Warum ist Merrettich scharf?

Scharfer Meerrettich
Er ist scharf, sogar sehr scharf. Die Rede ist vom Meerrettich. Er passt besonders gut zu Fleisch. Was Sie beim Kauf und der Zubereitung beachten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag:

Eines steht fest: Das Meer im Meerrettich hat nichts mit dem Meer zu tun. Vielleicht aber mit "mehr"
Frischer Meerrettich
Wie bereitet man Merrettich zu?
Foto: © Twilight_Art_Pictures
oder gar mit "Mähre", dem alten Wort für ein Pferd - denn immerhin wird der Meerrettich im Englischen horse-radish genannt.
Die Österreicher machen es sich da etwas einfacher und nennen den Meerrettich schlicht: Kren. Doch die besondere Schärfe in seinem Geschmack, unverkennbar und unverwechselbar, ist ihm überall gleich.

Warum ist der Meerrettich scharf?
Und weil der Meerrettich nicht nur scharf, sondern auch sehr charakteristisch nach Senfölen mundet, ist er für die meisten Kinder ein guter Grund, schnell vom Tisch zu flüchten. Erwachsene Gaumen hingegen fühlen sich vom Meerrettich geschmeichelt - passt er doch wunderbar zu kalten Aufschnitten, Suppenfleisch, Wild und Steak.

Wie lagert man ihn?
Meerrettich ist ein Wurzelgemüse mit Kondition: Bei ca. 1 Grad hält sich die rübenförmige Wurzel
bis zu zwölf Monate lang frisch, im normalen Gemüsefach des Kühlschrank immerhin ganze vier Wochen.

Was sollte man beim Kauf beachten?
Beim Kauf sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Meerrettich frei von grauen Streifen und schön gerade gewachsen ist. Zu Stückware sollte nicht gegriffen werden, da angeschnittener Kren rasch austrocknet und holzig wird. Für das Schälen ist es nicht verkehrt, eine große Sonnenbrille in Greifnähe zu haben, denn bei diesem Prozess macht die Wurzel den Zwiebeln mächtig Konkurrenz und lässt empfindliche Augen tränen.

Was kann man aus Meerrettich machen?
Meerrettich pur zu essen, ist ähnlich wie bei Zwiebeln und Knoblauch nicht zu empfehlen - dazu ist sein Aroma einfach zu intensiv und zu scharf. Doch als Würze oder Zutat für sahnige Würzsaucen gibt sich der Meerrettich aufregend erfrischend und delikat.

Welche Nährstoffe sind enthalten?
Gesund ist er sowieso: Die weiße Wurzel ist reich an Vitamin C, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Phosphor. Seine ätherischen Senföle regen zudem den Appetit an und stabilisieren die Verdauung; auch wird ihnen eine antibiotische und schleimlösende Wirkung nachgesagt.

Preiselbeer-Meerrettich
In einem zarten Rosa präsentiert sich der Preiselbeer-Meerrettich, der optimal zu einem frischen Rindersteak und Wild passt. Hierfür wird der geriebene Meerrettich mit Preiselbeeren und etwas geschlagener Sahne vermengt - salzen, zuckern, pfeffern, fertig.


  • Gemüse
  • Herbstgemüse
  • Champignons
  • Fenchel
  • Kürbis
  • Pilze
  • Süßkartoffel
  • Wirsing
  • Zwiebeln


  • Weiterführende Informationen:
    Gemüse lagern - Was gehört in den Kühlschrank?