Warum ist Kaugummi kauen gesund?

Kaugummi für frischen Atem
Kaugummi kauen ist nur was für Jugendliche? Nein! Gerade für Vielbeschäftigte ist es gut ab und
Kaugummis und Pfefferminze
Kaugummi mit Pfefferminze für frischen Atem
Foto: © Dmitriy Melnikov
zu mal Kaugummi zu kauen. Warum erfahren Sie in diesem Artikel:

Das Kaugummi ist eine geniale Erfindung: Es versorgt den Gaumen stundenlang mit Geschmack, ohne die Hüften gleichzeitig mit Kalorien zu belasten. Es sorgt für einen frischen Geschmack im Mund und kann sogar dabei helfen, Stress abzubauen. Wer allerdings zu deutlich malmt, gerät in die Gefahr, Ähnlichkeiten mit einer wiederkäuenden Kuh zu entwickeln.
Profis genießen ihr Kaugummi dezent und verborgen; Jugendliche gerne möglichst auffällig und betont lässig. Das Kaugummi gilt als Erscheinung der Moderne - doch das ist falsch. Tatsächlich ist der Brauch, auf einer gummiartigen Masse herum zu beißen, uralt.

Die Geschichte
Bunte Kaugummis aller Geschmacksrichtungen von Minze bis Zimt, eingewickelt in farbenprächtige Papierchen und prädestiniert für gigantische Blasen, gibt es in Deutschland erst seit den 1950ern.
Die amerikanischen Besatzungsmächte brachten den "Chewing Gum" unter die Leute. Kauen, ohne dabei zu essen, scheint jedoch ein Grundbedürfnis des Menschen zu sein.

Forscher fanden bei Ausgrabungen an einer historischen schwedischen Wohnstätte ein merkwürdiges, zerkautes Etwas aus Birkenpech, das ihnen zunächst Rätsel aufgab - bis sie zu dem Schluss kamen, dass es sich dabei um ein 9000 Jahre altes Kaugummi handelt. Birkenpech als Rohmasse für Kaugummis - das mag aus heutiger Sicht recht unappetitlich wirken. Doch so ungewöhnlich ist die Sache nicht. Nach wie vor dienen natürliche Stoffe als Basis für einige hochwertige Kaugummisorten - allerdings verwendet man kein Birkenpech mehr, sondern beispielsweise den Saft des Sapodilla-Baumes, ein geschmacksneutrales Naturharz.
Eine echte Delikatesse sind Kaugummis, deren Rohmasse aus dem Mastix-Baum gewonnen wird, der nur auf einigen wenigen griechischen Inseln zu Hause ist. Schon in der Antike haben die Bewohner dieser Inseln Mastix gekaut.
Auch die Völker der Maya molken die im dichten, feuchtwarmen Dschungel gedeihenden Sapodilla-Bäume, um einen geschmacklosen Kaugummi herzustellen. Die Kaugummis der früheren Zeit hatten also einen anderen Hauptzweck als die unseren. Vermutlich halfen sie, Hunger zu dämpfen, die Zähne zu reinigen und für Entspannung zu sorgen. Denn das Kauen, haben Forscher herausgefunden, kann dabei helfen, Aggressionen und Anspannungen abzubauen.

Die amerikanischen GIs, die im zweiten Weltkrieg im Einsatz waren, wurden deshalb stets üppig mit Kaugummi versorgt - und trugen während der Besatzungszeit in Deutschland erheblich dazu bei, den Kaugummi außerhalb von Amerika berühmt und beliebt zu machen.

Kaugummi kauen ist gesund
Den Trick mit der ablenkenden Wirkung nutzt übrigens auch die Pharmazieindustrie. So haben Kaugummis gegen Reiseübelkeit gleich eine doppelte Wirkung: Sie setzen einerseits einen lindernden Wirkstoff frei, andererseits motivieren sie automatisch zu regelmäßigen Muskelkontraktionen, die wiederum einen angstlösenden Effekt haben.
Zu viel Kaugummikauen kann allerdings auch schädlich sein: Exzessives Malmen setzt die Zähne und den Kiefer zu sehr unter Druck, was zu heftigen Schmerzen führt. Ein weiteres Problem lauert in den Süßstoffen, mit denen fast alle Kaugummis heutzutage angereichert sind. Einige Süßstoffe wirken bei übermäßigem Verzehr abführend und können die komplette Verdauung durcheinander bringen.

 
Beliebte Sorten:
  • Pfefferminz
  • Menthol
  • Kirsch
  • Erdbeer
  • Apfel
  • Bekannte Marken:
  • Wrigley
  • Orbit
  • Mentos
  • Chupa Chups
  •  
  • Lebensmittelkunde
  • Ketchup
  • Functional Food
  • Lightprodukte
  • Süßstoff
  • Tiefkühlkost
  • Traubenzucker




  • Weiterführende Informationen:
    Süßigkeiten für Kinder - Wieviel ist gesund?

    Wie sollte man eigentlich Süßigkeiten lagern?