Functional Food - Was ist das?

Ein Kochlöffel
Was ist Functional Food? - Foto: © Kunstzeug

Erfahren Sie in diesem Artikel was Functional Food ist und ob diese funktionellen Lebensmittel auch wirklich sinnvoll sind.

Funktionelle Lebensmittel - Essen als Mittel zum Zweck?

Natürlich macht es Sinn, bei der Ernährung auch darauf zu achten, dass die Lebensmittel, die man zu sich nimmt, auch gesund sind. Aber abgesehen vom natürlichen Umgang mit Obst, Gemüse und Fleisch - kann man denn in der Wahl der Lebensmittel noch mehr beachten als das ausgewogene Verhältnis zwischen Vitaminen, Mineralien, Kohlehydraten, Eiweiß und Fetten?

Was macht ein Lebensmittel funktionell?

Allein die Tatsache, dass man es essen kann wird es wohl nicht sein. Funktionelle Lebensmittel versprechen über Sättigung und Geschmack hinaus noch positive Nebenwirkungen auf Körper und Geist. Da gibt es beispielsweise den Joghurt-Drink, der nicht nur schmeckt, sondern auch die Abwehrkräfte stärken soll. Oder eine Margarine, die angeblich wichtige Bausteine für Gehirn und Nervenzellen beinhaltet.
Durch Anreicherung mit Bakterien, Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren und allen mögliche anderen Zusatzstoffen sollen Lebensmittel plötzlich wahre Wunder vollbringen. Dass manche dieser Zusatzstoffe durchaus einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben können, ist unbestritten. Aber ist auch wirklich alles so gut, wie es uns in der Werbung vorgemacht wird?

Kommen Sie fit und gesund durch den ganzen Tag?

Probiotische Joghurts, Margarine mit ungesättigten Fettsäuren oder mit Vitaminen angereicherte Bonbons sind, ebenso wie cholesterinsenkende Lebensmittel, heutzutage nicht mehr nur im Reformhaus oder in der Apotheke zu finden. Exklusive bis günstige Anbieter haben die Gesundheits-Nahrungsmittel mittlerweile im Angebot. Die Werbung hält sich mit Lobpreisungen nicht zurück.

Functional Food - Nahrungsmittel oder Medikament?

Ein Lebensmittel, das den Cholesterinspiegel senkt, müsste medizinische Tests durchlaufen, um als Medikament zu gelten. Bei vielen Lebensmitteln wird dies natürlich nicht gemacht. Die Werber berufen sich dabei auf allgemeine Studien die den jeweiligen Stoffen eine gesundheitliche Wirkung nachsagen. Doch selbst dabei muss man noch Vorsicht walten lassen. Verspricht ein Hersteller eine gesundheitsfördernde Wirkung, muss er eigentlich mittels wissenschaftlicher Studien eben diese Wirkungen an Testpersonen nachweisen können. So ist Functional Food also "nur" ein Nahrungsmittel.

Darf man der Werbung glauben?

Wir wären keine Marktwirtschaft mit einem erfolgreichen Werbeapparat, wenn wir uns nicht auch für diese Dinge eine Ausnahmeregelung einfallen ließen. Unter gewissen Umständen darf eine gesundheitliche Wirkung natürlich auch ohne entsprechende Studien in die Bewerbung eines Produktes mit einbezogen werden. Schließlich darf man nicht außer Acht lassen, dass solche Studien nicht gerade unerheblich Geld kosten.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Wer sich also nicht selbst auskennt, wird wohl weiterhin darauf vertrauen müssen, dass im Zweifelsfall der Arzt doch der bessere Ratgeber ist. Eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper haben manche Lebensmittel fraglos. Doch ein Speiseplan mit Functional Food kann und darf den Arzt nicht ersetzen.
Text: R. H.

Lebensmittelkunde:

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( Alle Angaben ohne Gewähr / Stand: 26.08.2018 )

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