Essen nach dem Sport: Protein oder Kohlehydrate?

Die richtige Ernährung für Sportler

Frau mit Obst nach dem Sport Foto: © Rasulov

Abnehmen und gesünder leben – das haben sich wieder zahlreiche Menschen zum Jahreswechsel vorgenommen. Und so mancher setzt dieses Vorhaben auch in die Tat um, zum Beispiel mit mehr Sport. Wer Trainingserfolge erzielen möchte, sollte aber nicht nur Kalorien verbrennen, sondern auch darauf achten, welche Kalorien er nach dem Sport wieder aufnimmt. Die richtige Ernährung nach dem Sport fördert die Regeneration und hilft beim Muskelaufbau. Mehr zum Thema Sporternährung

Kraftsport: Der Körper braucht Protein

Wer vor allem Kraftsport betreibt, sollte nach dem Sport zu proteinreichen Lebensmitteln greifen. Während des Trainings baut der Körper das Protein in den Muskeln ab. Proteinreiche Nahrungsmittel führen dem Körper wieder die Aminosäuren zu, die er zum Aufbau neuen Muskelgewebes braucht. Außerdem verhindern sie, dass Muskelgewebe als Energielieferant abgebaut wird. Pro Kilogramm Körpergewicht sollten Sportler nach dem Training 0,14 bis 0,23 Gramm Protein aufnehmen. Lesen Sie auch: Die richtige Ernährung für Kraftsportler

Ausdauersportler: Kohlehydrate auf den Tisch

Wie sieht es mit Kohlehydraten aus? Wer abnehmen möchte, setzt heute häufig auf eine kohlehydratarme Diät. Doch beim Training baut der Körper Glykogen ab, das in den Muskelzellen für die Muskelkontraktion und Energiebereitstellung verantwortlich ist. Kohlehydrate sind wichtig, um diese Glykogenspeicher wieder aufzufüllen. Vor allem Ausdauersportler benötigen nach dem Sport daher kohlehydrathaltige Lebensmittel. 0,5 bis 0,7 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht sollten es nach dem Training sein – am besten innerhalb einer halben Stunde nach der Sporteinheit. Lesen Sie auch: Die richtige Ernährung für das Ausdauertraining

Fett in Maßen

Viele Sportler verzichten auf fettreiche Lebensmittel nach dem Training. Allzu viel Fett sollte man auch nicht aufnehmen, ein kompletter Verzicht ist aber nicht nötig und auf lange Sicht eher schädlich. Insgesamt sollten etwa 30 Prozent der täglichen Nahrung aus Fett bestehen. Einige Sportler befürchten, dass Fett die Glykogensynthese negativ beeinträchtigt. Studien konnten diese Befürchtung aber nicht bestätigen.

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