Frischer Bärlauch: Was Sie bei der Ernte beachten sollten

Tipps zum Bärlauch ernten

Kräuter beim Trocknen Foto: © Team 5

Im Frühjahr beginnt die Bärlauch-Saison. Im März und April sprießt und grünt das Kraut wieder wild in Parks und Wäldern. Ist der Frühling wie in diesem Jahr sehr kalt, kann sich die Erntezeit auch mal etwas nach hinten verschieben. Sobald sich aber die Sonne zeigt, zieht der zarte Bärlauch-Duft durch die Luft und macht Lust darauf, das Kraut selbst zu ernten. Dabei sollten Sie aber ein paar Dinge beachten.

Bärlauch von Maiglöckchen unterscheiden

Bärlauch riecht und schmeckt fein nach Knoblauch – hinterlässt allerdings nicht den gefürchteten Mundgeruch. Das Beste: Bärlauch wächst wild im Freiland. Wichtig bei der Bärlauch-Ernte ist, die Pflanzen vom giftigen Maiglöckchen zu unterscheiden. Blühen die Pflanzen noch nicht, sehen sich die breiten, ovalen Blätter nämlich sehr ähnlich. Bärlauch erkennen Sie zum einen am charakteristischen Knoblauchgeruch. Zum anderen sind die Blätter auf der Unterseite matt, während Maiglöckchen-Blätter glänzen. Bärlauch ist zudem ein Zwiebelgewächs, Maiglöckchen bilden waagerechte Wurzeln aus. Sind Sie sich unsicher, legen Sie also die Wurzeln der Pflanzen vorsichtig frei.

Schonen Sie die Bestände

So verlockend frischer Bärlauch auch ist: Sie sollten darauf achten, die Bestände zu schonen. Ernten Sie daher keine ganzen Pflanzen ab, sondern nehmen von jedem Pflänzchen nur ein oder zwei Blätter mit. Halten Sie nach großen Bärlauch-Beständen Ausschau und passen Sie auf, beim Sammeln keine Pflanzen zu zertreten. In Naturschutzgebieten sollten Sie von der Bärlauch-Ernte ganz absehen.

Die Blätter schneiden Sie am besten mit einem scharfen Messer ab. Das ist für die Pflanze schonender, als wenn Sie die Blätter ausrupfen. Ernten Sie vor der ersten Blüte. Sobald der Bärlauch blüht, verliert er deutlich an Geschmack.

Bärlauch schnell verarbeiten

Frischer Bärlauch hält sich nicht lange, daher sollten Sie ihn zuhause schnell verarbeiten. Das Kraut schmeckt gut als Pesto, als Gewürz zu Pasta und Salat oder in der Suppe. Waschen Sie die Blätter vor der Verarbeitung gründlich und entfernen Sie die Stiele. Damit das Kraut seinen vollen Geschmack entfalten kann, geben Sie es roh zum Gericht. Schaffen Sie es nicht, den gesammelten Bärlauch zu verarbeiten, können Sie ihn auch im Gefrierbeutel einfrieren. Dabei verliert er jedoch etwas an Aroma.
Probieren Sie doch auch mal unser Rezept für Bärlauch Gnocchi.

Sobald es wärmer wird, gibt es auch immer mehr einheimisches Frühlingsgemüse. Bei uns erfahren Sie auch was Sie mit anderen Gemüsesorten machen können.

Foto: © Team 5