Menübesteck für ein festliches Essen

Was gehört zum Menübesteck?
Sie haben das Menü zusammengestellt? Nun müssen Sie sich noch überlegen wie Sie den Tisch
Ein Satz Menübesteck
Ein edles Menübesteck - Foto: © Robyn Mackenzie
dekorieren möchten. Dazu gehört dann natürlich neben einer Tischdecke, Blumen, Kerzen, schönem Geschirr und Gläser auch schönes Menübesteck.

Ein Essbesteck besteht aus:
Messer, Gabel, Löffel - das Dreigestirn des Bestecks scheint uns in der westlichen Welt unverzichtbar. Dass es auch anders geht, ist zwar bekannt, wird aber nicht wirklich ernst genommen. Vielleicht probiert man es beim Chinesen mal mit den Stäbchen, aber für das letzte Reiskorn greift man schließlich doch lieber zur Gabel.

Dabei gehören die Verwender des europäischen Essbestecks weltweit zur Minderheit. Schätzungen zufolge verwenden etwa 900 Millionen Menschen Messer und Gabel, rund 1,2 Milliarden benutzen Essstäbchen und die überwiegende Mehrzahl von 4,2 Milliarden isst schlicht mit den Fingern. Selbst bei Doppelnennungen ist das Ergebnis also eindeutig.

Insbesondere das Essen mit der Gabel bürgerte sich in Europa erst Ende des 17. Jahrhunderts langsam ein. Heutzutage findet diese Sitte sogar immer weniger Anhänger. Durch Fast Food und Fingerfood sowie den schnellen Snack unterwegs wird immer öfter mit der Hand gegessen. Trotzdem ist die Geschichte der drei Esswerkzeuge einen Blick wert.

Der Löffel
Der Löffel wird wie das Messer seit Urzeiten verwendet. Als Nachbildung der Hand dient er dazu, Nahrung jeglicher Art sicher zum Mund zu befördern, zunächst in Form von Muschelschalen oder großer Blätter. Doch schon in der Altsteinzeit schnitzten unsere Vorfahren Löffel aus Knochen oder Holz. Im alten Rom gab es schon zwei unterschiedlich große Arten von Löffeln, die eigene Namen trugen. Und im 15. Jahrhundert entstand in Deutschland der eigenständige Beruf des Löffelmachers, der das gute Stück aus Metall herstellte. Ein Löffel war ein wertvoller persönlicher Besitz, der ständig bei sich getragen und auch vererbt wurde. Wer starb, gab also wortwörtlich seinen Löffel ab, daher auch das bekannte Sprichwort.

Das Messer
Das Messer ist annähernd ähnlich alt wie der Löffel, vielleicht noch älter, wenn man den Faustkeil als frühes Messer gelten lässt. Das Schneidwerkzeug diente zum Zerkleinern der Nahrung in mundgerechte Stücke und wurde zusammen mit dem Löffel in einem Lederfutteral am Gürtel getragen. Dieses Futteral nannte man Besteck, der Name ging auf das gesamte Set der Esswerkzeuge über. Als Universalwerkzeug ist das Messer unverzichtbar: Suppe kann man trinken, feste Bestandteile mit den Fingern zu sich nehmen, doch wenn man sich nicht wie die Tiere auf das Essen stürzen und es mit den Zähnen zerteilen will, braucht man auf jeden Fall ein Messer.

Die Gabel
Die Gabel ist das jüngste Mitglied des Essbestecks. Zwar gab es schon bei den alten Römern, Griechen und Ägyptern vereinzelt Essgäbelchen, doch waren das Ausnahmen. Lange Zeit galt die Gabel - wohl wegen der Zinken, die an Hörner erinnerten - als Werkzeug des Teufels. Gott bzw. die Natur hatte dem Menschen zum Essen die Finger gegeben. Sie zu verschmähen hieß, den Herrn zu verhöhnen. So war es in Klöstern lange Zeit verboten, Gabeln zum Essen zu benutzen. Außerdem aß ein richtiger Mann mit den Fingern, alles andere war weibisch und geziert. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann sich die Gabel als vollwertiges Mitglied des Essbestecks beim Bürgertum durchzusetzen. Und noch einmal zweihundert Jahre später, Ende des 19. Jahrhunderts, wurden Gabeln durch die Industrialisierung auch für die unteren Gesellschaftsschichten erschwinglich.

Sie sehen also, beim Speisen mit Messer und Gabel pflegen Sie täglich ein Stück europäischer Kultur, das noch gar nicht so alt ist. Oder gehören Sie auch zu denjenigen, die schon auf Fingerfood umgestiegen sind?

Auch das gehört zum Essbesteck:
  • Kaffeelöffel
  • Kuchengabel
  • Salatgabel
  • Salatlöffel
  • Gemüselöffel
  • Kartoffellöffel
  • Tortenheber
  • Sahnelöffel
  • Zuckerlöffel oder Zuckerzange


  • Wo kann man ein Menübesteck kaufen?
  • Haushaltswarengeschäfte
  • Einrichtungsmärkte
  • Neckermann
  • OTTO




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