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Dörrobst selber machen
leckeres Dörrobst
Foto: © Birgit Reitz-Hofmann
Vielleicht haben Sie ja schon mal im Supermarkt das Regal mit den Nüssen und getrockneten Früchten gesehen und sich gefragt was man mit diesem Dörrobst machen kann.
Das beantworten wir Ihnen in diesem Artikel. Außerdem erfahren Sie hier auch wie man Dörrobst selber machen kann:

Viele Menschen kennen Dörrobst hauptsächlich aus ihrem Früchtemüsli, aus Früchtebrot oder einem Müsliriegel.
Aber das Obst, das durch richtiges Trocknen haltbar gemacht wird, eignet sich nicht nur als Zutat, sondern kann auch pur als leckere und gesunde Knabberei zwischendurch dienen.

Nicht nur Wüstennomaden, die in Karawanen durch die Wüste zogen, vertrauten jahrhundertelang auf getrocknete Datteln, Trauben und Feigen, um ihren Vitaminvorrat zu decken. Auch hierzulande machte man Obst aller Art bis ins 20. Jahrhundert in großem Maßstab durch Trocknen oder Dörren haltbar.
Durch das schonende Trocknen bei unter 50° Celsius wird den Früchten das Wasser entzogen, die meisten wichtigen Vitamine und Mineralstoffe bleiben jedoch erhalten. Beträgt der Wassergehalt in den Lebensmitteln weniger als 20 Prozent, haben Bakterien und Schimmel kaum eine Chance.

In den letzten Jahren ist mit der bewussten Ernährung auch Dörrobst wieder in Mode gekommen. Apfelringe und Bananenchips kann man in vielen Supermärkten kaufen, ohne gleich ins Reformhaus oder in den Naturkostladen gehen zu müssen. Allerdings sind industriell hergestellte Trockenfrüchte oft zusätzlich geschwefelt oder mit anderen Konservierungsmitteln behandelt. Auch werden sie oft bei mehr als 50° Celsius getrocknet, was einen großen Teil der Vitamine zerstört. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, trocknen Sie Ihre Früchte einfach selbst.

Äpfel und Birnen, Pflaumen und Pfirsiche sowie Weintrauben gehören zu den einheimischen Arten, die sich besonders gut eignen. Prinzipiell eignet sich aber auch exotischere Früchte wie Datteln, Feigen, Bananen, Mangos, Papayas und Ananas. Auch Erdbeeren lassen sich gut trocknen.
Wichtig ist, dass die Früchte schnell trocknen, bevor sie eine Chance haben, zu verderben. Um das zu erreichen, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Verfahren. Wichtig ist nur, dass sich das Trockengut nicht berührt und dass sich die heiße Luft nicht staut, sondern gut daran vorbeistreichen und so die Feuchtigkeit abtransportieren kann.

1. Sonne und Luft
Im Sommer können Sie zum Beispiel Apfelringe auf einer Schnur trocknen. Die Apfelringe sollten sich nicht berühren, am besten hängen Sie die Schnur an einem möglichst heißen Platz mit guter Luftzirkulation auf.
Im Winter legen Sie das Dörrgut einfach auf die Heizung, als Unterlage reicht etwas Backpapier.

2. Backofen
Eigentlich ideal, nur ist die Temperatur häufig selbst auf der niedrigsten Stufe höher als 50° Celsius. Die Tür sollte leicht gekippt sein, damit die Feuchtigkeit gut abziehen kann. Das Trocknen kann einige Stunden oder auch schon mal eine ganze Nacht in Anspruch nehmen.

3. Mikrowell
Die Mikrowelle eignet sich besonders zum Trocknen von Kräutern wie Lavendel, Oregano, Majoran, Salbei oder Minze. Höchstens eine Minute auf volle Leistung, dann noch ein paar Minuten mit weniger Energie. Die Kräuter sind getrocknet, wenn sie beim Zusammendrücken rascheln oder knistern.

4. Dörrgerät
Professionelle Dörrgeräte bestehen meist aus einer Heizung-Lüfter-Kombination mit einem oder mehreren Ablagegittern für das Dörrgut. Sie dörren schnell und unkompliziert, doch die Anschaffung lohnt sich nur, wenn Sie vorhaben, regelmäßig Lebensmittel zu dörren.

Ein paar kleine Tricks
Wenn Sie die Ringe vor dem Trocknen durch Zitronenwasser ziehen, bleiben Sie schön hell und verfärben sich nicht braun.
Obst ist fertig, sobald es keine feuchten Stellen mehr enthält und auf Druck gleichmäßig elastisch nachgibt. Am besten, Sie schneiden oder hobeln alle Stücke etwa gleich dick, damit die Trockenzeit der einzelnen Teile nicht zu unterschiedlich ausfällt.

Jetzt kann man eigentlich nur noch gutes Gelingen und guten Appetit wünschen.


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