Honig

Flüssiger Honig
Honig ist nicht nur lecker, sondern auch gesund - Foto: © Oleksii Sergieiev

Erfahren Sie auf den folgenden Seiten Wissenswertes über das Naturprodukt Honig. Sie erfahren u.a. wie Honig entsteht.

Wissenswertes über das Naturprodukt Honig

Hier finden Sie weitere Infos über Honig:

Wie entsteht Honig?

Bereits seit Jahrtausenden wird Honig von den Menschen als natürliches Lebensmittel geschätzt. Im alten Ägypten war um 3000 v. Chr. ein Topf Honig so viel wert wie ein ganzer Esel, er galt als Speise der Götter. Und schon gegen 9000 v. Chr. wurden die Bienenjäger bei der Jagd auf den köstlichen Honig in steinzeitlichen Wandmalereien verewigt. Heute wie damals gilt: Honig ist ein reines Naturprodukt, das der Mensch so nicht nachmachen kann.

Honig wird von Bienen als Nahrungsvorrat produziert. Die Sammelbienen saugen Blütennektar oder Honigtau von Läusen mit ihrem Rüssel in ihre Honigblase. Im Stock wird der Inhalt der Honigblase an die Stockbienen übergeben, die ihn untereinander austauschen, ihn also mehrfach aufsaugen und wieder herauslassen. Dabei wird die Flüssigkeit mit Enzymen aus der Honigblase angereichert und der Wassergehalt reduziert. Schließlich wird die Flüssigkeit durch Fächeln mit den Flügeln weiter eingedickt, bis sie in Lagerzellen gebracht und mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen werden kann.

So entsteht das Naturprodukt Honig
Wissenswertes über Honig und seine Entstehung
Foto: © Richard Blaker

Die Honigernte

Auf diese Weise macht das Bienenvolk überschüssige Nahrung haltbar und legt einen Vorrat an. Die Imker tauschen den Honig dann gegen eine Zuckerlösung aus. So kommen die Bienen gut über den Winter und die Menschen kommen in den Genuss goldgelben Honigs. Wobei die Farbe durchaus auch fast weiß, beige oder so dunkel sein kann, dass der Honig grünschwarz wirkt.

Mehr als Blütennektar

Abhängig ist dies vom "Rohstoff", den die Bienen verarbeiten, also vom Blütennektar oder Honigtau. Die dunklen Wald- und Tannenhonige zum Beispiel werden nicht aus Blütennektar erzeugt, sondern aus den zuckersüßen Ausscheidungen von Läusen, die auf den Bäumen sitzen. Es handelt sich dabei also um einen besonders "raffinierten" Honig, der schon einen Läusemagen passiert hat, bevor ihn die Bienen in den Saugrüssel bekommen.

Inhaltsstoffe von Honig

Da Honig ein Naturprodukt ohne jegliche künstliche Zusätze ist, kann er auch einige Stoffe enthalten, die nicht so erfreulich sind. Ca. 0,5 % Blütenpollen beispielsweise, die bei entsprechend vorbelasteten Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Auch einige Bakterien können im Honig überleben, darunter Clostridium Botulinum. Dieses Bakterium kann bei Säuglingen zu Lähmungserscheinungen führen. Darum wird empfohlen, Kindern unter 12 Monaten keinen Honig zu geben. Danach ist die Darmflora so weit entwickelt, dass das Bakterium keinen Schaden mehr anrichten kann.
Warum wird Honig nun nicht einfach durch starkes Erhitzen sterilisiert um auf Nummer Sicher zu gehen? Weil so seine wertvollen Inhaltsstoffe zerstört würden. So kann man kristallisierten Honig durch Erhitzen zwar wieder verflüssigen, jedoch sollte man darauf achten, dass die Temperatur nicht über 40 °C steigt, um die wichtigen Enzyme im Honig zu erhalten.

Mehr als nur Nahrungsmittel

Auch äußerlich kann Honig wohltuend wirken. Durch seine leicht antibiotische und antiseptische Wirkung kann er auch bei der Wundversorgung eingesetzt werden. Er veringert Narbenbildung und wirkt entzündungshemmend.

Alles in allem ist Honig ein einzigartiges, gesundes Nahrungsmittel, dessen Zusammensetzung seit Jahrtausenden gleich geblieben ist. Wenn also das nächste Mal beim Frühstück im Freien eine Biene vorbeisummt, denken Sie daran, dass die fleißige Sammlerin wahrscheinlich dabei ist, den Honig zu sammeln, den Sie demnächst genießen.
Text: F. M.

Lebensmittelkunde

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( Alle Angaben ohne Gewähr / Stand: 19.08.2018 )

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