Brustkrebs: Wie die Ernährung die Entstehung von Metastasen beeinflussen kann

Verschiedene Lebensmittel Foto: © monticellllo

Viele Menschen hoffen, durch eine gesunde Ernährung lange fit zu bleiben. Doch selbst die gesündeste Ernährung kann nicht allen Krankheiten vorbeugen. Den Verlauf von Krankheiten könnte die Wahl der täglichen Nahrungsmittel allerdings beeinflussen. Das fanden US-amerikanische Forscher am Beispiel einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs heraus.

Die Wirkung von Asparagin auf Brustkrebs

Ein Verzicht auf die Aminosäure Asparagin könnte so das Risiko von Metastasen wesentlich verringern. Ein Forscherteam um Gregory J. Hannon und Simon Knott untersuchte eine Brustkrebsart, die sich besonders schnell ausbreitet. Mäuse mit Brustkrebs bekamen dabei eine Diät mit einem drastisch reduzierten Anteil Asparagin. Wie die Forscher der Fachzeitschrift Nature mitteilten, konnten sie einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Aminosäure und der Ausbreitung der Krebszellen feststellen. Eine Asparagin-arme Ernährung schränkte die Entstehung von Metastasen ein.

Asparagin-arme Ernährung als Ergänzung zur Krebstherapie

In weiteren Studien möchten die Forscher nun herausfinden, ob eine Asparagin-arme Diät beim Menschen ähnlich positive Ergebnisse erzielt. Voraussetzung dafür ist, dass die Asparagin-arme Ernährung tatsächlich zu einem Absinken der Asparagin-Mengen im Körper führt. Die Hoffnung: Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, könnten Krebspatienten mit einer Ernährungsumstellung die Wirksamkeit ihrer Therapie verbessern.

Die Aminosäure Asparagin kommt zum Beispiel in Milchprodukten, Rindfleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten sowie Eiern vor. Auch Kartoffeln, Nüsse und Samen, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte enthalten reichlich Asparagin. Viele Gemüsesorten und Obst weisen dagegen nur einen geringen Gehalt der Aminosäure auf.

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