Schwarze, rote und weiße Johannisbeeren

Johannisbeeren - ein Sommerobst
Johannisbeeren gibt es in 3 Farben. Die bekannteste Sorte ist aber die rote. In diesem Artikel
Das sind Johannisbeeren
Rote und schwarze Johannisbeeren - Foto: © Nathalie Dulex

erfahren Sie was man mit diesen Früchtchen so alles machen kann:

Die Johannisbeere ist eine Verwandte der Stachelbeere. Kein Wunder, mag da manch eine Naschkatze sagen. Die schmecken ja beide schrecklich sauer. Doch als Saft, Nachtisch oder im Kuchen munden die kleinen roten, weißen oder schwarzen Beeren einfach klasse.

Die größte Karriere hat jedoch die Schwarze Johannisbeere gemacht. Als Cassis (Johannisbeerlikör) oder gleich zum Kir Royal (Johannisbeerlikör mit Champagner) veredelt findet sie Zugang zu den feinsten Kreisen.

Ihren Namen verdanken die Früchte dem Johannistag am 24. Juni. Denn um diese Zeit sind die Beeren meistens reif. Darüber hinaus heißen sie regional verschieden: in Österreich Ribisel, in Schwaben Träuble, in der Schweiz Meertrübeli. Die Franzosen nennen sie Cassis wie den gleichnamigen Likör.

Johannisbeeren wachsen in unterschiedlich langen Trauben an mehrjährigen Sträuchern, die recht pflegeleicht im Garten gedeihen. Da sich Schädlinge und Krankheiten in Grenzen halten, ist die jährliche Ernte fast garantiert. Nach der Ernte werden die alten, über vierjährigen Triebe herausgeschnitten, da sie schlechter tragen. Außerdem braucht das nachwachsende Holz Platz.

Unsere Johannisbeer Rezepte:
  • Rote Grütze

  • Welche Nährstoffe sind enthalten?
    Die kleinen, kernreichen Früchtchen liefern uns wichtige Faserstoffe und wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalium und Vitamin C. Außerdem enthalten sie viel Pektin (Ballaststoff) und reichlich Fruchtsäure, besonders Zitronensäure.

    Das enthalten 100 g Johannisbeeren:
    Schwarze Johannisbeere: 189 mg Vitamin C, 39 Kalorien
    rote Johannisbeere: 36 mg Vitamin C, 33 Kalorien

    Heilpflanze Johannisbeere
    Spitze als Heilpflanze ist die Schwarze Johannisbeere. Ihre dunkle Farbe verdankt sie dem Anthocyan. Dieser Pflanzenfarbstoff zählt zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Die Schwarze Johannisbeere hat das meiste Vitamin C aller Beeren, soll gegen Herpes helfen, den Blutdruck regulieren und den Cholesterinspiegel senken.

    Die Blätter der Johannisbeere haben harntreibende und antirheumatische Qualitäten. Schon seit Jahrhunderten ist die Johannisbeere daher auch als Gichtpflanze bekannt. Um das Übel bei der Wurzel zu packen, hatten die Regionen früher ihre unterschiedlichen Bräuche. Während die Mecklenburger den Strauch mit einem Gedicht beschworen, kamen in Böhmen die Jungfrauen zum Zug: Die mussten am Johanniabend einen Busch stehlen und ihn um Mitternacht (nackt) pflanzen.

    Wann gibt es Johannisbeeren?
    Johannisbeeren sind bis September frisch auf dem Markt zu bekommen. Gepflückt werden sie immer als ganze Rispe. Auch beim Waschen bleiben sie im Verbund. Danach die Beeren mit der Gabel vom Stielgerüst streifen. Wer Saft oder Gelee herstellen will, kann die Früchte mitsamt Stielchen kochen.

    Was kann man aus Johannisbeeren machen?
    Mit ihrem säuerlich-herben Geschmack passen Johannisbeeren gut zu Quark, Sahne, Milchreis oder Grießbrei. Bewährt haben sie sich auch als Beilage zu herzhaften Gerichten, z. B. in Sauce zu Wild, Lamm oder Geflügel. Mit gebackenem Camembert schmecken sie ebenfalls. Johannisbeeren lassen sich gut einfrieren, Konsistenz und Aroma bleiben weitgehend erhalten.


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  • Weiterführende Informationen:
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