Fasten zum Abnehmen

Tipps für eine Fastenkur
Das Fasten wird von der menschlichen Spezies bereits seit mehr als 2.000 Jahren betrieben, es ist
Wasser und Obst für die Fastenkur
Wasser und Obst gehören zu jeder Fastenkur - © Torsten Schon
weitaus mehr, als nur eine Gewichtsreduktion. In allen Religionen ist das Fasten historisch belegt, es ist ein Element zur Gestaltung des Lebens und kann in den verschiedensten Formen durchgeführt werden.

In seinem Ursprung war das Fasten eine Reinigung von Seele und Körper, es sollte das Böse abwehren und Buße getan werden. Ebenso wurde aus Trauer, dem Streben nach Erlösung, der Konzentration oder der Erleuchtung gefastet. In der Fastenzeit wird ein teilweiser oder völliger Verzicht auf Lebensmittel sowie auf Genussmittel, wie Tabak, Alkohol, und Süßigkeiten unternommen. Dafür wird über einen bestimmten Zeitraum entweder allein oder in einer Gruppe gemeinsam auf all diese Dinge verzichtet.

In der heutigen Zeit treten verstärkte Arten des therapeutischen Fastens, wie zum Beispiel eine Diät bis zum politischen Fasten, wie bei Mahatma Gandhi, auf. Die Gründe der Menschen sind hierbei sehr unterschiedlich, viele sehen eine gute Möglichkeit, um in kürzester Zeit einige Pfunde abzunehmen. Andere dagegen fasten regelmäßig aus Überzeugung und die Gewichtsreduzierung spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Doch für welche Menschen eignet sich das Fasten und für welche nicht? Allgemein kann hier gesagt werden, dass altersschwache, frisch operierte oder gerade genesende Menschen auf das Fasten verzichten sollten. Ebenfalls eignet es sich nicht für Patienten, die an Krebs erkrankt sind oder an einer Stoffwechselkrankheit leiden. Kindern unter 14 Jahren, schwangeren Frauen oder stillenden Müttern ist genauso davon abzuraten.

Mehr Infos über das Fasten:
  • Vorteile beim Fasten
  • Nachteile beim Fasten
  • 5 wichtige Grundregeln beim Fasten
  • Leistungsfähigkeit während der Fastenkur
  • Fastenwandern für Fortgeschrittene

  • Vorbereitung für das Fasten
    Bevor eine Fastenkur begonnen wird, sollten einige Vorbereitungen getroffen werden. Dazu zählen unter anderem ein Gesundheits-Check und das persönliche Gespräch mit dem Hausarzt. Auch
    Bücher sollten zum Thema gelesen und keinesfalls sofort auf jegliche Nahrung verzichtet und über Tage hinweg nur Wasser getrunken werden.

    Es gibt verschiedene Methoden, um zu fasten, so finden sich einige Anhänger für das Saft- oder Brühe-Fasten. Während des Fastens findet im menschlichen Körper die Aktivierung der Produktion von Opiat-Peptiden statt. Dadurch kann eine leicht andauernde Euphorie entstehen.

    Beim Fasten wird in der Regel immer mit einem so genannten Entlastungstag begonnen, dafür sollte am Tag zuvor bereits auf schwere Gerichte verzichtet werden und man sollte nicht denken, dass noch einmal kräftig zugelangt werden muss. Besser ist es, eine leichte Reisspeise und etwas Obst über den Tag verteilt zu essen.

    Das Wichtigste beim Fasten ist die Reinigung des Darms, die meistens mit einem Einlauf vorgenommen wird. Alternativ kann der Darm auch mit Glaubersalz, Buttermilch oder Sauerkrautsalat gereinigt werden.

    Unter keinen Umständen sollten bei der ersten Fastenkur die Ziele zu hoch angesetzt werden, besser ist es, erst einmal zu sehen, wie einem das Fasten überhaupt bekommt.
    Text: B.L.

    [Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens. Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]