TOFI: Wenn sich Fett um die inneren Organe ablagert

Verschiedene Lebensmittel

Wenn über gesunde Ernährung diskutiert wird, geht es oft um das Thema Übergewicht. Wer zu viel Gewicht auf die Waage bringt, weist in der Regel auch einen erhöhten Körperfettanteil auf. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkschäden, Bluthochdruck und Diabetes können die Folge sein. Ein schlanker Körper gilt daher nicht nur als Schönheitsideal, sondern auch als gesund. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass die Gleichung schlank = gesund nicht immer aufgeht.

Auch schlanke Menschen mit erhöhtem Krankheitsrisiko

Eine Studie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung aus Tübingen fand zum Beispiel heraus, dass rund 18 Prozent der schlanken Probanden einen geschädigten Stoffwechsel aufweisen. Ihr Körper speichert kaum Fett an den Beinen. Stattdessen lagert es sich am Bauch und um die inneren Organe herum ab. Das erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall und auch für Diabetes Typ 2. Das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen ist sogar höher als bei übergewichtigen Menschen mit gesundem Stoffwechsel.

Außen schlank, innen dick

Mediziner nennen Menschen, bei denen sich das Fett um die inneren Organe herum ablagert TOFI – thin outside, fat inside. Nach außen sehen die betroffenen Personen also schlank aus, haben auch Normalgewicht, im Körper allerdings befindet sich eine ungesunde Fettschicht. Wer wissen möchte, ob er selbst zu den TOFIs gehört, kann den Selbsttest machen. Zwei Werte sind ausschlaggebend:

  • der Bauchumfang: Bei Frauen sollte dieser 80 cm nicht überschreiten, bei Männern unter 94 cm liegen.
  • das Taille-Hüft-Verhältnis: Dafür teilt man den Bauchumfang durch den Hüftumfang. Bei Frauen liegt der Wert idealerweise unter 0,8, bei Männern unter 0,9.

Eine ausgewogene Ernährung mit frischen, vitaminreichen Lebensmitteln hilft dabei, den Körperfettanteil im Normbereich zu halten. Auch Bewegung ist wichtig, Fett schmelzen zu lassen und das Krankheitsrisiko zu reduzieren.

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