Apfel Rezepte - Infos über Bioäpfel

Bioäpfel haben viel Biss und innere Werte
Infos über Bioäpfel - Apfelrezepte
Die Deutschen lieben keine Obstart so sehr wie den Apfel. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Frischäpfeln liegt laut baden-württembergischem Landwirtschaftsministerium bei etwas über 17 Kilogramm. Das heißt: durchschnittlich genießt jeder Verbraucher fast 150 Stück pro Jahr.

Ginge es nach den Ernährungswissenschaftlern, könnten es durchaus noch mehr sein, mindestens ein Apfel pro Tag. Denn Äpfel enthalten reichlich Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Neuere Erkenntnisse zeigen die gesundheitsfördernde Wirkung der ebenfalls enthaltenden sekundären Pflanzenstoffe.

Besonders gesund, lecker und lagerfähig sind Äpfel aus ökologischem Anbau. Dies brachte eine Untersuchung des schweizerischen Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FIbL) zu Tage. Hierbei wurden Äpfel der Sorte Golden Delicious aus ökologischem Anbau mit Obst aus integriertem Anbau verglichen.

Jeder dritte Ökoapfel weist - so die Studie des Forschungsinstitutes für biologischen Landbau - höhere Gehalte an Phosphor, phenolischen Substanzen und Ballaststoffen auf. Sie schmecken daher nicht nur besser, sondern sind häufig auch nach der Lagerung noch knackiger.

Ein weiterer Grund sich für Bioäpfel zu entscheiden, ist die umweltschonende Anbaumethode. Mineralische Dünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind nach den Richtlinien von Bioland nicht zugelassen. Stattdessen setzen Bioland-Obstbauern auf organische Dünger wie Kompost, Stallmist und Hornspäne. Um Pilzbefall zu vermeiden, pflanzen Öko-Obstbauern vor allem widerstandsfähige Apfelsorten an, zum Beispiel Topaz, Goldrush oder Rubinola.

Auf Vielfalt setzt beispielsweise das Obstgut Gaisbühl in Reutlingen. "Wir haben auf 5 Hektar zwanzig verschiedene Apfelsorten stehen. Während wir dieses Jahr etwa halb soviel Äpfel geerntet haben wie üblich, haben andere Obstbauern in der Region fast nichts", erklärt Imgard Sutter. Denn 2005 war kein gutes Apfeljahr. Spätfroste, lange Regenperioden und Schädlinge wie der Frostspanner haben den Obstbäumen schwer zugesetzt. Besonders schlimm hat es die Streuobstwiesen getroffen. Allerdings ist es normal, dass die Apfelbäume ein Jahr besser und ein anderes schlechter tragen. Alternierende Erntemenge nennt das der Fachmann.

Das Obst der Streuobstwiesen wird vor allem zu Apfelsaft verarbeitet. Der enthält im Gegensatz zum klaren Fruchtgetränk noch das Fruchtfleisch und damit auch so wertvolle Inhaltsstoffe wie Pektin, das im Darm schädliche Zersetzungsprodukte von Mikroorganismen binden und entsorgen kann. Überhaupt hat es der Bioland-Apfelsaft in sich. Die natürlich vorkommenden Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine sind für den Körper besser verwertbar als künstlich zugesetzte Inhaltsstoffe in Sportdrinks.

Der beste Durstllöscher ist die Apfelschorle. Wer 1 Teil Saft mit 2 Teilen Mineralwasser mischt, bekommt ein erfrischendes Fitnessgetränk. Außerdem unterstützen die Käufer heimischen Apfelsaftes die Streuobstwiesen in ihrer Umgebung. Nur wenn sich das Obst vermarkten lässt, lohnt es sich für die Bauern und Privatleute, ihre Wiesen zu pflegen und das Obst zu ernten. Heimisches Mostobst muss derzeit jedoch mit billigen Konzentraten aus Polen, China oder anderen Exportländern konkurrieren.

Bioäpfel sind in Naturkostläden, auf Wochenmärkten und in vielen Supermärkten erhältlich. Wer sein Obst direkt beim Landwirt beziehen möchte, findet unter www.bioland.de Direktvermarkter seiner Region.

Gastautor: © J. Schneider-Rapp


Tipps für Äpfel:

Ein ganz schnelles Dessert kann man aus Äpfeln zubereiten.
Apfelscheiben in Zucker wenden und dann kurz in Butter anbraten. Schmeckt köstlich.

Apfelkompott wird noch leckerer, wenn man das Kompott statt mit Speisestärke mit ein wenig in kaltem Wasser angerührten Vanillepuddingpulver bindet. Wird besonders cremig.


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