger Enzyme, die für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt werden.

Selenquellen sind Fleisch, Fisch, Linsen und Spargel.

Chrom
Chrom ist leider noch sehr unerforscht.
Sicher ist jedoch, dass es vom Körper benötigt wird, um den Blutzucker- und Cholesterinspiegel zu regeln.

Chromquellen sind Fleisch, Bierhefe, Käse und Vollkornprodukte.

Kobalt
Kobalt ist ein zentrales Atom im für den Körper so wichtigen Vitamin B12 - die Zufuhr ist also mit der Vitaminzufuhr gekoppelt.
Es kann in dieser Form einige Enzyme aktivieren und wird hauptsächlich in der Leber gespeichert.
Leber, Muskelfleisch, Fisch, Eier, Käse und Milch enthalten Vitamin B12.
Pflanzliche Nahrungsmittel sind extrem arm an diesem Vitamin, gerade Vegetarier sollen Ersatzpräparate zu sich nehmen.

Jod
Jod ist elementarer Bestandteil der Hormone der Schilddrüse, die u.a. für Wachstum und Organentwicklung verantwortlich sind.
Außerdem fördern sie die Wärmeproduktion und halten dadurch die Körperkerntemperatur konstant.
Durch Mangelerscheinungen entstehen so genannte "Kröpfe".
In Deutschland wird in manchen Gebieten das Trinkwasser mit Jod angereichert, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.
Grundnahrungsmittel wie Fleisch, Milch, Kartoffeln und Getreide tragen nur wenig zur Jodversorgung bei - deshalb sollte man sich beim Einkauf eher für das mit Jod angereicherte Speisesalz entscheiden.

Natürliche Jodquellen sind vor allem Meerestiere - alles von Fisch bis Garnelen und Algen.

Fluor
Fluor kommt im Körper in Form von Fluorapatit in Knochen und Zahnschmelz vor, wodurch beidem eine entsprechende Härte verliehen wird.
In der Medizin wird es besonders zur Vorbeugung von Karies und Osteoporose eingesetzt, so sind z.B. Zahnpasta und Leitungswasser mit Fluor angereichert.

Fluorquellen sind schwarzer Tee, Seefisch, Eier, Fleisch und Getreide.
Text über Spurenelemente: K.B.

Alle Angaben und Tipps sind ohne Gewähr! Bei Fragen zu Spurenelementen und deren Wirkung wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.


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