Lightprodukte - sind sie gesünder?

Kochlöffel
Sind Lightprodukte gesünder? - Symbolbild: © Kunstzeug

Erfahren Sie in diesem Artikel, ob Lightprodukte wirklich gesünder sind.

Diät leicht gemacht? Light-Produkte nur als Ergänzung sinnvoll

Wenn die ersten warmen Tage nahen und die Mode wieder figurbetonter wird, möchten viele Menschen ein paar Pfunde abspecken. Lightprodukte verheißen hier eine einfache Lösung. Sie werden mittlerweile in etlichen Facetten angeboten. Wer sie isst, so suggeriert die Werbung, wird rasch gertenschlank. Doch was ist tatsächlich dran an den kalorienreduzierten Lebensmitteln? Helfen Sie, dauerhaft das Gewicht zu reduzieren und, noch viel wichtiger: Sind sie auch gesund? Vor allem bei den Milchprodukten im Kühlregal ist es schwer, den verführerischen Lightprodukten zu entkommen. Pudding fast ohne Zucker, Käse fettreduziert, kalorienschlanker Joghurt - das klingt gut und entlastet das Gewissen schon beim Kauf.

Schmecken sie besser?

Doch der Gaumen hat meistens eine andere Meinung: Nicht selten schmecken Lightprodukte fade und dünn; gerade bei Weichkäse, Frischkäse und Quarks sind Lightprodukte nicht mit dem vollen Aroma ihrer natürlichen Doubles zu vergleichen. Das Problem: Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger. Wird das Fett stark reduziert, leiden nicht nur der Geschmack, sondern auch Streichfähigkeit und Konsistenz, was sich gerade bei Quark und Käse rasch bemerkbar macht.

Menschen mit gut ausgeprägten Geschmacksnerven nehmen auch die Unterschiede zwischen Kristallzucker und Zuckeraustauschstoffen wie Cyclamat und Aspartam wahr. Künstliche Süßstoffe munden weniger rund und harmonisch und stechen oft aus dem Gesamtarrangement heraus. Über diese Unterschiede ließe sich sicherlich hinwegsehen, wenn die Lightprodukte dem Gesamtziel dienten - schließlich sollen die Pfunde purzeln. Dennoch sollte genau hingeschaut werden, was in den Einkaufskorb wandert.

Zwei Frauen beim Einkaufen
Sollen wir Lightprodukte nehmen?
Foto: © Franz Pfluegl

Lightprodukte bringen die Verdauung durcheinander

Ein sensibles Verdauungssystem reagiert auf die dauerhafte Zufuhr von künstlichen Süßstoffen mit Krämpfen, Blähungen und Durchfall. Außerdem sind Zuckeraustauschstoffe tückisch: Zwar bergen sie weniger Kalorien als Kristallzucker, erzeugen aber bereits beim Essen weiteren "Süßhunger". Das ist vor allem dann zu spüren, wenn nach dem Sport der Durst mit Lightlimonaden gelöscht werden soll. Eine viel bessere Alternative ist reiner Apfelsaft mit Mineralwasser im Verhältnis 1:3 - und die Kalorienbilanz fällt ähnlich gering aus.

Bei den Milchprodukten kann auch zu Hause auf natürliche Weise alternativ gesüßt werden - beispielsweise mit Honig. Das ist nicht nur gesünder, sondern auch wesentlich preiswerter. Ein Magerquark mit frischem Obst, etwas Müsli und einem halben Teelöffel Honig ergibt ein sinnvolles, vollwertiges Diätfrühstück.

Fazit:
Fettreduzierte Joghurts, Quark und Milchdrinks, die mit Kristallzucker gesüßt werden, sind hingegen uneingeschränkt zu empfehlen und büßen meistens nichts an gutem Geschmack ein. Bei Käse, Pizza oder Wurst hingegen lohnt sich der Griff zu der kostenspieligen Light-Variante oft nicht. Ihr fader Geschmack lässt eine bohrende Unzufriedenheit zurück und steht in keinem Verhältnis zu ihrem saftigen Preis. Hier ist es ratsam, die Ernährung generell umzustellen: Viel Rohkost, Obst und Gemüse hin und wieder mit einem Stückchen Käse, Schinken oder Wurst kombinieren. Übrigens haben manche als "light" deklarierten Produkte gar nicht weniger Kalorien als ihre "normalen" Pendants. Ihr Geschmacksverlust durch die Fettreduzierung wird mit einem Übermaß an Zucker ausgeglichen - und schon ist die Kalorienbilanz wieder bedenklich.
Text: B. B.

Lebensmittelkunde:

Wissenswertes über Lebensmittel:

( Alle Angaben ohne Gewähr / Stand: 13.07.2018 )

[ Zum Seitenanfang ]