Gerollte Köstlichkeiten aus aller Welt

Süße und herzhafte Rollen
In jedem Land gibt es ja einige Spezialitäten. In diesem Artikel möchten wir uns den gerollten
Wraps mit Gemüse
Wraps sind gerollte Köstlichkeiten aus den USA
Foto: © Yana Petruseva
Köstlichkeiten widmen:

Wer kennt sie nicht die leckeren Wraps - Weizenfladen mit allerlei Gemüse, Fleisch und Salat gefüllte Rollen - die jetzt so "IN" sind?! Allerdings ist die Idee, verschiedene Zutaten in Teig-, Fleisch- oder Gemüsefladen zu wickeln, keine Neuheit des 21. Jahrhunderts: In der ganzen Welt gibt es länder- und regionsspezifisch die köstlichen Rollen.

Angefangen in Deutschland mit einer beliebten Rolle aus "Omas Küche": die Rinderroulade! Zurzeit ist auch sie wieder völlig angesagt, ob im gutbürgerlichen Restaurant oder in der eigenen Küche. Die Grundzutaten dafür sind folgende: als Rollunterlage Rindfleisch, darauf kommt eine Lage Speckscheiben, scharfer Senf, Zwiebeln, Gewürzgurke. Das I-Tüpfelchen ist die Sauce mit viel saurer Sahne.

Bestens bekannt aus dem Italien-Urlaub sind die Involtini Milanese; Grundlage ist hier sehr dünn geklopftes Kalbfleisch, welches mit dünnen Speckscheiben und frischen Salbeiblättern umwickelt in Weißwein geschmort wird. Regional verschieden ist die Sauce, die dazu gereicht wird, z. B. mit Gorgonzola oder Mascarpone.

Auch in Griechenland wird gewickelt und zwar mit Weinblättern. Dolmadakia heißen diese kleinen
Röllchen. Für die Hülle werden junge, zarte Weinblätter mit Essig oder Zitronensaft gesäuert und dann in Salzlake eingelegt. Die Füllung besteht (meistens) aus Lammhackfleisch und Reis, gewürzt wird mit frischer Minze.

Unsere französischen Nachbarn bevorzugen eine süße Rolle, die aus der Bretagne stammenden Crepes. Hergestellt werden diese hauchdünnen Fladen aus ähnlichen Zutaten (Mehl, Milch, Eier), wie der bekannte Berliner Pfannkuchen. Serviert werden sie mit Orangenlikör (Crepes Suzette) oder auch mit Nuß-Nougatcreme, Puderzucker oder Marmelade.

Begeben wir uns außerhalb Europas auf die Suche, so denken wir bei Rollen natürlich zuerst an Mexiko und die Tortilla. Sie ist ein flacher Mais- oder Weizenmehlfladen (Mehl, Salz, Wasser, keine Eier) sozusagen das "Brot" dieses Landes und dient häufig als "Serviette" der Füllungen. Sie wird mit allem nur erdenklichem beladen, bspw. bestrichen mit Creme fraiche und frischem Salat und Hackfleisch-Bohnenfüllung oder auch fleischlos mit gegrillten Paprika, Zwiebeln und Avocadomus. Ist sie gerollt, so nennt sie sich Taco, wenn sie zusätzlich noch mit Käse überbacken wird, heißt sie Enchilada und zum Burrito wird sie, wenn man sie gefüllt anbrät.

In den USA heißen die hippen Rollen Wrap und sie werden kalt oder heiß genossen. Auch hier wird in einen Weizenfladen (fertig aus dem Supermarkt oder selbst frisch aus der Pfanne zubereitet) Fleisch, frisches, rohes Gemüse oder auch Lachs mit Meerrettich, Paprika, Zwiebel und Schnittlauch gewickelt.

Im asiatischen Raum finden wir in Japan die Sushi-Röllchen. Hier besteht die Wickelunterlage aus Algen, die in Massen zu papierdünnen Blättern getrocknet werden. Wichtigster Bestandteil der Füllung ist mit Essig versetzter, gekochter Klebreis (japanischer Rundkornreis) und sehr frischer, roher Fisch oder Gemüse. Gelegentlich wird auch frisches, rohes Rinderfilet verwendet (z.B. beim Temaki-Sushi mit Rind).

Zum Schluss dürfen natürlich die aus China stammenden berühmten Frühlingsrollen nicht fehlen. Aus Reispapier (fertig im Handel auch als Frühlingsrollenteig zu erhalten) werden dort traditionell zum Frühlingsfest diese Rollen zubereitet (sie werden aber auch sonst das ganze Jahr über gerne verzehrt!). In ihnen sind z. B. Schweine- und Hühnerfleisch mit Sprossen oder frischen Frühlingszwiebel, Chinakohl oder Möhrenstreifen enthalten. Gewürzt wird gerne mit Sojasauce, fertig gerollt werden die Röllchen im Wok knusprig frittiert.


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