Was ist Basilikum?

Basilikum pflanzen - Kraut der südländischen Küche Frisches Basilikum wird besonders gern in der südländischen Küche verwendet. Was man über dieses Kraut wissen sollte erfahren Sie im folgenden Artikel:
Basilikum im Topf
Basilikum pflanzen ist nicht schwer
Foto: © Magdalena Zurawska

Basilienkraut oder Balsam nennt man das Basilikum (Ocimum basilicum) genauso wie Pfeffer- oder Königskraut. Und auch der botanische Name verweist auf königliche Herkunft: ‚basileus' war im klassischen Griechenland ein Herrschertitel.

In der Volksmedizin wird das Königskraut nicht nur wegen seines aromatischen Geschmacks, sondern auch wegen seiner verdauungsfördernden, krampflösenden und entzündungshemmenden Wirkung geschätzt. Dank seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen (bis zu 1,5 Prozent) - darunter Estragol, Kampfer, Linalool, Cineol und das gewürznelkenartig duftende Eugenol - hat Basilikum außerdem eine leicht antiseptische Wirkung. Außerdem enthält es die Mineralstoffe Magnesium, Phosphor und Calcium.

In den Mittelmeerraum kam das Basilienkraut aus Vorderindien, wo es schon vor rund 4000 Jahren als Würz- und Heilmittel geschätzt war. Doch auch in anderen Ländern gibt es eigene Basilikumarten - wer asiatische Küche schätzt, kennt vielleicht Thai-Basilikum. Die Römer brachten die Pflanze über die Alpen in nördlichere Gefilde - wie sehr sie Basilikum schätzten, kann man noch heute in der italienischen Küche sehen: die Basilikumsauce Pesto und die Kombination von sonnenreifen Tomaten mit Mozzarella und Basilikum als Caprese sind ohne Basilikumblätter undenkbar. Aber auch in Frankreich ist Pistou sehr beliebt - was nicht nur der allgemeine Begriff für Basilikumgerichte ist, z. B. provencalische "Soupe au pistou", sondern speziell eine dem Pesto verwandte Basilikumsauce bezeichnet.

Unsere Basilikum Rezepte:
  • Hähnchen Zucchini Auflauf
  • Basilikumsuppe mit Möhren

  • Basilikum pflanzen
    Die hierzulande meist einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler gibt es, was noch wenig bekannt ist, in vielen auch farbigen Varianten. Weiß panaschierte Blätter, dunkelrote Blätter, kleine haarige oder große glatte Blätter, weiße, rosa oder violette Blüten - wer verschiedene Basilikumsorten in den Garten pflanzt, kann farbenfrohe und geschmackliche Überraschungen erleben, beispielsweise mit Zitronenbasilikum.
    Basilikum ist jedoch kälteempfindlich, man sollte also für einen sonnenwarmen Platz sorgen, der vor Zugluft geschützt ist. Der Boden sollte humusreich sein und nicht zu schwer - mischen Sie im Zweifelsfall etwas Sand unter. Basilikum braucht außerdem reichlich Wasser, darf aber, wenn er im Topf gezogen wird, nicht mit nassen Füßen herumstehen, sonst fault er leicht.
    Das Geheimnis einer langen Erntezeit bei Basilikum ist das richtige Pflücken. Knipsen Sie immer die Zweigspitzen mit zwei oder vier Blättern ab. So regen Sie das Basilikum zum Wachsen an: aus den Blattachseln treiben nun nämlich neue Zweige aus. Lassen Sie dagegen die Zweigspitzen stehen, wird das Basilikum bald zu blühen beginnen.

    Bei den typischen Supermarkt-Basilikumpflanzen sorgt die Blüte jedoch für härtere und etwas bitterere Blätter, was nicht jeder mag. Die Blüten kann man natürlich ebenfalls essen, sie machen sich besonders bei den violettblütigen Varianten gut als Salatzutat und schmecken süßer als die Blätter.
    Die empfindlichen Blättchen sollten übrigens niemals mitgekocht werden - streuen Sie sie lieber frisch gepflückt und kleingehackt unmittelbar vor dem Servieren über die Speisen oder legen Sie einen kleinen Zweig Basilikum als essbare Dekoration an den Tellerrand.

    Fazit:

    Basilikum schmeckt süß-würzig und pfeffrig.
    Es eignet sich für Salate mit Tomaten, Marinaden, Eier- und Käsespeisen, Fisch, Kräuteröl und -essig, Braten. Es wird häufig in der mediterranen Küche verwendet. Dieses Gewürz sollte man nicht mitkochen, das es sonst das Aroma verliert.
    Sie können es einige Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.

    Unser Tipp: Frischer Atem mit Basilikum!


  • Kräuter
  • Minze
  • Petersilie
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Zitronenmelisse
  • Kräuter auf der Fensterbank

  • >> Gewürze


  • Weiterführende Informationen:
    Wie sollte man Kräuter lagern?