Nougat

Nougat
Nougat ist eine besondere Leckerei - Symbolbild: © Kunstzeug

Erfahren Sie in diesem Artikel Wissenswertes über Nougat. Neben interessanten Fakten der Geschichte finden Sie auch eine kleine Übersicht über die verschiedenen Sorten.

Nougat - Eine Delikatesse für Schleckermäuler

Alleine das Wort "Nuss-Nougat-Creme" lässt einigen Menschen das Wasser im Munde zusammen laufen. Sie ist eine Sünde, aber so lecker auf frischem Brot oder knusprigen Brötchen. Manche genießen sie sogar als Schokoladenersatz und essen sie pur vom Löffel. Dabei ist Nougat keine Schokolade, sondern besteht in erster Linie aus Haselnüssen, Fett und Zucker. Allerdings sind Nougat und Schokolade ein unschlagbares Duo und werden deshalb in den Konfiserien liebend gerne miteinander vereint.

Die Nougat Sorten

Nougat in seiner beliebtesten Variante ist dunkelbraun und zergeht sahnig im Munde - er ist ein wahres Glückselixier und ganz besonders in der kalten Jahreszeit eine wohltuende Streicheleinheit für Süßschnäbel. Mit ihm lassen sich Plätzchenteige verfeinern, Makronen füllen, Torten zaubern.

In seiner pursten Form ist Nougat allerdings nicht dunkel, sondern von einem hellbraunen Farbton. Dieser Farbton rührt von den Haselnüssen, die erst sorgfältig geröstet und anschließend fein gemahlen werden. Ähnlich wie beim Marzipan wird das Haselnussmehl dann mit Puderzucker, Fett, Vanillin, Kakaobutter und Milchpulver in unterschiedlichen Mengen zu einer festen Masse verarbeitet.

So gehört zum Beispiel auch der weiße, sehr süße türkische Honig zur Nougatfamilie, der in Deutschland vorwiegend auf Weihnachtsmärkten und Straßenfesten angeboten wird oder an den Theken von Spezialitätenläden Naschkatzen verführt. Er gilt nicht umsonst als Plombenzieher: Wie sein Name es vermuten lässt, ist er zäh und bleibt gerne in den Zähnen kleben.

Auch der europäische, dunklere Nougat ist in seiner ursprünglichen Variante sehr hart und fest, birgt im Inneren kleine Mandel- und Nussstückchen und wird für den Verkauf mit Kuvertüre oder Schokolade überzogen. Für Gourmets ist er der einzige wahre Nougat; gute Zähne zum Beißen müssen sie allerdings mitbringen.

Ganz anders verhält es sich mit der Nougatmasse, die in den Supermärkten nun wieder für die Weihnachtsbäckerei bereit stehen: Sie ist geschmeidig und lässt sich sehr gut verarbeiten und portionieren.

Pralinen selber machen

Wenn es mal schnell gehen muss, können aus der Nougatbackmasse sogar Pralinen hergestellt werden: Einfach mit der Hand kleine Kügelchen formen, in frischem Kakao, gehackten Pistazien oder gerösteten Haselnüssen wälzen oder mit weißer Kuvertüre überziehen - fertig ist die süße Überraschung. Wer möchte, kann den dunklen Kugeln noch eine Hülle aus Marzipan verpassen oder eine Mandel in ihre Mitte drücken.

Geschichte des Nougat

Passionierte Nougatfans sollten übrigens unbedingt das französische Städtchen Montelimar ansteuern - denn der romantische Ort ist die Hochburg der Nougat-Leckereien. Hier hat das Herstellen von Nougat seit dem 16. Jahrhundert Tradition und wird teilweise noch in alten Konfiserie-Küchen betrieben.
Nicht nur die Schaufensterauslagen von Montelimars machen jedes Diätvorhaben im Nu zunichte; es hängt sogar der Duft von Nougat und Schokolade in der Luft. Wer durch die Straßen schlendert, weiß, dass die Legende von der Entstehung des Begriffs Nougat stimmt, den die Franzosen sich erzählen: "Tu nous gates" bedeutet nämlich nichts anderes als "du verwöhnst uns".
Den alten Lateinern zuliebe sei aber erwähnt, dass eine zweite Herleitung existiert: nux gatum heißt übersetzt Nusskuchen und könnte ebenfalls der sprachliche Ursprung des Nougat sein. Wie auch immer. In den südfranzösischen Nougat kommen sizilianische Pistazien, echte Vanille, Mandeln und Lavendelhonig - und das ist zweifellos ein unschlagbares Verwöhnprogramm.
Text: © B. B.

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( Alle Angaben ohne Gewähr / Stand: 19.05.2018 )

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