Eine Kiwi hat sicher jeder schon mal gegessen. Aber woher kommt sie, was steckt in ihr und was kann man mit ihr noch machen? Dies und mehr erfahren Sie im folgenden Artikel:
Vom fernen Neuseeland, dem anderen Ende der Welt, kommen die ovalen, pelzigen Kiwis zu uns - und gehören trotzdem zu den qualitativ besten Tropenfrüchten, die im Handel angeboten werden.
Zu verdanken haben wir das einer besonderen Fähigkeit der Kiwi: Wie die Banane kann sie hartreif geerntet werden und reift bei entsprechend kühler Lagerung gemächlich nach. So haben die Früchte die richtige Reife, wenn sie in Deutschland auf den Obstauslagen präsentiert werden. Allerdings ist eine gewisse Vorsicht nicht verkehrt: Manchmal landet auch billige Lagerware im Supermarkt, die Monate lang unterwegs war und noch nicht genießbar ist.
Eine gute Kiwi gibt bei sanftem Fingerdruck auf die Schale leicht nach. Fühlt sie sich ungewöhnlich hart an und ist der weiße Stiel nicht biegsam, liegt der Verdacht nahe, dass das Fruchtfleisch ein glasiges Aussehen und kaum Geschmack hat - die typischen Kennzeichen einer unreifen Kiwi.
So unscheinbar die Kiwi sich auch von außen gibt, so sehr überrascht sie mit ihrem exotisch-farbenfrohen Innenleben: Ihr grasgrünes, schimmerndes Fruchtfleisch ist durchsetzt von winzigen, rabenschwarzen Kernen, die sich um einen weißen Mittelpunkt scharen. Die Kerne können wie bei einer Maracuja bedenkenlos mitgegessen werden und machen sich auf Zunge und Gaumen kaum bis gar nicht bemerkbar.
Recht neu im Sortiment ist die gelbe Kiwi - eine Neuzüchtung mit intensiverer, honigartiger Süße und einem gelben Fruchtfleisch, welche die langen Transportzeiten ebenfalls tadellos übersteht. Es ist also gut möglich, dass diese gelbe Kiwi ihren grünen Kollegen bald den Rang abläuft.
Denn die grüne Kiwi ist nicht Jedermanns Sache. Manche Menschen lassen sich von den Kernen in ihrem Genuss irritieren, andere empfinden sie als zu säuerlich - und schließlich gibt es auch noch die Kiwi-Allergiker, die nach nur einem Bissen mit Bläschen und brennenden Rötungen auf der Mundschleimhaut reagieren.
Wer allerdings an der Kiwi Gefallen gefunden hat, ist gut damit beraten, sich täglich eine der neuseeländischen Früchtchen zu Gemüte zu führen. Eine große Kiwi deckt den Tagesbedarf von Vitamin C und enthält wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Ihr hoher Wassergehalt sorgt zudem dafür, dass sie besonders an heißen Tagen eine erfrischende und belebende Wirkung hat.
Kiwis lassen sich problemlos verzehren: Einfach halbieren und das Fruchtfleisch auslöffeln. Das macht die Kiwi auch zu einem idealen Picknick- und Reisebegleiter. Ebenso gut erfüllt sie ihre Rolle als exotische Finesse in bunten Obstsalaten - ein Sahnedressing ist jedoch tabu, wenn die Kiwi mitmischt. Kiwis beinhalten ein eiweißspaltendes Enzym, das Milchprodukte bei Kontakt mit dem Fruchtfleisch bitter werden lässt.
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