Microgreens: Die Keimlinge erleben ihr Comeback als Superfood

Neuer Ernährungstrend

zeitung mit Überschrift Essen und Trinken

Superfoods, rückt zur Seite, hier kommt ein neuer Ernährungstrend: Microgreens haben vor allem in der Urban Gardening-Szene in den USA an Beliebtheit gewonnen. Jetzt schwappt der Trend auch nach Deutschland. Dabei handelt es sich bei den sogenannten Microgreens – das sehr kleine Grünzeug – gar nicht um eine Neuheit, sondern um altbekannte Keimlinge.

Kleine Pflänzchen mit viel Geschmack

Dass vor allem urbane Gärtner die Gemüse- und Kräuter-Keimlinge schätzen, ist kein Wunder: Microgreens lassen sich ganz einfach selbst ziehen und wachsen so gut wie überall. Sie sind relativ anspruchslos, nehmen nicht viel Platz weg und verschönern Fensterbänke, Balkone und Terrassen. Der Name Microgreens bezieht sich dabei lediglich auf den Erntezeitpunkt. Die Ernte erfolgt nämlich, wenn die Pflänzchen noch sehr klein sind.

Beliebt sind die Keimlinge aber auch, weil in ihnen jede Menge Power steckt. Microgreens liefern wichtige Nährstoffe, welche die Pflanze zum Wachsen braucht und die auch für den Menschen gesund sind. Dazu gehören Vitamine wie Vitamin A, B6 und C, Mineralstoffe wie Eisen und pflanzliche Proteine.

Microgreens bringen Abwechslung in die Küche

Um Microgreens anzubauen, benötigt man nur eine Anzuchtschale und Anzuchterde. Darin darf das Saatgut zwei bis drei Wochen wachsen, dann werden die zarten Blätter abgeerntet. Für die Anzucht eignet sich eine ganze Reihe von Gemüsesorten und Kräutern. Zu den Klassikern gehört natürlich die Kresse. Wer Gemüsekeimlinge ziehen möchte, kann das zum Beispiel mit Brokkoli, Blumenkohl, Rotkohl, Radieschen oder Rote Bete versuchen. Rote Bete braucht etwas mehr Geduld als die anderen Sorten. Außerdem eignen sich verschiedene Salatsorten und Kräuter wie Minze, Dill, Koriander oder Kerbel. Große und harte Kerne sollte man vor der Aussaat über Nacht in Wasser einweichen.

Keimlinge haben ein sehr intensives Aroma. Einmal geerntet, halten sie sich nicht lange und werden daher direkt verspeist. Sie liefern die Würze zu vegetarischen und fleischhaltigen Gerichten, schmecken auf dem Käsebrot, gemischt mit Quark oder im Salat. Dabei sehen sie sogar noch dekorativ aus.

Foto: © Zerbor