Stachelbeeren - leckere Sommerfrüchte

Stachelbeere - schön herb
Infos über Stachelbeeren
Foto: © Maria Brzostowska

Stachelbeeren sind ein Sommerobst - von den einen geliebt von anderen gehaßt. Wo die Stachelbeere herkommt erfahren Sie bei Rezepte-und-Tipps.de:

Die größten Fans der Stachelbeere sind die Engländer. Dort stand sie bereits im 13. Jahrhundert auf einer Einkaufsliste für den königlichen Garten. Bei uns blühte sie erst im 19. Jahrhundert mit vielen Sorten auf. Aber verglichen mit Himbeeren, Johannisbeeren und Blaubeeren führt die gelb-grüne Beere ein Schattendasein in unseren Gärten und Küchen.

Die Stachelbeere hat deutlich größere Beeren als ihre Schwester Johannisbeere. Die kugeligen oder ovalen Früchte werden etwa haselnuss- bis kirschgroß. Ihre Schale ist oft durchscheinend und grünlich-weiß, goldgelb oder rötlich gefärbt. Ihr weiches saftiges Fruchtfleisch enthält viele kleine, essbare Kerne. Die Stacheln befinden sich zum Glück nicht an der Beere, sondern an den dornigen Zweigen.

Entgegen ihrem saueren Ruf haben reife Stachelbeeren viel Zucker. Daher liefern sie uns auf die Schnelle Energie. Außerdem enthalten die Beeren viel Vitamin C und wichtige Spurenelemente wie das immunstärkende Zink und Silizium, das für stabile Gefäße sorgt. Ihrer hoher Kaliumgehalt ist für die leicht entwässernde und harntreibende Wirkung verantwortlich, die vielen Ballaststoffe reinigen den Darm. Alles in allem räumt die Beere also den Körper kräftig auf.

Ihr angenehm säuerlicher Geschmack beruht vor allem auf dem Gehalt an Äpfel- und Zitronensäure, die appetitanregend und verdauungsfördernd wirken.

Die Stachelbeere ist die einzige heimische Beerenart, die wir auch grün und unreif ernten. Grün gepflückt halten die Beeren länger. Die frühen Früchtchen eignen sich gut zum Kochen. Gedünstete Stachelbeeren passen hervorragend zu Quark oder Joghurt. Als Kompott lassen sich Stachelbeeren mit frischem Ingwer oder einer Prise Zimt verfeinern. Beim Marmeladekochen ist ihr hohen Gehalt an Pektin von Vorteil. Damit gelingt das Gelieren leicht. Als Beigabe können sie auch pektinarme Früchte wie zum Beispiel Erdbeeren in feste Form bringen.

Ein perfekter Marmeladen-Partner für Stachelbeeren sind die mild-lieblichen Aprikosen. Dazu je 500 Gramm zerkleinerte Aprikosen (kurz gedünstet) mit 500 Gramm pürierten Stachelbeeren und 500 Gramm Gelierzucker mischen und zwei bis vier Minuten lang kochen lassen.

Wer Stachelbeeren frisch verzehren möchte, sollte reife Beeren bevorzugen. Stachelbeeren sind Sommerkinder. Haupterntezeit sind Juli und August. Im Kühlschrank halten sie sich problemlos eine Woche. Ansonsten kann man sie einfrieren. Dazu Kelchblätter und Stiel mit einer kleinen Schere abschneiden. Dann am besten offen auf einem Teller "vorgefrieren" und schließlich die gefrorenen Beeren eintüten. So pappen die Früchte nicht zusammen. Alternativ dazu kann man die Beeren pürieren, durch ein Sieb drücken und anschließend das Mus einfrieren.

Wer gern Johannisbeeren mag, kann auch die schwarze Jostabeere testen. Das ist eine Kreuzung zwischen Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere.


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