Was eignet sich als Wandernproviant?

Wer rastet, kostet: Der ideale Wanderproviant für unterwegs
Wandern hat sich zum Lifestyle-Trendsport gemausert - und immer mehr Menschen suchen bewusst die einsamen Pfade fernab der Hauptwanderwege, um die Natur in absoluter Ruhe und
Einige belegte Brötchen
Deftig belegte Brötchen sollten beim Wandern nicht fehlen
Foto: © Markus Mainka
Erholung zu genießen. Nachteil der stillen Individualität: Wirtschaften sind nur rar gesät. Deshalb sollte vor dem großen Wandertag ein ausgewogenes Proviantpäckchen geschnürt werden, das bei Bedarf neue Energie schenkt und den Körper nicht belastet.

Die Getränke
Wichtigster Bestandteil eines sinnvollen Wander-Proviantpakets ist das Getränkesortiment - und zwar ganz besonders dann, wenn die Sonne brennt und die Pfade steil sind. Der Körper braucht ausreichend Flüssigkeit, um die ungewohnte Anstrengung gut bewältigen zu können. Optimal ist klares, stilles Wasser in leichten Plastikflaschen.
Pro Kopf sollte mindestens ein Liter Wasser eingepackt und mit einem Liter Apfelsaftschorle oder leicht gesüßten Tees ergänzt werden. Eine Apfelsaftschorle erfrischt und wirkt dank der enthaltenen Mineralien isotonisch. Süße Limonaden oder gar Kaffee haben in einem Rucksack nichts verloren. Der hohe Zuckergehalt der Limonaden verursacht nur weitere Durstgefühle und macht zudem schlapp; Kaffee ist ebenfalls nicht in der Lage, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Was eignet sich als Proviant?
Doch auch der Magen sollte schonend gefüllt werden, zumal eine Rast mit Picknick in freier Natur bekanntlich zu den schönsten Momenten einer Wandertour gehört. Belegte Brötchen mit Hartkäse halten sich auch bei wärmeren Temperaturen einige Stunden frisch, wenn sie in Alufolie eingewickelt oder in luftdichten Aromadosen verstaut werden. Geschälte und gewaschene Möhren, Apfelschnitze, Trauben und Bananen bewahren den Blutzuckerspiegel in Balance, belasten nicht und führen dem Organismus wichtige Vitamine zu.
Die Bananen sollten ungeschält mitgenommen und in drucksicheren Behältnissen aufbewahrt werden, damit sie keine dunklen Stellen bekommen. Tröpfelt man einige Tropfen Zitronensaft auf die Apfelspalten, verfärben sie sich nicht und können über den Tag verteilt immer wieder als kleine Energiespender genascht werden.
Gut für die Muskelkraft und eine leckere Vorbeugung gegen Wadenkrämpfe sind Nüsse in Form von einer Tüte Studentenfutter oder Müsliriegeln. Als Proviant-Klassiker voll geballter Kraft präsentieren sich außerdem Fruchtschnitten, die es im Reformhaus oder im Naturkostregal des Drogeriemarktes zu kaufen gibt. Vollkornkekse, Reiscracker und trockener Kuchen haben nur wenig Gewicht und können deshalb ebenfalls eingepackt werden.

Was sollte man noch mitnehmen?
Zusätzliches Geschirr oder Besteck braucht dieser Proviant also nicht - allerdings sollten feuchte Tücher zum Reinigen der Hände und eine leichte Decke mitgenommen werden. Am besten eignen sich wachsbeschichtete, ultraleichte Picknickdecken, die eventuelle Bodenfeuchtigkeit abhalten und so stabil sind, dass auch Flaschen oder Obstbehältnisse darauf abgestellt werden können.

Zu guter Letzt sollte man die leere Plastiktüte für den anfallenden Müll nicht vergessen, damit das idyllische Fleckchen Natur, das man für die Rast ausgewählt hat, auch wieder so unberührt verlassen wird, wie es die einsamen Wanderer vorfanden. Wenn es das Wetter erlaubt und die Raststelle eine gewisse Bequemlichkeit bietet, darf man nach der Mahlzeit guten Gewissens eine halbe Stunde entspannt ruhen.

Denn die Redewendung "Wer rastet, rostet" kann bei zu vollem Bauch schmerzhaft enden: Direkt nach dem Essen stramm weiterzumarschieren kann zu Seitenstechen, Leibschmerzen und bei starker Anstrengung und Hitze sogar zu Durchfall führen. Deshalb gilt auch beim Wandern: In der Ruhe liegt die Kraft.
Text: © B. B.


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