Küchenkräuter

Küchenkräuter
Wissenswertes über Küchenkräuter - Foto: © Marmel

Kräuter, Küchenkräuter - Tipps zur Verwendung

Was Sie über Küchenkräuter wissen sollten:

Unser kleines Kräuterlexikon

Einer der besten Gründe, sich einen Garten zuzulegen, ist der Zugang zu frischen, aromatischen Kräutern in Hülle und Fülle. Die biologisch angebauten Küchenkräuter duften herrlich intensiv und sind wunderschön anzuschauen. Die vitaminreichen Küchenkräuter werden auch als Würzkräuter bezeichnet und sind streng botanisch betrachtet nicht immer tatsächlich ein "Kraut".

Für jeden Geschmack das Richtige dabei

Wer sich entscheidet, Küchenkräuter in seinem Garten anzubauen, trifft ganz nach Geschmack und eigenen Vorlieben seine Wahl. Zu den beliebtesten Küchenkräutern gehören natürlich Petersilie und Schnittlauch, aber auch Liebstöckel, Dill, Basilikum, Thymian und Oregano sowie Majoran, Salbei und diverse Minz- bzw. Melissensorten. Selbstverständlich finden auch Kräuter wie Gewürzfenchel, Gartenkresse, Kerbel, Sauerampfer oder Bohnenkraut und Waldmeister ihren Platz im Garten und bei der Zubereitung leckerer Speisen.

Anbau von Küchenkräutern im Garten

Die frischesten und leckersten Küchenkräuter wachsen natürlich im eigenen Garten oder auf der Fensterbank!

Verschiedene Küchenkräuter
Küchenkräuter selber anbauen
Foto: © Tomboy2290

Den richtigen Standort wählen
Wer meint, es reiche aus, eine Ecke des Gartens zum kleinen Kräutergarten zu erklären, wird sicher nicht besonders ertragreich seine Küchenkräuter ernten, denn viele Küchenkräuter vertragen sich nicht nebeneinander. Eine Ausnahme ist die Kräuterspirale, die für alle Küchenkräuter die idealen Voraussetzungen schafft. Denn jede Pflanze hat nun einmal andere Ansprüche an ihren Standort sowie die Bodenbeschaffenheit. Informieren Sie sich daher im Voraus, welche Kräuter für Ihren Garten gut geeignet sind. So liebt Petersilie den Halbschatten und mäßiges Gießen, Kresse braucht es feucht und sonnig und Schnittlauch mag humusreichen Boden. Währenddessen fühlen sich die südländischen Küchenkräuter wie Basilikum oder Thymian im sandigen Beet am wohlsten.
Einige Würzkräuter kommen jedes Jahr von allein an derselben Stelle wieder, wie etwa Liebstöckel, Salbei oder auch Pfefferminze. Da Küchenkräuter am besten gedeihen, wenn sie jedes oder jedes zweite Gartenjahr einen neuen Platz zugewiesen bekommen, wachsen sie meist zwischen den anderen bunten und interessanten Pflanzen, so etwa die Zitronenmelisse neben Ringelblumen oder Pfefferminze direkt neben der Stachelbeere. Einige Kräuter, wie beispielsweise Dill, säen sich selbst durch den Wind aus und wachsen plötzlich an den eigenartigsten Stellen im Garten, so etwa mitten zwischen den Erdbeeren oder in einer Fuge des Gartenweges.

Saatgut oder vorgezogene Pflanzen?
Abgesehen von den mehrjährigen Küchenkräutern, wie Bohnenkraut, Schnittlauch oder Liebstöckel, haben Sie haben die Wahl: entweder ziehen Sie Ihre weiteren leckeren Küchenkräuter im Frühjahr auf der Fensterbank vor, indem Sie sich Saatgut und ein Minigewächshaus bzw. Anzuchthaus besorgen. Oder Sie kaufen sich vorgezogene Küchenkräuter beim Gärtner in guter Qualität und pflanzen diese nach dem letzten Bodenfrost sofort ins Freie. Einige Küchenkräuter lassen sich auch direkt nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Beet säen, so etwa Petersilie oder Gewürzfenchel.

Kräuter pflegen und im Garten überwintern
Oft reicht es aus, die Kräuter nach der Blüte zurückzuschneiden. Je nährstoffreicher der Boden ist, desto intensiver müssen Sie sich um die Kräuter kümmern. Meist ist mit einem Auflockern des Bodens mittels einer Hacke und etwas jäten den Ansprüchen der Kräuter Genüge getan.
Viele Küchenkräuter sind ein- bis zweijährige Pflanzen. Andere hingegen, wachsen über Jahre. Während Sie also Petersilie meist jährlich aussäen, bleiben Ihnen Thymian, Rosmarin oder Lavendel erhalten. Jedoch sind sie aufgrund ihrer Herkunft aus dem milden Mittelmeerraum die harten Winter hierzulande nicht gewohnt. Sie müssen durch Anhäufen, überwintern im Keller oder durch Jutesäcke vor der eisigen Kälte geschützt werden. Die anderen Küchenkräuter frieren im oberen grünen Bereich ab oder werden im Herbst kurz von Ihnen zurückgeschnitten. Im Frühjahr treiben die Kräuter erneut aus und liefern köstliches Grün für schmackhafte Speisen.

