Vitamin D: Stiftung Warentest warnt vor Überdosierung

Vitamin D Präparate im Test

Verbrauchertipps

Vitamin D ist wichtig für kräftige Knochen und den Muskelaufbau. Rund 80 Prozent seines Vitamin D-Bedarfs bildet der menschliche Körper durch Sonnenlicht. In Deutschland reicht die Sonnenstrahlung von Oktober bis März jedoch nicht aus, um genügend Vitamin D zu erzeugen. Viele Menschen befürchten einen Vitamin D-Mangel und nehmen Vitamin-Präparate ein. Das Verbrauchermagazin Stiftung Warentest warnt jetzt vor den Nahrungsergänzungsmitteln. (Weitere Infos über Vitamine)

Für gesunde Menschen sind Vitamin D-Zusätze überflüssig

Von Vitamin D-Präparaten versprechen sich viele wahre Wunder: Die Pillen sollen das Herz-Kreislauf-System schützen, Diabetes, Depressionen und sogar Krebs vorbeugen. Erhältlich sind die Nahrungsergänzungsmittel rezeptfrei in der Apotheke und in Drogerien. Doch haben sie tatsächlich eine positive Wirkung auf den Organismus? Stiftung Warentest hat die Vitaminpräparate genauer unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis: Die Tester fanden keinen Nachweis dafür, dass Vitamin D-Präparate Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs vorbeugen könnten. Gesunde Erwachsene hätten durch die Einnahme keinen Vorteil. Mehr noch: Die eigenständige Einnahme von Vitamin D-Präparaten könne zur Überdosierung führen. Und ein Zuviel an Vitamin D ist mindestens ebenso schädlich wie ein Zuwenig.

Mit regelmäßigen, kurzen Sonnenbädern die Vitamin D-Speicher auffüllen

Eine Überdosierung von Vitamin D führt zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verstopfung oder Durchfall sowie zu Herz-Rhythmus-Störungen. Langfristig kann eine zu hohe Zufuhr an Vitamin D sogar die Nieren schädigen. Ein Vitamin D-Mangel ist laut Stiftung Warentest ohnehin selten: Der Körper speichert das Vitamin einfach für die dunkle Jahreszeit. Wer diese Speicher auch im Winter wieder auffüllen möchte, sollte Gesicht, Händen und Armen zwei- bis dreimal pro Woche ein Sonnenbad gönnen. Die Dauer sollte etwa die Hälfte der Zeit betragen, die man ohne Sonnenschutz in der Sonne verbringen kann. Auch bei bedecktem Himmel kann die Haut Vitamin D bilden.

Wer einen Vitaminmangel vermutet, sollte diesen vom Arzt abklären lassen. Nur ein Bluttest kann ermitteln, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt. Der Arzt verschreibt dann die jeweiligen Präparate in geeigneter Dosierung.

Bitte beachten Sie: Dies sind nur allgemeine Hinweise und Informationen. Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens.

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