Wie nahrhaft ist tiefkühlkost?

Gesunde Tiefkühlkost?
In der heutigen schnelllebigen Zeit greift man ja gerne mal in die reichhaltigen Tiefkühltruhen der
Tiefgekühltes chinesisches Essen
Ist tiefgekühltes Essen gesund? - Foto: © Maciej Mamro

Supermärkte. Aber sind diese Tiefkühlgerichte auch wirklich so gesund wie die Packung es verspricht?

Die tiefgefrorenePizza ist Dauergast in deutschen Kühltruhen und eine sichere Lösung für spontane Heißhungerattacken in Kombination mit akuter Koch-Unlust. Bislang galt die Tiefkühl-Pizza eher als eine Sünde zwischendurch. Doch immer mehr Tiefkühlgerichte aller Art wandern in die Supermarkttruhen - angefangen vom einfachen Gemüsereis bis hin zu Feinschmecker-Menüs. Aber wie gesund sind die gefrorenen Leckereien eigentlich? Und was ist bei der Zubereitung zu beachten?

Tiefkühlkost ist in deutschen Landen auf dem Vormarsch: Bis Ende 2007 ist mit einem erneuten Anstieg des Verbrauchs um 1,8 Prozent zu rechnen; über 3,1 Millionen Tonnen Tiefkühlware verköstigen die Deutschen pro Jahr. Angesichts solcher Zahlen setzt die Branche natürlich darauf, ihr Segment weiter auszubauen. Auch die Haustür-Lieferanten freuen sich über den Tiefkühl-Boom. Sie verkaufen die frischste Variante der TK-Waren - nämlich ganz ohne Unterbrechung der Kühlkette.

Ist sie nahrhaft?
Entgegen vieler Vorurteile ist Tiefkühlware in punkto Nährstoffen nicht zwingend der Frischware
unterlegen. Im Gegenteil: Tiefgefrorenes Gemüse kann sogar wesentlich mehr Vitamine enthalten als frische Produkte aus dem Gemüseregal, die oft lange Lagerzeiten hinter sich und damit Qualitätseinbußen erlitten haben.

Sogar zahlreiche Bioprodukte finden sich mittlerweile in den TK-Truhen der Supermärkte; angefangen von Gemüsespezialitäten über Aufbackbrötchen bis hin zu Fleisch- und Fischgerichten. Gerade für Singles und Senioren, die über keine große Küche verfügen, wenig Zeit zum Kochen haben oder aber gesundheitlich eingeschränkt sind, ist Tiefkühlkost eine gute Alternative zu frischen Waren. Das Gemüse muss nicht mehr mühevoll gewaschen, geputzt und geschnitten werden; Fleisch und Fisch sind bereits filetiert oder sogar gegart und mit einer leckeren Sauce versehen, die Brötchen müssen lediglich aufgebacken werden.

Was ist zu beachten?
Dennoch sind beim Einkauf und der Zubereitung von Tiefkühlkost einige Punkte zu beachten, um beim gesunden Genießen auf Nummer sicher zu gehen. Niemals dürfen Tiefkühlprodukte angetaut und anschließend wieder eingefroren werden. Bei diesem Prozess entwickeln sich schädliche bis giftige Bakterien.

Um die Kühlkette nicht zu unterbrechen, sollten die Produkte stets in einer Isoliertasche transportiert und zu Hause sofort ins Tiefkühlfach gelegt werden. Beim Auftauen von rohem tiefgekühlten Hähnchenfleisch sollte zudem darauf geachtet werden, dass der entstehende Saft restlos entsorgt und alle verwendeten Küchenutensilien mit sehr heißem Wasser abgespült werden. Die Tauflüssigkeit kann nämlich Salmonellen enthalten, die sich auf den Arbeitsflächen, Schüsseln und dem Besteck schnell in großer Zahl vermehren.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf bereits gegartes Fleisch zurückgreifen - das darf unaufgetaut in die Pfanne oder in den Ofen gegeben werden und ist rasch servierbereit. Die wuchtigen Tüten der Tiefkühlgerichte täuschen allerdings oft. Gerade die komplett fertigen Mahlzeiten wie Nasi Goreng, Gulasch oder Nudeln mit Soße schrumpfen regelrecht beim Zubereiten. Sparfüchse können sie mit frischen Nudeln, etwas Gemüse oder Reis strecken.

TK-Kuchen gelingt am besten, wenn er schonend bei Zimmertemperatur aufgetaut wird und nur noch am Schluss für 20 Minuten in den Ofen kommt. Haltbar sind Tiefkühlgerichte meistens sehr lange. Es ist aber ratsam, ab und zu die Truhe zu durchforsten und abgelaufene Produkte auszusortieren. Denn auch bei -18 Grad können sich noch Keime und Bakterien entwickeln.
Gastautor: © B. B.

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