Küchenkräuter im Garten nicht nur als Gewürz
Immer mehr Gartenbesitzer besinnen sich auf die Vielseitigkeit der Küchenkräuter zurück, denn diese sind nicht nur schmackhaft als Würze an Speisen, sondern haben auch eine heilende Wirkung. Trocknen Sie ihren Salbei im Herbst und trinken Sie ihn als heilenden Tee bei einer Halsentzündung im Winter. Ähnlich können Sie mit Pfefferminze, Zitronenmelisse oder anderen Küchenkräutern verfahren. Trocknen Sie sie im Herbst oder frieren Sie sich eine reichliche Portion ein, damit Sie auch im Winter von Ihren Kräutern profitieren können. Wichtig: die frischen Küchenkräuter aus Ihrem Garten sind viel intensiver im Geschmack, als die getrockneten oder gefrosteten.

Küchenkräuter im Garten machen Spaß, sind preiswert und die ideale Nahrungsergänzung. Sie sind aus der gesunden Küche nicht wegzudenken dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe.
Sie können Küchenkräuter aber auch auf der Fensterbank ziehen.

Küchenkräuter richtig verarbeiten

Durch eine schonende Verarbeitung der Küchenkräuter erhalten Sie die vielfältigen Inhaltsstoffe!

Wie Kräuter richtig waschen?

Brausen Sie sie im Bund ab und schütteln sie vorsichtig trocken. Dann werden die Blätter abgezupft. (Gegen die Wuchsrichtung zupfen bei Lavendel, Thymian und Rosmarin.) Bei Kerbel muss man sehr vorsichtig sein. Diesen in ein Sieb legen, ganz leicht abbrausen und vorsichtig trockentupfen.

Wie schneidet man Küchenkräuter?

Verwenden Sie hierzu ein Wiegemesser. Einige Sorten wie Basilikum, Minze, Schnittlauch schneidet man mit dem Küchenmesser klein.

Wie Küchenkräuter aufbewahren?

Frische Kräuter können Sie ungefähr eine Woche in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank aufbewahren. Wenn Sie sie einfrieren halten Sie sich sogar mehrere Wochen.
Gefrorene Kräuter sollte man immer etwas sparsamer einsetzen, da sie beim Einfrieren Bitterstoffe bilden.

Kräuter / Küchenkräuter verwenden:

  • Basilikum passt zu Tomaten, Marinaden, Eier- und Käsegerichten, Fisch und gehört auch in Kräuteröl oder-essig
  • Bärlauch kann man anstatt Knoblauch verwenden, passt zu Salat, Suppen, Soßen und gehört in Kräuterbutter
  • Dill schmeckt herb, sollte nur frisch verwendet werden, passt zu Salat, Gemüse, Eier- und Käsegerichten, Fisch
  • Fenchel kann man in Salaten, Marinaden oder als Brotgewürz verwenden
  • Kerbel schmeckt süßlich-frisch bis anisartig, sollte nur frisch verwendet werden, rundet Salat, Suppen, Fisch, Fleisch, Eier- und Käsegerichte ab
  • Koriander die Blätter verwendet man für Salat, die Samen für Marinaden
  • Liebstöckel sollte man sehr sparsam verwenden, passt zu Suppen, Eintopf, Salat und Fleisch
  • Majoran schmeckt kräftig-würzig bis zartbitter, rundet Eintopf, Fleisch, Wurst und Schmalz ab
  • Oregano passt zu Fleisch, Eintopf, Pizza, Käse- und Eiergerichten
  • Petersilie passt zu Suppen, Saucen, Salaten, Eierspeisen, Quark, Fisch und als Deko eigentlich fast immer
  • Sauerampfer schmeckt frisch-säuerlich, passt zu Salat, Saucen, Suppen - kann man auch als gedünstetes Gemüse servieren - Da Sauerampfer viel Oxalsäure enthält, sollten Sie davon nicht allzuviel essen.
  • Schnittlauch schmeckt frisch-würzig bis etwas scharf, rundet gekochtes Fleisch, Eierspeisen, Quark und Salatsaucen ab
  • Thymian passt sehr gut zu Gegrilltem, Fisch, Fleisch, Geflügel, Eintopf, Marinaden und Schmalz
  • Zitronenmelisse - vielseitig verwendbar
Text: C. D., Tkni

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( Alle Angaben ohne Gewähr Stand: 19.08.2017 )

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