Kaviar - Eine Delikatesse

Kochlöffel
Kaviar ist eine echte Delikatesse - Symbolbild: © Kunstzeug

Erfahren Sie in diesem Artikel welche Sorten Kaviar es gibt. Auch geben wir Tipps zur Lagerung.

Wissenswertes über Kaviar

Kaviar ist eine der luxuriösesten Speisen die es gibt. Der preiswerteste kostet ca. 500 Euro pro Kilogramm, der teurste kann schon mal mehr als 10.000 Euro pro Kilogramm kosten.

Was ist Kaviar eigentlich?

Kaviar sind die Fischeier des Störs. (Das ist eine Fischart.) Es dauert mindestens 4 Jahre (beim Beluga-Stör sogar 20 Jahre) bis man die Eier "ernten" kann. Zu diesem Zeitpunkt sehen sie glasig und sehr hell aus. Sie werden anschließend mit Salz behandelt und erhalten dadurch ihre dunkle Färbung.

Woher kommt er?

Viele kennen sicher den russischen Kaviar. Aber auch bei uns in Deutschland findet man ihn! In Mecklenburg-Vorpommern steht die größte Fischzuchtanlage der Welt. Dort sollen in den kommenden Jahre jährlich 33 Tonnen Kaviar geerntet werden.
Es gibt 27 Arten der Störfamilie. Alle stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten. Um das Aussterben zu verhindern, fängt man an sie in Fischzuchtanlagen zu halten.

Kaviarsorten

Es gibt unterschiedliche Sorten, die sich nicht nur im Preis, sondern auch im Geschmack deutlich unterscheiden. Merkmale für echten Kaviar sind Perligkeit und Glanz der Körner sowie auch der feine Geruch. Man sagt je zarter die Haut, desto besser ist der Kaviar. Dementsprechend sind die hellen Sorten am teuersten. Wenn der Kaviar verdorben ist, schmeckt und riecht er sauer und sollte nicht mehr gegessen werden.

Roter und schwarzer Kaviar
Es gibt verschiedene Kaviarsorten
Foto: © analiza
Störkaviar
Hier unterscheidet man zwischen drei Sorten:

Beluga
Die Körner sind mit 3,5 mm die größten Kaviarkörner. Sie sind hellgrau bis anthrazitfarben, sehr prall und haben eine hauchdünne Haut. Er schmeckt sehr mild und ist der teurste und feinste Kaviar überhaupt.

Ossietra
Diese Körner sind ca. 2 mm im Durchmesser. Er ist etwas hartschalig und silbergrau bis schwarz. Diese Fischeier schmecken etwas nussartig.

Sevruga
Diese Kaviarkörner sind ebenfalls ca. 2 mm im Durchmesser, aber sie sind sehr dünnschalig. Das Korn schimmert in allen möglichen Grautönen. Das Aroma ist sehr kräftig und würzig. Kenner bevorzugen deshalb diese Sorte.

Zucht-Kaviar
Diese Störe wurden in Zuchtanlagen gehalten. (Am besten eignet sich dazu der Sibirische Stör.) Wenn sie gut gehalten werden, können Sie genauso schmecken wie der wilde Stör.

Kaviarersatz
Das ist behandelter Rogen anderer weiblicher Fische (Hier sind auf gar keinen Fall Eier des Störs dabei!). Viele kennen sicher den "Deutschen Kaviar". Hierfür werden die Eier des Seehasen verwendet. Sie sind blass rosa bis gelblich. Deshalb werden Sie meist stark gesalzen und schwarz bzw. rot gefärbt. Dieser Kaviar ist feinkörnig und fest. Meist wird er zur Dekoration auf dem kalten Büffett verwendet. Es gibt sogar vegetarischen Kaviar. Dieser wird aus Seetang hergestellt und sieht genauso aus wie echter. Aber auch künstlich kann man Kaviar herstellen. (Aus Gelantine oder Stärke, die aromatisiert werden.)

Lagerung von Kaviar

Die ideale Temperatur für Kaviar ist -2 bis -4°C. Wird er kälter gelagert, verändert sich der Geschmack und die Konsistenz! Meist wird die Spezialität in Dosen verkauft. Am besten sind die von innen beschichteten Stülpdosen. Diese werden mit einem dicken Gummiband verschlossen. Ist die Dose noch nicht geöffnet, kann man den Kaviar ein Jahr aufbewahren. Ist die Dose geöffnet, sollte man ihn innerhalb von 8 bis 14 Tagen verzehren.

Wie serviert man Kaviar?

Bei sehr feierlichen Anlässen wird er auf einem Eissockel serviert. Dazu ißt man traditionell Sauerrahm und Blini (Das sind kleine Buchweizenpfannkuchen.). Er schmeckt aber auch zu gebuttertem Toast, gebackenen Kartoffeln und kleinen Kartoffelpuffern. Auf jeden Fall dürfen die Beilagen zum Kaviar keinen starken Eigengeschmack haben. Als Getränk serviert man dazu entweder Wodka oder einen trockenen Weißwein. Wer es noch edler möchte, trinkt dazu Champagner. Wenn Sie den Kaviar ganz stilvoll essen möchten, benötigen Sie spezielles Kaviarbesteck. (Dieses ist aus Horn, Perlmutt, Holz, Schildpatt oder Gold.) Sie sollten diese edle Speise niemals mit Silber- oder Edelstahlbesteck essen. Dieses gibt dem Kaviar einen fischigen Geschmack.

Lebensmittelkunde:

Wissenswertes über Lebensmittel:

( Alle Angaben ohne Gewähr / Stand: 25.09.2018 )

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