Mirabellen: Die gelben Schwestern der Pflaumen

Was kann man aus Mirabellen machen?

Mirabellen am Baum

Im Hochsommer reifen sie an den Bäumen und sind auch wieder in den Auslagen der Supermärkte zu finden: Pflaumen und Zwetschgen. Zudem gesellt sich eine kleine, gelbe Frucht dazu, die eng mit den violetten Vertretern verwandt ist: Die Mirabelle ist eine asiatische Kreuzung der Kulturpflaume.

Süße, gelbe Früchte mit reichlich Kalium

Seit dem 16. Jahrhundert kennt und schätzt man die gelbe Frucht auch in Europa. Heute stammen rund 80 Prozent der weltweiten Mirabellenernte aus Europa. Die kleine Schwester der Pflaume braucht zum Wachstum viel Sonne, gedeiht aber auch im gemäßigten Klima. Die Saison reicht von Juli bis September. Reife Früchte sind rund und gelb bis goldgelb.

Mirabellen liefern besonders viel Kalium, rund 230 mg pro 100 g Frucht. Kalium ist wichtig für die Herzfunktion und gesunde Nerven. Darüber hinaus enthalten die Früchte viel Magnesium, Phosphor und Zink. Vitamin C liefern sie ebenfalls reichlich.

Konnte die Pflaumenart in der Sonne reifen, schmeckt sie angenehm süß bis süß-säuerlich. Genau wie Pflaumen besitzen Mirabellen eine wachsartige Schutzschicht. Um diese nicht zu zerstören, sollte man sie erst direkt vor dem Verzehr waschen. Frisch gekaufte, voll ausgereifte Früchte können zwei bis drei Tage im Kühlschrank lagern. Wer Mirabellen über längere Zeit genießen möchte, kann sie auch halbieren, den Kern entfernen und im Gefrierbeutel im Eisfach einfrieren. Kennen Sie schon unsere Rezepte für Pflaumenkuchen?

Lecker als Marmelade und Likör

Die fein-süßen Mirabellen werden besonders gern zu Marmelade oder Likör verarbeitet. Wer Mirabellen-Marmelade kochen möchte, sollte die Früchte zunächst kurz in kochendem Wasser erhitzen. Dadurch löst sich die Schale leichter vom Fruchtfleisch. Dieses lässt sich anschließend durch ein Sieb drücken und mit Gelierzucker weiterverarbeiten.

Mirabellenlikör wird meist mit Wodka angesetzt. Auf 400 g Mirabellen verwendet man 200 g Kandiszucker und 700 ml Wodka. Hinzu kommen eine aufgeschnittene Vanilleschote und eine Zimtstange. Die mit Alkohol angesetzten Früchte müssen etwa vier Wochen an einem dunklen Ort ziehen. Anschließend lassen sich sowohl der Likör als auch die Früchte genießen. Letztere gibt es zum Beispiel zu Vanilleeis oder Sahnecremes. Tipps zum Marmelade zum selber machen!
( Foto: Tkni )