Die Mispel: Eine fast vergessene Frucht

Mispel - Gesundes Herbstobst

Mispeln

Früher sehr beliebt, heute fast unbekannt: Die Mispel ist etwas in Vergessenheit geraten. Wer häufiger in türkischen oder asiatischen Obst- und Gemüseläden vorbeischaut, wird dort aber die kleinen gelben Früchte entdecken. Ihr vollständiger Name lautet Japanische Wollmispel. Probieren lohnt sich, denn Mispeln enthalten viel Vitamin C, das gerade zu Beginn der kalten Jahreszeit zur Stärkung der Abwehrkräfte willkommen ist. Die Mispel ist also ein gesundes Herbstobst, das man mal probieren sollte.

Deutsche Mispel und Japanische Wollmispel

Mispeln stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Von dort aus haben sie sich bis nach Europa und die USA verbreitet. Auch in Deutschland wachsen Verwandte der Japanischen Wollmispel. Sowohl deutsche als auch die exotische Mispel gehören zu den Rosengewächsen. Heute sind sie vor allem in Südostasien und in Spanien beliebt. Aber auch bei uns entdeckt man die kleinen Früchte langsam wieder.

Die Saison der Japanischen Wollmispel startet im August, geerntet werden die Früchte bis in den Oktober hinein. Deutsche, wildwachsende Arten tragen erst ab Oktober Früchte, einheimische Varianten werden nach dem ersten Frost geerntet. Der Geschmack erinnert etwas an Pfirsiche und Aprikosen.

Lagerung und Zubereitung der Japanischen Wollmispel

Die Japanische Wollmispel hat eine gelbe Schale. Sind die Früchte reif, weist diese kleine, braune Flecken auf. Reife Mispeln lassen sich etwa eine Woche lang im Kühlschrank lagern. Die Schale kann grundsätzlich mitgegessen werden, wer die Mispeln zu Marmelade oder Kompott verarbeiten möchte, sollte sie aber abziehen. Vor dem Verzehr müssen dann nur noch die fünf großen Kerne herausgelöst werden.

Lagerung und Zubereitung der einheimischen Mispel

Deutsche Mispeln findet man nur noch selten auf Wochenmärkten. Sie sind etwas bräunlicher als ihre exotischen Verwandten und haben eine härtere Schale. Zuhause sollte man sie bis zu zwei Wochen lang nachreifen lassen, damit sie weicher werden. Die Schale muss vor dem Verzehr entfernt werden, ebenso wie die Kerne.

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Foto: © francescomou