Backtipps für Hefeteig

So gelingt der Hefekuchen Einen guten Hefeteig zu bereiten ist nicht so einfach. Kennen auch Sie dieses Gefühl, Sie haben
Hefeteig beim Gehen
Wie gelingt der Hefeteig? - Foto: © Doris Heinrichs
die letzten, süßen Pflaumen des Jahres geerntet und wollen einen letzten, leckeren Kuchen backen, aber der Hefeteig gelingt nicht. Wieder einmal hat er Sie ausgetrickst. Wahrscheinlich war der Ort an dem er zum Aufgehen stand, nicht warm genug, oder vielleicht hat es auch irgendwoher ein wenig gezogen, wie die Thüringer Backfrauen sagen. Jedenfalls der Kuchen ist hin, die Backfrau ist traurig und die Gäste verspeisen den Kuchen ohne Teig, wenigstens sind die Früchte lecker.

Holen wir also den Rat einer Thüringer Backfrau ein. In Thüringen ist Backen eine Leidenschaft. Jede Hausfrau erfindet ihre eigenen Rezepte und hütet die der Großmutter und Urgroßmutter.
Mit diesem Rezept gelingt der Hefeteig immer, und Sie brauchen auf keine Fertigmischung mehr zurückzugreifen und anders als sonst, wird er diesmal kalt zubereitet.


Kalter Hefeteig

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 250 g weiche Butter oder Margarine
  • 25 g Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe
  • 4 EL lauwarme Milch
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 4 EL Zucker


  • Zubereitung:
    Zuerst die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben und die aufgelöste Hefe sowie alle anderen Zutaten außer dem Zucker hinzufügen. Dann alles mit dem
    Handrührgerät mit Knetstäben zu einem Teig verarbeiten.

    Danach den Teig zu einem Kloß formen und in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben. Die Schüssel muss so groß sein, dass der Teigkloß vollständig mit Wasser bedeckt ist und nach 20 bis 30 Minuten darin schwimmen kann.

    Wenn der Teigkloß oben schwimmt, aus dem Wasser nehmen, leicht mit einem Papierhandtuch abtupfen und den Zucker von Hand in den Teig einkneten.

    Jetzt kann der Teig ausgerollt und z.B. mit Pflaumen belegt werden.

    Im vorgeheiztem Gas- oder Elektroherd verwandelt sich der ehemalige bleiche Hefekloß dann bei 180-200°C in etwa 30-40 Minuten in einen köstlichen Hefeblechkuchen. Wenn es sich um einen Apfel- oder Pflaumenkuchen handelt, schmeckt es besonders lecker, wenn Sie den ofenwarmen Kuchen sofort mit ausgelassener Butter bepinseln. Kurz vor dem Servieren mit einem Hauch von Zimt und Puderzucker überziehen.

    Sie haben noch immer zu viele frische Pflaumen übrig und wollen keinen Kuchen backen? Da weiß die Thüringer Backfrau ebenfalls Rat. Vielleicht möchten Sie Ihren Gästen ja hin und wieder einen guten Schnaps nach einem gelungenen gemeinsamen Essen anbieten. Dann probieren Sie doch auch einmal folgendes Rezept:

    Betrunkene Pflaumen

    1 l-Einweckgläser mit entsteinten Pflaumen füllen und (das verbessert den Geschmack) ein paar Pflaumensteine mit hinzugeben. Auf jedes Glas einen Löffel Honig geben und mit Weinbrand oder Rum auffüllen. Dann die Einweckgläser mit Schraubdeckeln verschließen.
    Nach ca. 2 Wochen haben Sie einen wunderbaren Schnaps und köstlich aromatische Schnapspflaumen mit denen Sie viele Nachspeisen verfeinern können.

    Viel Spaß beim Ausprobieren und Guten Appetit!
    Gastautor: © D. Sachs

    Weitere Tipps für Hefeteig:


    Damit der Hefekuchen aromatisch wird, geben Sie etwas Rum in den Teig.

    Hefekuchen liegt ja meist etwas schwer im Magen. Um ihn bekömmlicher zu machen können Sie einen Teil des Fettes durch Quark erstzen.

    Damit der Teig schön locker wird, können Sie zwei geriebene Kartoffeln dazugeben.

    Kneten Sie den Hefeteig am besten mit den Händen. So wird er schön geschmeidig. Ist der Teig zu weich und klebrig geben Sie noch etwas Mehl dazu, ist er dagegen zu fest geben Sie etwas Milch zum Teig.

    Beim Hefeteig ist das Wichtigste das Gehen. Stellen Sie den Teig also zugedeckt an einen warmen Ort und schützen ihn vor Zugluft.

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  • Weiterführende Informationen:
  • Welches Mehl für welches Gebäck?




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