Wie bereitet man einen Rollmops zu?

Was ist ein Rollmops?
Zum Katerfrühstück gehört der Rollmops auf jeden Fall dazu. Und auch bei Partys ist er als
So sieht ein Rollmops aus
Ein Rollmops wird gern an Neujahr gegessen
Foto: © Yvonne_Bogdanski

Fingerfood beliebt. Was man sonst noch so über ihn wissen sollte erfahren Sie im folgenden Artikel. Außerdem haben wir auch ein Rollmops Rezept für Sie.

"German Sushi" wird der Rollmops von seinen Anhängern liebevoll genannt - ein Affront für einen Sushi Koch, aber ein deutlicher Beleg für die ungebrochene Beliebtheit des aufgespießten, gerollten Heringfilets.

Vor allem am Neujahrstag und in der Fastnachtszeit verrichtet der Rollmops zudem segensreiche Dienste, in dem er katergeplagte Nachtschwärmer mit seinem Salzgehalt und wichtigen Mineralen ins Leben zurückholt. Ein Glas Rollmops sollte also in keinem Vorratsschrank fehlen. Am besten jedoch schmeckt er ganz frisch vom Fischhändler oder selbst gemacht.

Sein Name ist niedlich, sein Geschmack hingegen säuerlich-kräftig und ein echter Wachmacher: Der Rollmops gehört zu den traditionsreichsten deutschen Fischgerichten und mundet besonders gut von der Imbissbude direkt am windumwehten Nordseestrand oder aber nach einer langen Partynacht.

Ein frischer Rollmops ist immer mindestens 35 Tage alt - so lange muss er nämlich in seinem Sud liegen, um die gewünschte Zartheit und das unverkennbare Aroma zu erhalten. Doch in Gläsern konserviert bleibt der Rollmops auch über Jahre haltbar und eignet sich daher gut für die häusliche Vorratskammer.

Was ist im Rollmops drin?
Ein Rollmops besteht aus einem Heringsfilet, welches zusammengerollt und eingelegt wird. Heringe schwimmen sowohl im Atlantik - hier erreichen sie eine stolze Länge von bis zu 30 Zentimetern - als auch in der Nord- und Ostsee, wo sie aber kleiner ausfallen.

Heringskonserven gibt es in zahlreichen Varianten; meistens werden sie in Dosen angeboten und baden in einer Tomaten- oder Senf-Honig-Soße. Für den Rollmops aber werden die Heringsfilets zunächst von Kopf, Flossen, Innereien und Gräten befreit, bevor sie für 35 Tage in einer Lake aus Essig und Salz ruhen dürfen. Diese eingelegten Filets nennt man auch "Sauerlappen".

Dann bekommt das Filet seine eigenwillige Form: Es wird mit einem Stück Gurke und Zwiebel - wahlweise auch Sauerkraut - gefüllt, aufgerollt und mit zwei Holzstäbchen fixiert. In dieser Variante ist der Rollmops eindeutig als Fisch zu erkennen. Etwas unscheinbarer und optisch unappetitlicher präsentiert er sich, wenn er vorab gebraten und dann erst eingelegt wurde - doch auch diese Version hat zahlreiche Fans.

Das Entrollen des Rollmopses ist unter Kennern tabu. Ein Rollmops wird vorzugsweise von der Hand gegessen, und zwar mit der offenen Seite voran. Übrigens lassen sich Rollmöpse auch selbst herstellen. Der Sud wird zwar nicht so klar wie bei den industriell zubereiteten Rollmöpsen, dafür aber müssen die Heringe nicht all zu lange in ihrer Lake bleiben.

Rezept für Rollmops
Wichtig für das Gelingen ist es, beim Fischhändler des Vertrauens sechs hochwertige, frische gewässerte Salzheringe zu kaufen, die nun entgrätet und geteilt werden müssen.
Die Filets mit scharfem Senf dünn bestreichen, mit Gurkenstückchen, kleinen Zwiebelringen und bei Belieben auch Kapern belegen, zusammenrollen und mit zwei Zahnstochern befestigen.

Nun aus 250 ml Weißweinessig,
125 ml Wasser,
zwei in Scheiben geschnittenen Zwiebeln,
Pfefferkörner,
zwei Lorbeerblätter,
einigen Senfkörnern
und einer Prise Zucker einen Sud kochen und die Rollmöpse hineinlegen, so dass sie ganz bedeckt sind.
Im Kühlschrank mindestens fünf Tage ziehen lassen und dann zu Pellkartoffeln und einem Kräuterquark genießen.

Guten Appetit!                                                                             Dieses Rezept jetzt ausdrucken


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